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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausschallen bis ausschattieren (Bd. 1, Sp. 946)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausschallen, personare, erschallen: als der scherer nun meinte, es were jetzund weit genug ausgeschollen. Wickram rollw. 81. steht wie das einfache schallen für schellen, ausschellen. mhd. ûʒ schellen, ûʒ schal. myst. 62, 9.
 
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ausschalmen, im forstwesen, durch beschälung der bäume aussondern, anweisen: einen platz zur weide ausschalmen.
 
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ausschämen, sich, pudorem abjicere:

ich hab mich genzlich ausgeschembt.
H. Sachs I, 300c;

er hat sich ausgeschemet, os homini plane deinceps nullum est. Mich. Neander syll. loc. 75b; er hat sich ausgeschämt, dedidicit pudere. Stieler 1728.
 
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ausschänden, opprobriis afficere: er schändet alle leute aus.
 
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ausschändieren, dasselbe, Stieler 1732;

der hatte recht auf seinen text studieret,
die kirchenväter oft citieret,
die ketzer stattlich ausschendieret.
Gellert 1, 204.

s. ausschimpfieren.
 
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ausschank, m. divenditio liquorum, caupona, s. DWB ausschenken.
 
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ausscharen, segregare, aussondern, aus der schar stoszen. vgl. DWB ausscheren.
 
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ausschärfen, exscindere, wird weidmännisch für aufschneiden von einzelnem wildpret gesagt.
 
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ausscharren, eradere, effodere: die hyäne scharrt leichen aus; die hunde scharrten vergrabne münzen aus; solt mirs ein dieb ausscharren? Garg. 90b; die leiche des verbrechers wurde wieder ausgescharrt und neben der mauer begraben. einen ausscharren, explodere, durch scharren mit den füszen beschimpfen; intransitiv, ausscharren, mit dem fusze scharrend hinten ausstreichen, kratzfusz machen, wie die tauben:

ich erwiederte drauf mit weit ausscharrendem bückling.
Voss;

ist mein rücken krumm? scharr ich mit den beinen aus? Tieck 3, 139. bildlich, eruere, wieder hervorbringen: er gewann damit die zeit, die verschüttete gottesstadt der kindheit auszuscharren, so dasz zuletzt völlig dieselben gassen ans sonnenlicht kamen, wie die waren, durch welche er einmal als kind gegangen. J. Paul flegelj. 1, 122. bairisch, und der ahd. sprache gemäsz, ausscherren (Schm. 3, 389).
 
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ausscharten, bei den kürschnern, leder auszacken, schartig bilden.
 
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ausschattieren, adumbrare, abschattieren: zu den umrissen soll er seine tusche nur stärker machen, zum ausschattieren kann er sie alsdann schon schwächer nehmen. Göthe an Knebel 325.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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