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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gastgesetz bis gasthandschuh (Bd. 4, Sp. 1479)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gastgesetz, n. gesetz für gastereien: die alten hatten ihre gewisse gastgesetze, und erforderten zu einem wolgelegenen gastgebot (s. dort weiter). zeitvertr. 463.
 
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gastgespräch, n. sermo epularis, fabulae convivales. Frisch 1, 323a, gastgespräche Steinbach 2, 639.
 
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gastgestade, n. gastliches gestade:

so will ich nun euch laden
zu meinen gastgestaden.
Rückert ges. ged. 1, 33.


 
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gastgut, n. fremdes kaufmannsgut: kein bürger soll alhie gast oder fremde güter zu wasser und zu lande einbringen oder ausführen. stadtr. von Rügenwalde bei Schott 2, 76, anf. 17. jh.; vgl. mnd. gastewîn, fremder wein Brem. wb. 2, 490.
 
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gasthaber, m. gleich gasthalter bei Stieler 723.
 
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gasthalter, m.
1) hospes Melber l 2b, wirt, pandocheus, stabularius Dasyp. 336a, tabernarius Alberus l 4a, Henisch 1367, Stieler 740, bei Adelung als oberd., 'anständige benennung eines gastwirthes'; vergl. gäste halten, enthalten sp. 1464 und gasthaltung. nl. gasthouder Kil.
2) coenator, thaliarchus Kirsch 2, 130a, d. h. der eine gasterei gibt und ihr vorsitzt, wie gastgeber 2.
3) im 15. jahrh. auch mit umlaut gasthelter Dief. 180a aus Melber, gasthelder xenodocharius 633a aus einem rhein. voc.; vgl. DWB hälter, DWB behälter.
 
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gasthalterei, f. gastwirtschaft. Stieler 742.
 
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gasthalterin, f. gastwirtin: einer hüpschen hurtigen gasthalterin kan es nicht fehlen, wann sie nur sich ihrem namen nach halten will. ped. schulf. 30, zweideutig.
 
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gasthaltig, philoxenus, ein liebhaber der frembden oder bilger Dasyp. 336d. 181d; vgl. gastgebig zu gastgeber.
 
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gasthaltung, f. das halten von gästen: alle und jede einwohner dieser stadt, sonderlich die sich der gasthaltung und wirthschaft befleiszigen. Leipz. stadtordn. 1701 s. 410 (in der überschrift gastwirthe).
 
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gasthandschuh, m. handschuh zum ehrenempfang der gäste angezogen, in folgender nd. redensart, die auch hochd. ihr entsprechendes gehabt haben musz: de gasthanschen ûttên, einem der sich nicht danach aufführet, auch nicht weiter als gast (dat.) begegnen. Dähnert 144a, vgl. DWB etwas mit handschuhen anfassen, zart behandeln, auch gasthütlein.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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