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gabelthier bis gabenfrei (Bd. 4, Sp. 1124)
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[Bd. 4, Sp. 1124]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gabelthier, n. in scherzhafter wissenschaftlichkeit vom menschen:

von dem berühmten gabelthier,
der mensch genannt.
Kotzebue dram. sp. 1, 67.


 
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gabelträger, m. furcifer, furcarius, gabeltreger, gabiltrager Dief. 253a 15. jh., sieht aus wie nur übers. von furcifer (vergl. DWB gabel II, 4); doch Fischart braucht es, im katalog der päpste: zum letzten können wir zum beschlusz oder gabeltrager (bei Marnix nur slot) dises geburtsstammens kein bessern finden dann Julium den zweiten. bien. 216a (1588 238b), 'der eine gabel trägt zum anhängen des letzten gliedes der kette', er spricht von 'gliedern' des stammbaums.
 
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gabelung, f. wie gabeltheilung, s. DWB gabeln 3.
 
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gabelwagen, m. wagen mit gabeldeichsel. Adelung.
 
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gabelweg, m. weg der eine gabel bildet. J. Paul Tit. 1, 168.
 
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gabelweihe, f. m. falco milvus, gabelgeier. schweiz. gäbelivogel Tobler 209a.
 
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gabelwerk, n. in windmühlen, eine vorrichtung um den mehlbeutel in wagerechter richtung zu schütteln. Campe.
 
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gabelzacke, gabelzinke, f. M. Kramer 1787.
 
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gabelzahn, m. eine venusmuschel.
 
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gaben, dotare. voc. 1429 Schm. 2, 9, Dief. 190c, donare 190b, als gabe geben, mit gaben beschenken, mhd. gâben (ganz verschieden von gëben), mnd. gâven munifacere Dief. 371c: es gehört ouch dem gotzhus zu Münster .. der Niderhof .. von dem grafen von Lenzburg daran gegabet. Tschudi 1, 202a, vgl. gabbrief, gabe 2;

als si das krenzlin gobet mir (s. 5, 2049),
ein schub und rock macht ich ir an (als gegengeschenk),
das si solt zierlich inhar gan.
Murner geuchmatt 1041 Sch.;

kein pilger ... der nicht auf dem altar
ein frommes opfer gabte.
Pfeffel.

Besonders von hochzeitsgeschenken, mhd. lieders. 3, 409 der brût gâben;

daʒ gaben auch ein ende nam.
Wittenweiler ring 34c, 42;

und noch schweiz. Stalder 1, 409 (auch vergaben, dazu ummegaben gegengeschenk machen), auch siebenbürg. Fromm. 4, 284, also für rhein. gebrauch zeugend. deutschungr. trans. die braut gaben, auch morgengaben Schröer 52b. Sonst nur begaben, vergaben.
 
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gabenfrei, abgabenfrei (s. DWB gabe II, 1, a):

studentengut ist gabenfrei.
Picander 2, 334.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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