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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gallabführend bis gallblater (Bd. 4, Sp. 1182 bis 1183)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gallabführend, felliducus Kirsch 2, 128a, gall abführend, ein vomitiv Aler 833b, s. DWB galle.
 
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gallapfel, m. galla. Rädlein 318b.
1) zuerst im 15. jahrh.: galla, galöpfel. Dief. 641a, galopfel nov. gl. 188b (ohne ausgedrückten umlaut), öpfel aus dem plur. epfel, wie schon bei Megenberg (Lexer 1, 86), vgl. galla eichenlaubepfel Dief. 641a; der gallöpfel Maaler 155d, Dasyp. 83d;

sechszehn und acht und danach vier
ist dintenzeugs ein recht manier,

das ist, 16 groszer und kleiner gallöpfel in masz und zahl, 8 des vitriols und 4 des gummi an gewichte. Spangenberg aller weish. lustg. 491. gallapfel 16. jh. s. z. b. unter dem zweiten galle 1, d. Auch nl. galappel Kil., schw. galläpple, dän. galäble.
2) der ältere name war eichapfel, galla, 'pomum quercus', in einem voc. mit dem zusatze usz welschem lande (die galläpfel kommen aus der levante) s. Dief. 256b, auch dwarchappel, laubapfel, reisapfel das., 13. jh. 'galles, eichenepele' sumerl. 57, 15, apfel gleich runde frucht überhaupt (s. 1, 533); noch engl. auch oak-apple, nd. eikappel Danneil 45a, auch hd. eichapfel noch im öcon. lex. Lpz. 1731 754. s. auch gallnusz.
3) der lat. name war galla, daher ital. galla, franz. galle f., altengl. galle galla prompt. parv. 185a, jetzt oak-gall; eigen ags. galluc Ettm. 409. vgl. unten galles, galls.
Dazu galläpfelfliege (s. gallinsect), galläpfelbad (bei seidenfärbern), galläpfelsalz, galläpfelsäure (s. DWB gallussauer) u. a., s. Campe.
 
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gallart, s. DWB gallerte.
 
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gallartig, wie gallertig: verhält es sich so, so müssen sich im allgemeinen vorrathshause der seelen eben sowol verkrüppelte .. gallartige .. seelen finden, als es körper dieser art im vorrathshause der keime .. gibt. Klinger 11, 164.
 
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gallaune, s. DWB galaune.
 
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gallbeere, s. DWB galle 3, a.
 
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gallbitter, bitter wie galle. Frisch 1, 314b, Fromm. 5, 466:

gall-bitter ist ihr herz, wan honigsüsz ihr mund.
Weckherlin 124 (ps. 28).

auch gallebitter, gallenbitter, gall-enzianbitter Fromm. 5, 469.

[Bd. 4, Sp. 1183]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gallblase, f. vesicula fellis, worin der bittere saft der galle eingeschlossen ist. Frisch 1, 314b, Rädlein 318b. schw. gallblsa. vgl. gallenbläslein. Auch gallblase blutader, vena cystica Frisch.
 
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gallblasengang, m. ductus cysticus. Frisch, schwedisch gallblsegng. vgl. DWB gallengang.
 
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gallblasenstein, m. stein der sich in der gallenblase bildet, gallenstein. schwed. gallblsesten.
 
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gallblater, f. choledocus. Denzler 2, 121a (mhd. blâtere, blase), wie folg.; vgl. DWB gallenblatter. ebenso engl. gall-bladder.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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