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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
auskreiden bis auskünden (Bd. 1, Sp. 897 bis 898)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) auskreiden, creta probe notare, explorare:

niemand hats gezehlet gar,
niemand hat es ausgekreidet.
Spee trutzn. 231.


 
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auskreischen, vociferari, clamando nuntiare, ausschreien, nnl. uitkrijten: was hilft das auskreischen? sich auskreischen, finem facere clamandi, hast du dich ausgekrischen? vgl. aufkreischen.

[Bd. 1, Sp. 898]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) auskreischen, praet. auskreischte, part. ausgekreischt, scheint dem sinne von abkreischen zu begegnen, doch ist seine bedeutung unsicher in folgender stelle:

hier hängst du ausgespannt, geädert, abgefleischt,
zerstochen, striemenvoll, entleibet, ausgekreischt.
Fleming 12.


 
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auskreisen, late propagari, in weitem kreise ausgehen:

schnell, wie der gedanke, schweben sie in weit auskreisenden wendungen fort.
Klopstock 1, 237,

man könnte auch verbinden weitaus kreisenden.
 
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auskriechen , prorepere,
1) excludi, ex ovis prodire: die küchlein sind ausgekrochen; die seidenwürmer kriechen erst in zwei tagen aus.
2) perreptare: alle winkel auskriechen;

ein k wär durch die wunden ausz gekrochen.
Uhland 649.


 
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auskriegen , debellare, subigere,
1) verheeren, durch krieg verwüsten:

heiszt dis verheert und ausgekriegt?
Opitz ps. 9.


2) den krieg beendigen, ausgekriegt haben.
3) herauskriegen, herausbringen, gemein, wie aufkriegen: ich kann das glas nicht auskriegen (ausleeren, austrinken); gäb gleich ein kopfstück drum, wenn ichs ganz auskriegen (zu ende bringen) könnt. Fr. Müller 1, 284; kann die stiefel nicht auskriegen.
 
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auskröpfen, e gutture evomere, aus dem kropf werfen:

wann er (der sumpf) nun disz, so er geschöpft,
mit rauschen wieder ausgekröpft,
so schaut man flut auf allen seiten.
Hoffmannswaldau Socrat. s. 136.


 
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auskrümeln, friando spargere, in krumen ausstreuen, verkrümeln.
 
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auskucken, prospicere. s. DWB ausgucken.
 
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auskühlen, refrigerare, völlig abkühlen: dort musz das raisonnement in affect entbrennen, und hier der affect in raisonnement sich auskühlen. Lessing 7, 17;

um sich selbst und ihn ein wenig auszukühlen.
Wieland 5, 113;

doch seine wunden weisz er auszukühlen.
Göthe 2, 17;

die gewitter kühlten nachts und morgens die atmosphäre aus. 43, 19 und br. an Schiller 347; nun will ich in ihrem andenken einen stillen abend genieszen und mich auskühlen. an fr. von Stein 1, 327.
 
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auskünden, notum facere, edicere, verkündigen, früher auch häufig ohne umlaut: liesz brief anschlagen und auskunden. Frey garteng. 17b; dann die ding sind heimlich gebotten zu verhalten, nicht auszukunden oder auszurufen. Paracelsus 2, 251c; als er auskünden lassen, mit dem westnortwest abzufaren. Garg. 268b. heute gebrauchen einige auskunden für erkunden, erkundigen, auskundschaften, explorare:

aller irdischen naturen kraft
zu dem heil der menschen auszukunden.
Bürger 88a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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