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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausschritt bis ausschürfen (Bd. 1, Sp. 961 bis 962)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausschritt, m. excessus, aberratio.
 
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ausschröpfen, detrahere sanguinem: wiederholtes ausschröpfen ermattete den kranken; bildlich, ein land ausschröpfen, bluten lassen;

die sonnensucht durch lindes schröpfen
und aderlasz ihm auszuschröpfen.
Voss 6, 236.


 
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ausschroten ,
1) exedere, erodere: die mäuse schroten das getraide, den käse aus.

[Bd. 1, Sp. 962]



2) excidere, behauen: stämme, klötze mit der axt ausschroten, zurichten.
3) evolvere, fässer ausschroten, aus dem keller wälzen; bier ausschroten: es kommt die zeit, dasz ich inen wil schröter schicken, die sie ausschroten sollen und ire fasse ausleeren. Jer. 48, 12. vgl. anschroten.
 
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ausschrumpfeln, corrugari, marcescere:

die stirne schrumpelt aus.
Fleming 113.


 
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ausschrumpfen, dasselbe, verschrumpfen.
 
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ausschuhen, excalceare, die schuhe ausziehen, entschuhen: welchergestalt die Türken gegen mittage ausgeschuhet, gebadet ihr gebete verrichten. Lohenstein zu Ibrah. 2, 8.
 
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ausschumpieren, eine andere form für ausschimpfieren, ausschimpfen: ausschumpiert, anschnauzt, trotzt und tribuliert. Ringwald laut. warh. 267;

dann wer sein völklein ausschumpiert,
bei ihnen alle gunst verliert.
Philand. 1, 445 aus
Ringwald.


 
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ausschupfen, extrudere, ausstoszen: widerumb die gottlosen reichen, ob sie itzt ein zeitlang überflüssig haben, so werden sie doch verderben und nicht im land und gut bleiben sitzen, sie werden gewislich ausgeschupft und ein ander drein gesetzt. Luther 1, 532b. br. 2, 74.
 
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ausschuppen, schuppenweise ausschneiden, ein heraldischer ausdruck.
 
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ausschüren, bergmännisch, die schlacken aus dem ofen ziehen.
 
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ausschürfen, effodere metallum: viel reiche geng hat ausschürfen lassen. Mathesius 1a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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