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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausplumpen bis ausposaunen (Bd. 1, Sp. 924 bis 925)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausplumpen, was auspumpen. Lohenst. Arm. 1, 589.
 
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ausplündern, expilare, despoliare, nnl. uitplunderen: der feind plünderte das ganze land, alle kirchen aus; einen schriftsteller ausplündern.
 
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ausplüschen, franz. pelucher:

und um seine schultern spielet
ausgeplüscht ein hermelin.
Herder 5, 93.


 
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auspochen , excutere, explodere, pulsare, nnl. uitpoken,
1) weidmännisch, einen marder auspochen, durch klopfen und schlagen aus dem holen baum treiben, in dem er versteckt liegt.
2) bergmännisch, auspochen, durch klopfen das zeichen zur ausfahrt geben. was heiszt: du wirst mit uns bald ausgepocht haben. Luther 6, 226b ?
3) bei den landsknechten verbindet sich pochen und plündern: die Engelburg bochten sie aus und blünderten alles, so sie funden. Frank chron. 309b; liesz alle sündische güter auspochen und plündern. Micrälius 3, 491. auspochen also aus dem versteck klopfen.
4) pelzwerk ausklopfen, reinigen.

[Bd. 1, Sp. 925]



5) heute einen schauspieler auspochen, ihm durch pochen, klopfen misfallen zu erkennen geben.
 
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auspöckeln, exsiccare, ausdörren: heringe auspöckeln; ich halte auch nicht, dasz ich dazumal auf meinem ganzen leibe ein pfund fleisch hätte zusammenbracht, so sehr war ich ausgepöckelt. Weise erzn. 70.
 
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auspolieren, expolire, ausglätten, sowol fertig glätten, als durch die glättung wegnehmen: flecken auspolieren; wer dergleichen aus seiner religion auspolieret, hätte eben so gut gar keine. Lessing 10, 14.
 
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auspolierung, f. was endlich die auspolierung des verstandes betrift, so wäre zu besorgen, dasz dieselbe gänzlich unterbliebe. J. E. Schlegel 3, 279.
 
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auspolstern, effarcire, ausstopfen: ein bett, einen stul auspolstern; jene wolthätige trägheitskraft, womit die schlechtesten wesen ausgepolstert sind. J. Paul teuf. pap. 1, 88; dasz es zuletzt wol gar an haaren fehlen dürfte, womit man die köpfe der schönen auspolstert. lit. nachl. 4, 153.
 
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auspoltern, desinere tumultuari.
 
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auspolzen, exsilire, ebullire, wie ein polz oder bolz herausspringen: wenn di grat auspolzen (die gräten der siedenden fische ausspringen), so haben sie sein (des feuers) genug, darf nicht mehr feuer zugelegt werden. küchenmeisterei a 3. schon ahd. ûʒarpulzan ebullire (Graff 3, 115), mhd. sô dir ietze alsô zorn sî, daʒ dir daʒ herze her ûʒ wolle pulzen vor ungestüemekeit. Berthold 78; wiltu einen slahen oder wunden vor zorne, daʒ dir rehte daʒ herze bulzen her ûʒ welle. 123. ûʒbulz ebullitio. vgl. DWB bolz.
 
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ausposaunen, buccina indicare, nnl. uitbazuinen:

verkleinern das verdienst und stümper ausposaunen.
Gotter 1, 305;

wenns dem denn hyperbolisch dünkt,
posaunt ers hyperbolisch weiter aus.
Göthe 14, 37;

hab aber auch die kunst verstanden,
auszuposaunen in allen landen,
ohne just die backen aufzupausen,
wie ich thät meinen Telemach lausen. 57, 258.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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