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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausschmatzen bis ausschmoren (Bd. 1, Sp. 957)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausschmatzen, osculis exsugere: schnitzelt er den namen (der geliebten) in eine linde, schmatzt er den saft aus, der aus den buchstaben quillt. Hippel lebensl. 1, 157.
 
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ausschmauchen, fumo expellere, nnl. uitsmoken: einen fuchs durch dicken rauch aus seinem versteck treiben. dann auch, die pfeife ausschmauchen, ausrauchen; eine stückform ausschmauchen, auslohen.
 
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ausschmecken, mali esse odoris, aus dem munde riechen: wem do ein wein, salz oder ein essen ausschmeckt, der nem peterlein, rauten oder salvei, kew es wol, so verget im der geschmack und stinkend otem. küchenmeisterei d i. heute transitiv für auskosten, pergustare: weine ausschmecken; dasz ich euch diese birnen übergeben soll, damit ihr die verschiedenen arten genau ausschmecken und ihm eure meinung darüber sagen könnt. Arnim schaub. 1, 25.
 
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ausschmeiszen, ejicere, nnl. uitsmijten, das aber, wie das einfache schmeiszen, gemein klingt und durch auswerfen vertreten wird: einem einen zahn, ein auge ausschmeiszen;

ergreifet einer schon nur eines zugseils trumb,
wird es ihm ausgeschmissen.
Weckherlin 249.

Pestalozzi schreibt ausschmeizen: wo ist dein verfluchtes kind? ich will es ausschmeizen, dasz kein fetzen mehr gut an ihm ist. Lienh. und Gertr. 3, 273.
 
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ausschmelzen, ausschmolz, ausgeschmolzen, ausseigern, liquescendo effluere: das blei schmilzt aus; der schnee, das fett ist ausgeschmolzen.
 
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ausschmelzen, ausschmelzte, ausgeschmelzt, cliquare: erz, fett, butter, grieben ausschmelzen; ausgeschmelzte grieben.
 
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ausschmettern, cum strepitu elidere:

der gleich sein hirn an diesen felsenkanten
ausschmettern wird.
Tieck 3, 172.

schmettern ist eine aufgenommene nd., zu smiten gehörige form, die darum nichts von dem unedlen des hd. schmeiszen an sich hat.
 
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ausschmieden, percudere, malleo contundere: das eisen, das schwert ausschmieden, bildlich, ein gedicht ausschmieden;

ich hab dir dises alt gesang
new aus zu schmiden mich geübet.
Weckherlin 577.

in anderm sinne, wie ausschlieszen, einen gefangnen aus den ketten schmieden, entfesseln.
 
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ausschmieren, oblinere: eine pfanne mit fett ausschmieren, den ofen ausschmieren. dann auch verächtlich, exscribere, compilare: es ist alles ausgeschmiert, abgeschmiert, aus andern ungeschickt und roh entnommen. studentisch, im duell verwunden: er ist ausgeschmiert, besiegt worden.
 
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ausschmollen, iram missam facere, zu schmollen aufhören.
 
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ausschmoren, incluso intus vapore excoqui: der braten musz recht ausschmoren, das fett musz ausschmoren.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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