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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gastanstalt bis gastbote (Bd. 4, Sp. 1472 bis 1473)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gastanstalt, f. anstalt für bewirtung von gästen: den verkehr .. durch öffentliche wege- und gastanstalten zu beleben. Göthe 6, 195.
 
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gastbanket, n. gasterei, gastpanket Gryphius 1, 104.
 
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gastbar, hospitalis Henisch 1365, Stieler 615, der als sprichwort anführt gastbar ist kostbar, crebro convivans crebro depauperatur; im 18. jahrh. nicht mehr bei Ludwig, Steinbach, Frisch, nl. bei Kil. gastbaer, jetzt auch veraltet.
 
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gastbarkeit, f. gastlichkeit, hospitalitas:

dem boden half der flusz, die gastbarkeit der stadt (dat.).
Opitz 2, 483,

nach juvit opus pietas hospitis, unda locum s. 482;

ganz Cruszwitz wil von gastbarkeit nichts wissen.
Gryphius 1, 633.

bei Henisch 1365 gastbarheit (s. unter keit), wie nl. gastbaerheydt Kilian.
 
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gastbecher, m. poculum hospitale Stieler 74, der willkommbecher.
 
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gastbefreundung, f. wechselseitige gastfreundschaft, ξενία (s. unter gast II, 5, d):

so lasz uns drauf
die waffen wechseln, dasz auch andern kund
die väterliche gastbefreundung sei.
Bürger 172a (Il. 6, 231).


 
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gastbette, n. bette für gäste: ein weites ehebette, das schon lange zeit als gast- und ehrenbette bereit stand. Göthe 19, 55 (vgl. DWB zu gast und ehren unter gast 7, c a. e.). gastbett Rädlein 321b, Frisch 1, 323a.
 
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gastbettlade, f. bettlade für gäste, als gastbette. Simpl. 4, 100. 101 Kurz.
 
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gastbitter, m. der zu gaste bittet. Stieler 176, Kirsch 2, 129b.
 
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gastbot, n. gleich gastgebot (s. d.), wie bot gleich gebot (II, 271, es ist doch auch schon mhd., s. Haupts Erec s. 360):

wann helt der fürst ein grosz gastbot,
musz ihm der baur auflegen brot.
Henisch 1366;

man sol nicht bei allem gastbot erscheinen. Ringwald laut. warh. 103, nicht alle einladungen annehmen; ein gastbot anstellen. Olearius ros. 1, 42, reis. 4, 45. so älter nl. gastebod, noch dän. gjestebud, schw. gästabud, norw. gjestebod, besonders vom hochzeitschmaus. auch gibt Dähnert 144a aus Pommern nd. gastbott, älter gastbud, groszes gastmal, das Brem. wb. 2, 490 gastebade, mnd. to ênem ghestebode Germ. 12, 327.

[Bd. 4, Sp. 1473]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gastbote, m. bote des gastgebers, der 'zu gaste bietet' (s. DWB gastgebot), im 17. jh. geistlich: hier stehe ich als ein gastbot gottes und bitte euch, höret meine werbung und kommet zum groszen abendmahl. Otho 655; die Bethlehemiten, die im brodhaus wohnen und geben den gastbotten den repuls. Dannhauer ev. mem. 523, d. h. die weltkinder welche die zum h. abendmahl einladenden geistlichen abweisen; vgl. u. gast 10, b.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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