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gartenhecke bis gartenhühnlein (Bd. 4, Sp. 1406 bis 1407)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gartenhecke, f. hecke im garten (französischen geschmacks): wo die geseze des konventionellen anstands natur und freude feszeln, und jeden freien, edlen baum zur gartenhecke verschneiden. Sturz 1, 11, vgl. im öcon. lex. 752 die in gewisse

[Bd. 4, Sp. 1407]


figuren gezogene bäume, hecken und spaliere zierlich beschneiden.
 
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gartenheide, s. gartheide.
 
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gartenheil, s. gartheil.
 
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gartenherd, m. vogelherd in einem garten, garten- oder zaunherd. öcon. lex. 2521.
 
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gartenherr, m. herr des gartens, gartenbesitzer. Stieler 811, Olearius pers. baumg. 1, 19, Picander 1, 258.
 
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gartenhindläuft, f. s. gartencichorie.
 
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gartenhippe, f. gartenmesser, s. DWB hippe.
 
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gartenhonig, m. honig von gartenbienen, gegensatz zu waldhonig. Adelung.
 
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gartenhopfen, m. zahmer oder feldhopfen, im unterschied vom wilden. Nemnich 3, 183, öcon. lex. 1071 fg.
 
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gartenhuhn, n.
1) huhn als gartenzehnde (vgl. Scherz 473): wer ein garten hat, do vier költorssen in gston mogen (wenn es auch so klein wäre, s. DWB kohldors), der sol gen ein gartenhn. weisth. 1, 367; wer ein garten hat oder macht in dem dorfe zu Buechen, so git iglicher garte .. alle jare ein gartenhune vor den gartenzehenden. 6, 10, ebenda s. 9 für den klein zehenden in den garten, und zwar auszer dem zehendhuen, das ein iglich hofrit zu entrichten hat; aber auch, und zwar in älteren quellen, von ieder hertstatt ein gartenhun 4, 29, iedes haus geit ein gartenhn 4, 139 (ein garthn 138), also nicht garten in unserm sinne, wie mans erst nachher verstand, sondern als landstück, das er zu lehen hat als wohnstätte, vermutlich ein nachklang der alten bed., die sich sp. 1392 (γ) ergab; s. auch DWB gartenhaus 1.
2) gefüllter krautkopf: »gartenhun, krauthahn wird ein mit geriebener semmel, eyern, muscaten-blüthen, pfeffer und klein gehackter petersilie gefülltes und mit fleisch- oder einer andern guten brühe abgekochtes kraut-häupt genennet«. öcon. lex. 772; ein gartenhun zu kochen. Colerus hausbuch 42; gartenhüner oder gefüllt kraut zu machen. Amaranthes frauenzimmerlex. 622; s. auch Frisch 1, 322a, Adelung, nach letzterm scherzhaft gemeint, vermutlich in irgend einem zusammenhange mit der vorigen bedeutung; s. auch das folg.
 
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gartenhühnlein, n. ein huhn in einer gewissen zubereitung, im Nürnberger kochbuch 1734 s. 436: ein gartenhünlein. bereitet und putzet ein hun wie es sein soll u. s. w., es kommt dazu, wie beim vorigen, muscatenblüh, gehacktes petersilienkraut, eyer, geriebenes eyerbrod u. a., aber nicht als fülle, sondern als brühe.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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