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gartenlerche bis gartenmann (Bd. 4, Sp. 1409 bis 1410)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gartenlerche, f. die wiesenlerche. Nemnich.
 
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gartenleute, pl. leute im dienste des gartenherrn, s. Sebiz unter gartenbesprenzer; vgl. DWB gartenmann.
 
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gartenliebhaber, m. gartenfreund, z. b. Schiller 1235a; ein älteres zeugnis unter gartensaal 3.
 
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gartenlinsen, pl. grosze, wälsche linsen, im gegensatz zu den feldlinsen. Adelung.
 
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gartenlust, f. lust im garten und was dieser dient: gartenlust, lustgänge, lustgesesze, topiarium opus ex arborum ramis aut foliis inter se flexis Henisch 1361, hortorum deliciae Stieler

[Bd. 4, Sp. 1410]


1187, schon im 16. jahrh. ein werk gartenlust von G. Marius (kloster 10, 1036);

das edel Ardefil ... an gartenlust geziert.
Fleming 189 Lappenb.;

die gartenlust, eine fabel Lichtwers 2, 1.
 
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gartenlustgehege, n. lustgehege im garten:

o ros', am zaun der wildnis verblühend,
von gartenlustgehegen was weiszt du?
Rückert ges. ged. 2, 440.


 
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gartenlusthaus, n. lusthaus im garten.
 
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gartenmagd, f. hortorum cultrix Stieler 1210.
 
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gartenmahl, n. coena ambulatoria, terrestris, cynica. Stieler 1214, mahl im freien, ohne tische und teller.
 
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gartenmahlzeit, f. coena hortensis J. G. Haas.
 
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gartenmann, m.
1) hortorum custos Stieler 1235, gartenwarter, hüter Frisch 1, 322a.
2) operarius in horto Frisch, gartenarbeiter.
3) magister horti ders., gärtner (vgl. gartenmeister), auch bei M. Kramer 1719 (nl. tuinman gärtner), und schon im 15. jahrh. ortulanus gartenman neben gartner Dief. 402a, vgl. gartenleute (zu den drei ersten bed.);

die sonnenbluhm,
sie stehet unbewegt als aller bluhmen held,
so lang es durch den herbst dem gahrtenman gefält.
Rist Parn. 370 (s.gahrte sp. 1389).


4) popanz im garten aufgestellt zum verscheuchen der vögel von den früchten: und weil er keinen nennen kann noch will oder beim kopf hat, so wil er ihn in effigie exequieren, machet einen gartenmann, stopft ihn mit leeren hülsen aus. Spener ebenbild der pietisterei 67. noch jetzt z. b. sächs., thür., auch blosz einen mann aufstellen u. ä. (auch erbsenmann, pflaumenmann u. ähnl.). vgl. gartenputzer.
5) Priapus als gartenmann Amors:

die amarellen hier, die öpfel, diese pfirschen
las Amor für sich selbst aus seiner mutter schosz ...
sein gartenmann Priap brach ihm auch diese kirschen ...
Fleming 654 (499 Lapp.),

der antike gartengott, der da auch als vogelscheuche diente (s. 4 und gartenscheusal), hier zugleich als diener im liebesgarten (s. DWB garten II, 3, e), zu dem Amor den schlüssel zu verleihen hat (vgl. gartenschlüssel).

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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