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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gartengebäude bis gartengesellschaft (Bd. 4, Sp. 1404 bis 1405)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gartengebäude, n. gebäude im garten, gröszeres gartenhaus (Krünitz 16, 394): als ich, in den kreis der hohen bäume tretend, die säulenhalle eines köstlichen gartengebäudes vor mir sah. Göthe 24, 88 (in der mitte des gartenparterre stehend), im neuen Paris.
 
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gartengeheimnis, n. bei den gärtnern, gewisse kenntnisse und künste im gartenbaue, die sie geheim halten. Campe; ein buch: bewährte gartengeheimnisse, wie pflanzen und blumengewächse zu tractieren ... Nürnb. 1734.
 
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gartengeil, ein kraut. Kellers erz. aus altd. handschr. 480, 16; vergl. gartheil.
 
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gartengelände, n. gartenland (vgl. gelände):

das wär dir ein schönes gartengelände,
wo man den weinstock mit würsten bände.
Göthe 2, 240.


 
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gartengeländer, n. geländer im garten, z. b. zum wein, s. öcon. lex. 775.

[Bd. 4, Sp. 1405]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gartengemüse, f. gemüse im garten gebaut. Campe, Rädlein.
 
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gartengenosse, m. genosse im gartenleben, ein baum spricht:

o verletze mich nicht, den treuen gartengenossen,
dem du, als knabe, so früh manche genüsse verdankst.
Göthe 1, 324 (Amyntas).


 
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gartengenusz, m. genusz vom garten, mietwohnungen z. b., zu denen kein eigner garten gehört, werden vermietet mit gartengenusz, sodasz der mieter vom garten des hauswirtes den genusz hat, darin zu weilen; auch wer einen garten hat, nennt z. b. beeren, gemüse die von da auf den tisch kommen, seinen gartengenusz. vgl. DWB gartennutz.
 
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gartengerät, n. gerät zur gartenarbeit ( Adelung), wie spaten, rechen, hippe u. s. w., auch gartengerätschaften.
 
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gartengeschmack, m. der geschmack in der gartenkunst: ein ganz guter mittelweg zwischen der steifigkeit des französischen gartengeschmacks und der gesetzlosen freiheit des sogenannten englischen. Schiller 1236a; der poetische gartengeschmack. 1235b.
 
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gartengesellschaft, f. gesellschaft in einem garten, schon im 16. jahrh. z. b. ein geschichtenbuch von Jac. Frey, ein new ... bchlein, genant die Gartengesellschaft, darin vil frölichs gesprächs, schimpfreden u. s. w. wie ie z zeiten die selben in den schönen gerten, bei den klen brunnen, auf den grnen wisen, bei der edlen music und andern ehrlichen gesellschaften .. auf die ban werden gebracht. 1556. 1575, auch als 2. theil des rollwagens (Gödeke grundr. 374). daher bei Fischart: und du mein gartengesellschaft vom Rollwagen, vom Markschiff,*) von der Spigeleulen. Garg. 17a (Sch. 16).

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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