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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gastbecher bis gastehre (Bd. 4, Sp. 1472 bis 1473)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gastbecher, m. poculum hospitale Stieler 74, der willkommbecher.
 
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gastbefreundung, f. wechselseitige gastfreundschaft, ξενία (s. unter gast II, 5, d):

so lasz uns drauf
die waffen wechseln, dasz auch andern kund
die väterliche gastbefreundung sei.
Bürger 172a (Il. 6, 231).


 
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gastbette, n. bette für gäste: ein weites ehebette, das schon lange zeit als gast- und ehrenbette bereit stand. Göthe 19, 55 (vgl. DWB zu gast und ehren unter gast 7, c a. e.). gastbett Rädlein 321b, Frisch 1, 323a.
 
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gastbettlade, f. bettlade für gäste, als gastbette. Simpl. 4, 100. 101 Kurz.
 
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gastbitter, m. der zu gaste bittet. Stieler 176, Kirsch 2, 129b.
 
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gastbot, n. gleich gastgebot (s. d.), wie bot gleich gebot (II, 271, es ist doch auch schon mhd., s. Haupts Erec s. 360):

wann helt der fürst ein grosz gastbot,
musz ihm der baur auflegen brot.
Henisch 1366;

man sol nicht bei allem gastbot erscheinen. Ringwald laut. warh. 103, nicht alle einladungen annehmen; ein gastbot anstellen. Olearius ros. 1, 42, reis. 4, 45. so älter nl. gastebod, noch dän. gjestebud, schw. gästabud, norw. gjestebod, besonders vom hochzeitschmaus. auch gibt Dähnert 144a aus Pommern nd. gastbott, älter gastbud, groszes gastmal, das Brem. wb. 2, 490 gastebade, mnd. to ênem ghestebode Germ. 12, 327.

[Bd. 4, Sp. 1473]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gastbote, m. bote des gastgebers, der 'zu gaste bietet' (s. DWB gastgebot), im 17. jh. geistlich: hier stehe ich als ein gastbot gottes und bitte euch, höret meine werbung und kommet zum groszen abendmahl. Otho 655; die Bethlehemiten, die im brodhaus wohnen und geben den gastbotten den repuls. Dannhauer ev. mem. 523, d. h. die weltkinder welche die zum h. abendmahl einladenden geistlichen abweisen; vgl. u. gast 10, b.
 
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gästchen, n. kleiner gast: ein grimmiges wetter bricht herein und wird deinen gästchen unfreundlich nach hause leuchten. Göthe an frau v. Stein 2, 237, kinder die bei ihr zu gaste gewesen.
 
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gäste, gäst, n. viehfutter, doch mit besonderm sinne.
1) gäst, geschr. gäszt, als futter schlechthin: das gäszt, als hirsen, habern und gersten, soll man trocken durcheinander mischen. Hohberg 2, 336b, als mast für gänse. von solchen körnern im kropfe von vögeln: was aber kranawetsvögel und lerchen betrifft, die weidet man gleichermaszen also aus, theils (d. h. manche) nehmen nur alles gäszt aus den kröpfen und thun kranawetbeer hinein. ders. 1, 215a.
2) gäste, das halbverdaute futter im vormagen von wiederkäuern: wann sie (die kühe) den inndruck verlieren, das ist, wann sie nicht wiederkäuen, so nimm von einem schaf oder einer andern kuhe den inndruck, das ist, das gäste, so sie im maul behalten, und gib ihnen das im brot. ders. 2, 282a. auch dergleichen in den därmen, denn östr. heiszen gästdärme 'die kleinen därme, welche das geätze, nämlich die gekäuete nahrung unmittelbar aufnehmen' Höfer 1, 274.
3) zur auslegung der form schreibt Hohberg selbst auch das geäste 2, 336b, wie Höfer unter 2 geätze (genauer geæze), und aus Baiern gibt Schmeller 1, 116 beides als eins, nämlich g'äsz, aber auch gäst gesprochen, 'geäsze, aftergetreid, abfall der zum futter für geflügel verwendet wird', das erste auch in der form gæz, d. h. mhd. geæʒe n. (als taubenfutter Schiltberger 110), gewiss auch geæze, coll. zu âʒ, nhd. asz (vgl. DWB etzen). Aber das -t, obwol ein solches oft genug an formen auf -s und -z rein willkürlich antritt als lautliche stütze, erinnert doch zugleich an das gast sp. 1380 gleich garst, garstiges das man wegwirft, wahrscheinlich zu gären gehörig, wie nord. gor das halbverdaute futter im viehmagen oder gedärmen (sp. 1347 fg.), also wie gäste 2. da scheinen denn wieder zwei verschiedene worte sich verflochten zu haben; entscheidend wäre es, wenn für gäste vocalkürze nachweisbar wäre. vgl. DWB gätz n.
 
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gastechniker, m. techniker in gaswerken.
 
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gastehre, f. die ehre des hauses die man an gästen zeigt (s. unter gästen 2), mhd. gastêre Lexer 1, 742, nhd. sicher nur zufällig noch nicht gefunden; vergl. des hûses êre unter gastlich 2.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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