Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fütterungsgegenstand bis futterweide (Bd. 4, Sp. 1100 bis 1101)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fütterungsgegenstand, m.: spreu und stroh sind als fütterungsgegenstände gesucht.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fütterungsstunde, f. die stunde zu der gefüttert wird: die fütterungsstunde der dort zur schau stehenden wilden thiere schien herangekommen. Göthe 15, 309.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fütterungsversuch, m.: einen fütterungsversuch mit laub machen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtervorrath, m. aufgehäuftes futter für thiere zur verwendung in der zukunft: dadurch, dasz grünfutter mangelt, ist der futtervorrath manches viehzüchters schon bedeutend zusammengeschmolzen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwaare, f. was zu futter für thiere, zumal vieh feil gehalten wird oder überhaupt verkäuflich ist. erbsen, kochwaare 51—61 thlr., futterwaare 44—51 thlr. markt- u. waarenberichte von Berlin im Frankfurter journal vom 16. april 1871. eine gesuchte futterwaare sind leinkuchen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwachs, m.
1) das wachsen des futters für das vieh. die anhaltende trockne übt einen schädlichen einflusz auf den futterwachs. öffentliches blatt 1871 aus Mannheim.
2) das was als futter für das vieh wächst oder gewachsen ist.
Vgl. heuwachs, heuertrag, wiesenwachs, weinwachs.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwalm, unverkürzt futterwalme,m. heuhaufe, heuschober zur aufbewahrung als futter für das vieh, und zwar auf der wiese, überhaupt im freien, aber auch der heuboden, d. h. der grosze raum neben der banse (heutile) und dem stallstock, mit aufgeschichtetem heu, dann die banse selbst. man hört gewöhnlich blosz walm, s. schweiz., bair. walm bei Stalder 2, 433, Tobler 439a, Schmeller 4, 71. 61. auch schwed. hvalm, vlm, m. heuhaufe auf der wiese, überhaupt heuhaufe, neuniederl. walm, m. strohflausch zum decken eines daches.
im besondern heu auf zwei entgegengesetzten seiten, d. h. links und rechts gegen einander, in wellenförmige reihen zusammengerecht, bestimmter schwarbwalm. Stalder 2, 360. drunten im gang schüttete er wieder, und die futterwalmen zog er so schön und exact, wischte dann mit dem besen den gang zwischen dem ross- und kuhfutter, dasz es eine freude war. Gotthelf Uli der knecht 137; er blickte in den futtergang und konnte lange seine augen nicht herausbringen, als er die schönen runden appetitlichen futterwalmen sah und den gesäuberten gang dazwischen. 138.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwand, f. livländ. was futterzeug. Gutzeit 1, 304a. mhd. want n., zeug zu kleidung, s. DWB wand n. und leinwand.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwanne, f.
1) eine wanne zum schwingen und bringen des futters für das vieh, namentlich des habers für pferde. schw. fodervanna, aus dem deutschen entlehnt. fterwannen (die), corbis pabulatoria. Maaler 152d, bei Frisius fehlend. futterwann, korb, futterschwingen, vannus, ventilabrum, vas latum, vimine contextum, quo aceres et frumenti retrimenta ad ventulum excutiuntur et repurgantur. Henisch 1325, 27.

mein nasz ist breit, bluntsch, munck und kurtz,
daran die naszlöcher auffzannen,
breitn sich ausz wie ein futterwannen.
H. Sachs III. 3, 16a (1588 12a).


obscen, auf das weibliche glied übergetragen:

und lasz sie mit einander zannen,
pisz er ir das sper bringt in die futerwannen. fastnachtsp. 161, 4;

da thu ich heimlich mit in (den hausmeiden) spilen
in irer unter futerwannen. 375, 15. 793, 6, wo aber spiln und untern.


2) ein einer futterwanne ähnliches strafwerkzeug, in das der zu bestrafende gespannt wurde: in eine futterwanne gespannet

[Bd. 4, Sp. 1101]


und also zerkarbäitscht. Simplic. (Keller) 171, 12; ein laquey musz zu allem gnädigst sagen, als zum exempel: mein herr hat ... mir gnädigst ohrfeigen geben, gnädigst in die futterwannen gespannt, adjeu Jodel, ich hab gnädigste commission. Callenbach Wurmland 40; du loser lecker, sollst du mir so reden? hätte lust, dich in die futterwanne zu spannen. dessen eclipses 52 (55).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterwannig, adj. wie eine futterwanne grosz. die statt Bern, im sack gebawt, saccagird man umb die futterwannige parmasangmäse käsz, unnd steckt sie mit jhren lauben zu käsz und brot in sack. Fischart Garg. (1608) D ijb. eine der drei arten parmesankäse, der formaggio di forma oder käse in groszer form, ist gebildet wie ein runder schleifstein und wiegt wenigstens einen halben centner, hat also auch einigermaszen ein einer futterwanne ähnelndes aussehen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterweide, f. futter das verzehrt wird. futerwaide oder speyse, pabulum. voc. theut. 1482 i 8a. auch wol eine an futter reiche viehweide.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer