Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
galeotte bis galgan (Bd. 4, Sp. 1162 bis 1164)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) galeotte, galiotte, f. kleine galee: galeotte, f. galea biremis Henisch 1335, Stieler 2424, Rädlein 318a, galliot f. oder n., eine grosze schmack u. s. w. Ludwig 685, galiotte f., halbe galee, bombardiergaliotte Frisch 1, 313c. Noch bei Schiller: die verachtung dieses knaben schmerzte mich bitterer als dreijähriger galliotendienst. 4, 69, 14 (verbr. aus verl. ehre); im galliotenparadis das ganze eisenmagazin Vulkans hinterherschleifen. 2, 40, 25 (räuber 1, 2), doch könnte das auch zum folg. gehören. Ital. galeotta, span. galeota, franz. galiote.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galeotte, m. ruderer auf einer galee Frisch 1, 313c: galeoten pl., 18. jahrh., s. unter galeenmäszig, schon mhd. galiôt (auch seeräuber, s. unter DWB galeon 1, a);

die wellen schlagen übers schiff
und nehmen uns viel galeoten.
Keisersbergs narrensch. bei Frisch;

[Bd. 4, Sp. 1163]


galioten, remiges, galeenbuben Henisch 1335. ital. galeotto galeerensclave (auch galgenstrick), span. galeote, älter frz. galiot. Bei Henisch auch galiotte von gewissen bettlern, und galeotisch hosen von einer gewissen modetracht der hosen, aus Frankreich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galerie, gallerie, f. das franz. galerie, ital. galleria, in Italien schon im 9. 11. jh. mlat. galeria, s. Ducange, Diez wb. 2. ausg. 1, 199, nach dem es seinen ursprung mit den schiffsnamen it. galea, galera zu suchen haben wird; vgl. das schiff der kirche, das mit seiner länglich schmalen form und seinen säulenstellungen sogar ähnlichkeit mit einer galerie hat. Littré 1, 1821a verweist auf ein mlat. galilea, altfranz. 13. jh. galilée, säulengang der kirche.
1) hd. zuerst bei Henisch 1335, 21: galerei .. nobis ärker, pergula .. ambulacrum .. partes domus eminentes, unde aspectus est nobis in vicos et plateas .. et xystus, porticus tecta .. et peristylium, et lorica (s. 9); vor ihm nl. bei Kil.: galerye, gank in't huys, pergula, ambulacrum; galerye boven toe, xystus, porticus tecta, galerie couverte. also wesentlich ein anbau am hause, offen oder gedeckt, theils zum spazieren, theils zum ausschauen, besonders mit säulen und bogen, auf jeden fall ein vornehmes stück, wahrscheinlich mit dem ital. geschmacke in die fürstenpaläste, reichen kaufmanns- und rathäuser verpflanzt an stelle der deutschen laube (s. d.): auf der gallerie spazieren. Stieler 2424 (er gibt auch noch galerey); das pauken und trompetten ist ein alter teütscher brauch (bei hofe) ... bei dem alten herzog August von Braunsweig stunde der bauker in einer galerie vor des herzogs cammer (d. i. gemächern), und so bald der herzog aus seinem apartement ging, paukte man. Elis. Charl. v. Orl. (1867) 116; man hat sich diese galerie im schloszhofe zu denken, als umgang und zugleich verbindung der verschiedenen gemächer, nach dem hofe zu offen, mit säulen und bogen und geländer, wie das auch in bürgerhäusern nachgeahmt wurde, wenn auch oft nur von holz, wie sie doch auch vorher wol schon vorhanden waren.
2) ein eben solcher gang mit verglasten bogenöffnungen, dann auch in den eigentlichen umfang des schlosses oder hauses hereingezogen, selbst ins innere versetzt, doch immer noch als wandelgang oder zum verkehr der in den verschiedenen darein mündenden gemächern wohnenden, auch zur verbindung verschiedener theile oder flügel des gebäudes. das vorletzte z. b.: einer .. kam zu mir in der gallerie .. wie die gallerie ganz voller leute von einem end zum andern war u. s. w. Elis. Ch. v. Orl. (1871) 654, es ist förmliche assemblée da.
3) bildergalerie, gemäldegalerie: gallerie, da die mahlerei u. s. w. ausgestellt wird, kunstkammer, pinacotheca. Aler 834a. das ist urspr. nichts als die galerie unter 2 in fürstl. schlössern, die mit ihrer einen langen wandfläche und der gleichmäszigen beleuchtung von der andern seite sich trefflich zur anbringung von gemälden darbot, wie es z. b. noch die bildergalerie im königl. schlosse zu Berlin ist, zugleich eine galerie im alten sinne; man nahm dazu gern eine sog. grosze galerie in schlössern, wie im Louvre zu Paris. Der name blieb dann auch da, wo der gemäldesammlung ein eignes gebäude gewidmet ward, z. b. die frühere bildergalerie zu Dresden, nur dasz dem worte der begriff der fürstlichen bildersammlung in einer residenz, sei es stadt oder lustschlosz, noch lange anhaftete. vergl. den artikel galerie in Sulzers theorie der sch. k.
4) diesz übertragen auf werke, welche eine gemäldesammlung in nachbildungen darstellen (vergl. Sulzer), besonders auf eine portraitsammlung berühmter männer u. ä., auch ähnlich sonst als büchertitel, z. b. galerie berühmter zeitgenossen, lebensbeschreibungen, mit oder ohne bilder. Dann von bloszen charakteristiken in einer reihe: und wir getrauten uns eine solche galerie von charakteren, nach lebendigen und abgeschiedenen mustern .. wol aufzustellen. Göthe 54, 105 ('Newtons persönl.'), charaktere werden ja 'gezeichnet, skizziert' u. ä., auch das aufstellen passt auf eine bilderreihe. Auf 'bilder' der natur übertragen:

ich könnte noch ...
natur, in deiner bildergallerie
nach wundern suchen, ach! und fände
das letzte wunder nie.
Gökingk lied. zw. lieb. (1777) 116.


5) galerie in theatern, für zuschauer, dem urspr. begriffe u. 1 noch nahe stehend. obwol von mehreren galerien die rede ist oder war, wie z. b. schon das erste Dresdener comödienhaus vom j. 1664 zwei galerien hatte (Fürstenau zur gesch. d. mus. u. d. theat. am hofe zu Dr. 1, 325. 329), spricht man doch auch von der galerie, als nur einer, dem geringsten platze, für den pöbel; so, wenn Lessings bruder aus Hamburg v. j. 1768 von aufführung

[Bd. 4, Sp. 1164]


eines volksstückes berichtet: auf der gallerie (im gegensatz zum leeren parterre) befanden sich die kenner und gelehrten. sie wuszten auf ein haar, wenn der schauspieler nicht recht hamburgisch kauderwelschte. Lessing 13, 143; dergleichen unzweideutigkeiten wurden .. in den logen länger beklatscht als auf der gallerie. E. Devrient gesch. d. d. schausp. 1, 362. das hoftheater zu Weimar hatte zu Schillers zeit einen balkon, den theuersten, und eine gallerie, den wolfeilsten platz (s. den theaterzettel zur ersten aufführung des Tell in der Hempelschen Schillerausg. 6, 11). noch jetzt heiszt auch in unsern groszen theatern mit drei, vier rängen, wie man in neuerer zeit die galerien im titel erhöht hat nach frz. muster, der oberste für den gemeinen mann volksmäszig und im recensentendeutsch die galerie (aus noch älterer zeit her das paradies), man spricht vom beifall der galerie, galeriepublicum. Das setzt voraus, dasz in der ersten zeit eben nur eine galerie bestand, sei es bei hofe, wo man dieselbe etwa dem bürgerstande zum stehen einräumte, während hof und adel im grunde vor der bühne selber platz nahmen, sei es dasz es von der galerie in tanzsälen herrührt, worin wol wandernde truppen ihre bühne aufschlugen, wie noch jetzt.
6) galerie in tanzsälen, concertsälen, turnhallen u. ä., eigentlich für unbetheiligte zuschauer, die mehr zugelassen als zugehörig sind; auch dahinter mag ursprünglich eine höfische einrichtung liegen. das franz. wort bezeichnet daher auch die zuschauerschaft z. b. bei einem ballspiele, was auf eine galerie in den alten ballhäusern deutet, die dem hof und adel dienten: porticus, die gallerie, porticus interior die gallerie von innen, als theile des ballhauses bei Pomey indic. 456. als erster anfang dazu böten sich die galerien unter 1, umgänge in schloszhöfen, denn da im hofe wurden solche spiele geübt.
7) sonst gilt das wort volksthümlich noch von bogengängen, z. b. am markte, unter rathäusern, nach einer seite offen, auch noch laube genannt. dann von umgängen oder verbindungsgängen in den höfen städtischer häuser, wofür doch auch, z. b. in Leipzig, das alte einfache gang noch lebt. dieser bürgerliche gebrauch musz wol auch franz. sein, denn daraus erklärt sich eine angabe Frischs im franz. wb.: 'aller à la galerie, auf das heimliche gemach gehen' (das eben auf dem gange angebracht ist).
8) auf schiffen ein 'gang auszen am schiffe' Frisch a. a. o., am hindertheile, es gibt achtergalerie, seitengalerie.
9) im festungs- und belagerungswesen, lange schmale gänge zu mehrerlei zwecken, z. b. für minierer. auch das schon in der ersten zeit, wie Henischs lorica unter 1 zeigt.
10) im bergbau hie und da gleich strecke (s. d.). Veith 211.
11) die kunstgeschichte spricht von galerien im romanischen baustile, z. b. am Bonner dome: über den arkaden durchbricht eine zierliche galerie die obermauer. Lübke gesch. der arch (1870) 375; apsis, die unter dem dachgesims von zierlicher (l. einer zierlichen) säulengalerie bekrönt wird. 373; offene galerien auf gekuppelten säulen (am landgrafenhause der Wartburg). 350. wie nannte mans in der zeit selber?
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galer, m. hut, s. DWB galler.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galf, m. schrei, geschrei, mhd. galf wb. 1, 518b, Lexer 1, 727 (strîtes galf, schlachtgeschrei):

sy ... schrien uns verr hinden nach
mit lautem galm und graszem (a für o) galf,
als dy pauren über dy walf (wölfe).
Beheim Wiener 204, 11;

ebenso gilf das. 309, 19, beide zum starken gelfen (s. d.). nebenform galp, galb, s. d., auch galfen, galfe m.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galfe, m. schimpfwort, wahrsch. schreier, prahler (s. DWB gelfen), bei M. Beheim Wiener 184, 1. 223, 14 von gegnern dy schnöden galfen, auch golfen 257, 2; nach Beheims östr. art kann auch mit jenem vielmehr golfen gemeint sein, wie der reim 184, 1 gehalfen für geholfen bietet, ähnlich in der zweiten stelle. ebenso gilfe m. Lexer 1, 1016, Teichner s. 17 Kar.; s. DWB galf und DWB gelfen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galfe, f. ein getreidemasz, tirol., s. Schm. 2, 33, Schöpf 170, Scherz 465, gleich galvei, in der endung vereinfacht.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galfen, bellen, schreien u. ä., s. DWB galben.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
gälfen, gälfern, s. DWB gelfen, DWB gelfern.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galg, s. DWB galgen, auch galgant 2, c.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
galgan, galgant u. ä., galanga u. a.
1) galgant m. ist die heutige form (vgl. unter c).
a) eine ostindische wurzel, früher lange in ärztlichem gebrauche oder als gewürz (s. 2, a), der officinelle galgant, maranta galanga Nemnich 3, 507, auch der kleine galgant zum unterschiede vom groszen, sinesischen galgant, Kaempferia galanga 277.
b) auch auf heimische, europ. pflanzen übertragen: deutscher galgant, schoenus mariscus Adelung, eine art stickgras; bei Nemnich

[Bd. 4, Sp. 1165]


wb. 176 auch galgant für scirpus sylvaticus und carex acuta, vulpina etc., bei Frisch 1, 314a wild galgan, cyperus, juncus angulosus, κύπειρος u. a., vgl. Voss unter c, Trochus u. 2, b. gewiss wegen ähnliches gebrauchs der wurzel, vgl. schon Megenbergs angabe über fälschung des galgan 368, 27.
c) mit dem angeschobnen t übrigens schon im 15. jahrh. und früher: galgant, als specerei Baaders Nürnb. poliz. 128, Megenberg 368, 19 var.; galgant, galganum, galanga, galgana. voc. 1482 k 1b, auch in andern vocc. Dief. 256b. ebenda auch galgent, selbst galget, im voc. inc. teut. h 1b aber 'galgant ... vulgariter galgen', also längst eingewurzelt und deutsch weitergebildet. So ist denn die betonung galgánt bei Adelung eine gelehrte widerherstellung, wahrscheinlich von apothekern, ohne not und nutzen, da es so doch noch lange nicht lat. ist; gálgant bezeugt z. b. folg.:

wo lotos gedeiht, wo nährender galgant.
Voss Od. 4, 603,

in der ersten ausg. gálgan (s. 2), homer. κύπειρον (vgl. Frisch unter 1, b, Trochus und Henisch unter 2, b):

überwachsen mit klee und würzeduftendem galgan.


2) älter und echter galgan.
a) so mhd. galgan, auch galgân nach reimen (s. Trochus u. b), s. Lexer 1, 727; galanga haiʒt ain galgan ... wechset in Persenlant .. die wurzel haiʒ wir galgan. der pest galgan ist, der rœtlot ist u. s. w. Megenberg 368; und nim denne ingeber und galgân und negelîn, die stôʒe under einander. buch v. guter speise § 2.
b) nhd. galgan: galanga galgaen, cyperus wilder galgan Trochus K iijb, also noch galgân, daher mrh. 15. jahrh. galgayn Dief. 256b; galgan, galgant, galgas, galgenwurzel, galanga, radix odorata et acris, nascens in provinciis Chinae et Joniae (Indiae?), est major et minor, rechter galgan cyperus Babylonicus, wilder galgas curcuma cyperus, juncus quadratus etc., süszer wilder galgan, indianische zuckerwurz, cyperus dulcis. Henisch 1335. galgan noch Rädlein u. a., vgl. Voss u. 1, c.
c) aber auch gekürzt oder deutsch behandelt galgen, im 18. jh. bei Steinbach 1, 537 und schon im 15. jh. Haupt 2, 152 (erlösung 5719), s. das 'vulgariter galgen' 1, c; so snide galgen in den mund und schluck die spaichelen. Birlinger Augsb. wb. 177b. daraus weiter galge galanga Brack voc. Lpz. 1491 47b, selbst galg Dief. 256b. — Daher denn verdeutlicht galgenwurzel Henisch unter 2, b, galgenwurz galanga voc. 1482 k 1b, cyperus Aler 833a (neben galgant 832b), noch nd. z. b. in Mekelnburg galgenwöttel.
3) noch andere formen.
a) im 16. jahrh. galigan u. ä.: galganum, est nomen herbe, galigan. voc. opt. Leipz. 1501. 1508 M 1a; ebenso nd. 15. jahrh. Dief. 256b, auch galligan 16. jh.: wen men des morgens (zur ader) laten wil, so schal me des avendes galligan seden in wyne unde drinken. Wiechmann mekl. altnied. lit. 1, 67. auch nl. galigaen, cyperus Babylonius, galanga vulgaris Kil. Und so früher noch: galinga, galigan. Mones anz. 4, 245, nd. um 1300; galgana, galegan. sumerl. 66, 26; ciperus, wîʒ galigân Nyerup symb. 408, für die länge spricht die nl. form vorhin, auch nd. garigaen Dief. 256b, gallegaen n. gl. 188a, vgl. u. 2, b. auch mit erweichtem g galian (galien) Dief. 256b.
b) das nähert sich denn dem lat. galinga, scheint aber die ungewöhnliche betonung gálinga vorauszusetzen, aus der es sich leicht begriffe; aus gáligân ward dann das gálgân, galgen u. 2. Aber gálinga ist nicht die urspr. lat. form, sondern gálanga, wie wol auch betont wurde, gr. γάλαγγα? So auch ahd. galangan Graff 4, 184, und, allerdings mit gewöhnlichem tone, ital. span. galanga, altfranz. galange, altspan. altfranz. garingal, engl. galangal, s. Diez2 1, 198, es geht auf ein arab.-pers. wort zurück, s. das. und Weigand 1, 385. die betonung galángan auch bei uns verrät galangenboun (baum) galanga Wack. voc. opt. 48b.
c) aus galánga dann auch 'gelángt oder gálgan' Brack bei Dief. 256b, reiner 'glanga, geláng, gálgen' nov. gl. 188a, also beide betonungen noch im 15. jh. neben einander. Endlich eine vermischung mit galban (s. d.), wol aus ähnlichem ärztlichem gebrauche. denn in vocc. des 15. jahrh. erscheint galbanum als galigaen, galgan Dief. 256a, und noch im brem. wb. 2, 478 für oleum galbani galgenbômsölje, zugleich wol witzelnd an den galgen angelehnt. vgl. DWB galgenbaum 2.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer