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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gärtnerbursche bis gärtnerjunge (Bd. 4, Sp. 1423 bis 1424)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gärtnerbursche, m. lehrbursche oder laufbursche eines gärtners.
 
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gärtnerei, f.
1) gartenwerk M. Kramer 1719 2, 87a, gardening Ludwig 692, gartenarbeit oder gartenkunst Adelung; alles was die baum- und küchen-gärtnerey betraf. Göthe 17, 305. nutzgärtnerei, kunstgärtnerei, versuchsgärtnerei, landschaftsgärtnerei u. a.
2) gartenanlagen (früher gleichfalls gartenwerk genannt), gröszerer garten mit einschlusz des geschäftlichen betriebes:

er wohnet weit von hier, die Alster ganz vorbey,
noch hinter Böckelmanns bekannten gärtnerey.
Hagedorn 1, 62 (der schwätzer);

das rittergut soll nebst gärtnerei verkauft werden. Campe; von Heilbronn ... fort. der weg führt erst durch schöne gärtnerey. Göthe 43, 80, collectivisch.
3) vom garten eines handelsgärtners, handelsgärtnerei, mit einschlusz des geschäftlichen betriebes.
4) gleich gartengut, gärtnernahrung, in Sachsen.
 
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gärtnerfreude, f. Rückert poet. w. 2, 494.
 
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gärtnergesell, m. geselle eines gärtners. Gotter 3, 182, früher gärtnerknecht, s. d.
 
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gärtnerhaus, n.
1) das haus eines gärtners im gewöhnlichen sinne. Bürger 2, 18.

[Bd. 4, Sp. 1424]



2) wohnhaus eines gärtners im engeren sinne (s. DWB gärtner II, 2):

dort fliehen helden her, dort laufen dreiszig reuter,
die greifen kühnlich an ein wüstes gärtner haus
und schmeiszen ofen ein und schlagen fenster aus.
Logau 1, 4, 47 (eine heldenthat);

der grosze krieg hatte viele solcher gärtnerstellen wüste gelegt.
 
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gärtnerhäuslein, n. gleich gärtnerhaus 2, schlesisch, im jahre 1615 wird in einem dorfe ein erbscholz eingesetzt und u. a. begabt mit einem freien gärtner heuslein, darin er vor sich und die seinigen auf seinem gut arbeiter darauf zu setzen macht haben soll. cod. dipl. Sil. 4, 286.
 
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gärtnerieren, s. DWB gärtnen 3.
 
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gärtnerin, f.
1) gärtnersfrau: gartnerin oder kreuterin, olitrix, altrix. voc. 1482 k ijb, gartnerin auch weisth. 4, 125, elsäss. 14. jahrh. (der bed. nach zu 2); gartner und gertnerin, so hie burger sind. Nürnb. poliz. 272, von der gärtnerinnung.
2) frau oder mädchen, die gärtnerei treibt, die gartenkunst versteht: ich wünsche (mir) eine rechtschaffene christliche frau .. eine reinliche verständige köchin, und eine aufmerksame gärtnerinn. Möser phant. 1, 121; von der natur, die selbst die vollkommenste gärtnerin ist. Sulzer theorie 2, 297b s. v. gartenkunst.
3) herrin in einem garten, z. b. im liebesgarten (sp. 1399):

er sprach: gott grüsz euch, frau gertnerin u. s. w.
Uhland volksl. 102.


 
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gärtnerinnung, f. innung von gemüsegärtnern, z. b. in Frankfurt a. M. bis vor kurzem.
 
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gärtnerisch, adj. zu gärtner, hortensis, hortulanus Kirsch 2, 129b, Steinbach 1, 560, Frisch 1, 322a; gärtnerische verzierungen. F. Schulz bei Campe.
 
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gärtnerjunge, m. gärtnerbursche: der schäfer war damahl ihr gärtnerjung. Fr. Müller 3, 371.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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