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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gärtnerweib bis gartung (Bd. 4, Sp. 1424 bis 1425)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gärtnerweib, n. gärtnerin, doch meist geringschätzig:

die dieses gärtnerweib in ihrer einfalt schauen ...
Canitz (1727) 202;

du (caffeegott) der du mit caffee die Leipziger belebest
und zur vornehmen frau ein gärtnerweib erhebest.
Zachariä renomm. 3, 90.


 
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gärtnerwohnung, f.
 
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gärtnierer, m. für gärtner, im nordosten, s. u. gartnen 3.
 
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gartrecht, s. DWB gartenrecht.
 
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gartsack, m. follis, pera, saccus, gardtsack Henisch 1357, 30, musz eig. der sack des gartenden landsknechtes sein. anders franz. garde-sac.

[Bd. 4, Sp. 1425]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gartsegel, n. landsknechtisch, in der redensart im gartsegel umschiffen, die vorkommt in ihrem ordensliede (s. Kirchhof wend. 3, 107 Öst.), gleich auf der gart umziehen, umlaufen u. ä. (sp. 1383 fg.):

des mancher landsknecht frumme
im gartsegel umbschifft.
Uhland 516,

ihr heimatloses umhertreiben dem des schiffers verglichen, vergl. im finstern schiffen Kirchhof wend. 1, 553 von einem der heimlich entwischt.
 
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gartspiesz, m. oder gartenspiesz, der spiesz des gartenknechtes, gartenden landsknechtes: lasz den bettelstab faren und lege den gartenspiesz aus der hand. Pape bettel- u. garteteufel Aa 3b.
 
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gartstachel, m. stimolo, pongolo. Rädlein 321a, gleich garteisen, s. d. und gart 1, e.
 
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gartstreifig, auf der gart streifend: klosterläufige, gartsträufige .. fratzen. Fischart groszm. 60 (Sch. 592), das äu nur herbeigezogen durch den reim auf läufig.
 
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gartsturm, m.: die (?) gartsturm anschlagen. Birlinger 181b aus der bischöfl. strafordn. zu Augsburg; wenn das f. richtig ist, musz die glocke gemeint sein (vgl. unter gas 4, c), es heiszt sonst den sturm anschlagen, sturm läuten Schmeller 3, 657, aber anschlagen kann eig. nur der glocke gelten. gartsturm scheint sich auf gartknechte zu beziehen, die etwa in haufen (vgl. DWB garthaufe) ein dorf bedrohten, vgl. folgendes.
 
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gartung, f. vagatio militum Stieler 613, zu garten (spalte 1386), im 16. jahrh.: rottierungen, gartungen. Brem. wb. 2, 488; die verbotene gardungen. das.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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