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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
auskommen bis auskragen (Bd. 1, Sp. 896 bis 897)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) auskommen, n. copia victus, facilitas in consuetudine: ein gutes, reichliches, sicheres, ehrliches, schlechtes, nothdürftiges auskommen; er hat sein gutes auskommen; man kann damit ein gutes auskommen erlangen. pers. baumg. 2, 21; gib nach deinem göttlichen willen ein auskommen mit der versuchung, dasz wirs können ertragen. Schuppius 436; in allen dingen, so uns beschwerlich zufallen, ein auskommen verleihen. 437; eine art von schwermut, deren ursache niemand errathen konnte, und die seine gemütsart nach und nach so sehr versäuerte, dasz kein auskommen mit ihm war. Wieland 8, 338; dasz Albert hier bleiben und ein amt mit einem artigen auskommen vom hofe erhalten wird. Göthe 16, 64; da war nun gar kein auskommen mehr mit ihr. 11, 53; herzogin Luise läszt ihnen sagen, sie möchten bald wieder gesund werden, denn ohne sie sei kein auskommens. an fr. v. Stein 1, 4; ein auskommen treffen, mittel und wege einschlagen.
 
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auskommentlich, suppetens, sufficiens, womit man auskommt, ausreicht: welcher in sich ein auskommentliches masz (von vernunft) hatte, die ganze welt zu beherschen. Lohenst. Arm. 1, 27; dasz die natur ein theil der welt für andern ländern auskommentlicher versorget habe. 1, 107; derer vermögen zu erhaltung des geschlechts nicht auskommentlich war. 1, 976; ihre tracht ist durchgehends, wie ihr sie an mir sehet, ihre speise auskommentlich, aber sonder uberflusz. 1, 1338; das markmännische reich, wenn es auch schon in gegenwärtiger verfassung bliebe, hätte schon eine auskommentliche grösze. 2, 1400. heute veraltet und durch das folgende oder durch genügend, hinlänglich, ausreichend vertreten.
 
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auskömmlich, womit auszukommen, auszureichen ist, genügend.
 
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auskönnen, zu fassen wie aufkönnen und mit ergänztem infinitiv: ich kann heute nicht aus (gehen); und belagert die stad zu land und zu wasser, das niemand aus oder ein konde. 1 Macc. 15, 14.
 
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auskörnen, grana folliculis eximere, vgl. DWB auskernen.
 
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auskosten, gustando explorare, plene gustare: ein ausgekosteter, auserlesener, geprüfter wein; die schiffer, wenn sie in Hamburg das bier auskosten. Weise erzn. 52; begieng er fehler, so hat er, wie der tragische held, diese auszukosten. Herder 18, 56; über ein jahr hatte sich della Valle in Ispahan aufgehalten, um von allen zuständen und verhältnissen nachricht einzuziehen; endlich nachdem er alles ausgekostet, fehlt ihm noch der gipfel des ganzen zustandes. Göthe 6, 196; was mir das schicksal alles gegeben hat, und wie nach und nach, wie man kindern freuden macht, dasz ich jedes gut erst ganz ausgekostet, mir so ganz eigen gemacht habe. an fr. v. Stein 1, 122; in süszer langeweile die zeit recht auszukosten. Tieck nov. kr. 4, 198; den trank bis zur hefe auskosten.
 
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auskoster, m. explorator: wenn es nicht das ansehen gewinnen möchte, als wäre dieser narren auskoster der erste im register gewesen. Weise erzn. 7.
 
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ausköten, von pferden, die köte (acetabulum in osse)

[Bd. 1, Sp. 897]


verrenken, verstauchen: das pferd hat sich ausgekötet. s. DWB auskegeln.
 
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auskotzen, exscreare, ausspeien.
 
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auskrächzen, crocitando proferre, mühsam herauskrächzen.
 
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auskragen, murum instruere mutulis, kragsteine an der wand hervorragen lassen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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