Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterwand bis futterzeug (Bd. 4, Sp. 1100 bis 1101)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterwand, f. livländ. was futterzeug. Gutzeit 1, 304a. mhd. want n., zeug zu kleidung, s. DWB wand n. und leinwand.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwanne, f.
1) eine wanne zum schwingen und bringen des futters für das vieh, namentlich des habers für pferde. schw. fodervanna, aus dem deutschen entlehnt. fterwannen (die), corbis pabulatoria. Maaler 152d, bei Frisius fehlend. futterwann, korb, futterschwingen, vannus, ventilabrum, vas latum, vimine contextum, quo aceres et frumenti retrimenta ad ventulum excutiuntur et repurgantur. Henisch 1325, 27.

mein nasz ist breit, bluntsch, munck und kurtz,
daran die naszlöcher auffzannen,
breitn sich ausz wie ein futterwannen.
H. Sachs III. 3, 16a (1588 12a).


obscen, auf das weibliche glied übergetragen:

und lasz sie mit einander zannen,
pisz er ir das sper bringt in die futerwannen. fastnachtsp. 161, 4;

da thu ich heimlich mit in (den hausmeiden) spilen
in irer unter futerwannen. 375, 15. 793, 6, wo aber spiln und untern.


2) ein einer futterwanne ähnliches strafwerkzeug, in das der zu bestrafende gespannt wurde: in eine futterwanne gespannet

[Bd. 4, Sp. 1101]


und also zerkarbäitscht. Simplic. (Keller) 171, 12; ein laquey musz zu allem gnädigst sagen, als zum exempel: mein herr hat ... mir gnädigst ohrfeigen geben, gnädigst in die futterwannen gespannt, adjeu Jodel, ich hab gnädigste commission. Callenbach Wurmland 40; du loser lecker, sollst du mir so reden? hätte lust, dich in die futterwanne zu spannen. dessen eclipses 52 (55).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwannig, adj. wie eine futterwanne grosz. die statt Bern, im sack gebawt, saccagird man umb die futterwannige parmasangmäse käsz, unnd steckt sie mit jhren lauben zu käsz und brot in sack. Fischart Garg. (1608) D ijb. eine der drei arten parmesankäse, der formaggio di forma oder käse in groszer form, ist gebildet wie ein runder schleifstein und wiegt wenigstens einen halben centner, hat also auch einigermaszen ein einer futterwanne ähnelndes aussehen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterweide, f. futter das verzehrt wird. futerwaide oder speyse, pabulum. voc. theut. 1482 i 8a. auch wol eine an futter reiche viehweide.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwelle, f. eine welle aus zweigen mit laub zu futter, zumal für schafe und ziegen. es kann dieses laub noch grün sein und in diesem zustande verfüttert werden, aber man kann es auch zu späterer fütterung dürr werden lassen. das von der fütterung bleibende holz ist dann zum brennen. auch laubfutterwelle, zusammengesetzt aus laubfutter und welle.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwerk, n. pelzwerk zu unterfutter schw. foderverk, dän. foervärk.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwerth, m. der gehalt wie der preis, die das futter hat. fütterungsartikel von verschiedenem futterwerth. bei einem vorübergehenden regen in der heuernte pflegt der landmann zu sagen: »es regnet haber ins heu«, aber bei häufigem regen verliert das heu sehr an futterwerth und kann selbst verderben.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwicke, f. vicia sativa, eine so wol zu grünem futter und heu, als auch zu körnerfutter für das vieh sehr häufig auf dem felde gebaute einjährige schotenfrucht. Krünitz 15 (1786), 591. Weber ökonom. lex. 176b. futterwicke, vicia pabularis. Stieler 2531. schw. fodervicker m., dän. fodervikke.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwiese, f. eine wiese deren gras als grünfutter verfüttert wird. das wort kommt auch als name einer wiese des dorfes Heidelbach bei Alsfeld in Oberhessen vor.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterzeit, f. die zeit des fütterns. so z. b. bei einem brütenden vogel die zeit, wann er sein futter sucht: merke im frühling, wo er (ein schwarzspecht) in einen hohlen baum nistet; wenn nun die brutzeit vorbey ist, und er ausfleucht nahrung zu suchen, so treibe einen harten quast in die öffnung des einflugs. stelle dich hinter den baum auf die lauer, bis der vogel zurück kommt zur futterzeit. Musäus (1787) 5, 173.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterzeug, m. und n. zeug zu unterfutter unter kleidungsstücke. der futterzeug, textum subsutile. Steinbach 2, 1101.
schw. fodertyg n.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer