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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausküssen bis ausladung (Bd. 1, Sp. 899)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausküssen, osculandi finem facere:

du trinkst, du küssest länger nicht,
trink aus, küss aus, von dannen!
Lessing 1, 48.


 
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auskuten, desinere furere, austoben, ein schweizerisches wort: der wind kutet aus, hört auf zu blasen; der schmerz hat ausgekutet, nachgelassen. Stalder 2, 147. vgl. Maaler 84c chuten stridere.
 
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auskütten, eligere prae aliis: sanctum Johannem hat er uszgeküttet und erwölt gehaben, wen er kant in, dasz er eins reinen herzen was. Keisersberg post. 2, 28, von kütte haufen, menge volks, aus der kütte wählen.
 
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auslaben, plane reficere, recreare: nun habe ich mein herz hier so weit hinweg spazieren geführt und es so recht gemütlich im sonnenschein der andacht ausgelabt und eingesommert. Tieck ges. nov. 5, 147.
 
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auslachen , probe ridere, satiari ridendo, deridere, irridere, nnl. uitlagchen.
1) intransitiv, sich satt lachen: als nun die storken ausgelacht. Garg. 156b; da wollen wir uns einmal von herzen auslachen;

werdet ihr bald auslachen, Amalia, und du Luise? Luise 3, 381;

o dasz ich recht auslachen dürfte! Gerstenberg Ugol. 16; wann ich nur von herzen auslachen kann dabei. Lenz 1, 148.
2) transitiv, verlachen, ausspotten: einen andern hat die vermeinte bulschaft einmal freundlich angelacht, oder wie dieser leute gebrauch ist vielmehr ausgelacht. Opitz poeterei s. 8; es lachen dich alle aus; da wirst du recht ausgelacht werden; er lacht sie alle aus, hat alle übervortheilt; oho! lacht ihn aus!
 
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auslachen, n. derisio: ein lachen, nicht ein auslachen mit verachtung, sondern ein gutmütiges belachen. Kant 10, 128.
 
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auslachenswürdig, risu dignus.
 
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auslachenswürdigkeit, f. wenn man ihm (so) seine auslachenswürdigkeit hätte wollen empfinden lassen. Kant 8, 150.
 
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ausladen , exonerare, nnl. uitladen, ausräumen, ausziehen.
1) das geladene wegschaffen, die waaren ausladen, aus dem schiffe holen, die ladung löschen; den schusz ausladen, aus dem gewehr ziehen; den electrischen funken ausziehen.
2) das schif ausladen, das gewehr, die electrische flasche ausladen, entladen: der oberhofmeister konnte als feiter der funkenzieher sein, der ihn (den jüngling) mit seinen franklinschen spitzen auslud. J. Paul Tit. 1, 18.
3) sich ausladen, entladen, frei und ledig machen:

bei nächtlich stiller weile
gährts in dem tückschen feuerschlunde, ladet
sich aus mit tobender gewalt.
Schiller.

die gewitterwolke, das gewehr hat sich ausgeladen, entladen.
4) in der baukunst und holzarbeit heiszt ausladen hervorstehen, hervorragen lassen: ein ausgeladenes gesimse.
 
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auslader, m. exonerator, ablader, der zum ausladen des schiffes, der waaren angestellte arbeiter. in der electrischen maschine das den funken hervorlockende werkstück.
 
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ausladung, f. exoneratio, die entladung. in der baukunst, das hervorragende.