Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterstöszer bis futtertuch (Bd. 4, Sp. 1096 bis 1097)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterstöszer, m. ein werkzeug zum kleinstoszen von wurzelgewächsen, die gefüttert werden sollen, in einem troge, sei es nun ein futterstampfeisen oder ein mit einem stiele versehenes hohes und dickes rundes holz zum zerquetschen. s. futterstampfeisen und stöszer.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterstrick, m. ein strick zum zusammenbinden des futters für das vieh. mhd.

daʒ sîn gürtelborte
ein hänfîner vuoterstric
würd.
Helbling nr. 8, 317.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterstroh, n.
1) überhaupt alles stroh von getreidearten und hülsenfrüchten, welches das vieh friszt. Lübeck ökonom. lex. 1, 250. mitteld.

daʒ mit dën fûterêren riten
die rittere und sich wagten alsô
arbeitlîch um ein fûterstrô. Ludwigs kreuzfahrt 3871.

nhd. das beste futterstroh ist haber- und gerstenstroh, dann stroh von wicken, erbsen, bohnen u. s. w. s. Lübeck a. a. o. und vgl. auch Zincke öconom. lex. 846.
2) zum füttern des viehes bestimmtes stroh, stroh das mit dem vieh verfüttert wird. im gegensatze vom stroh zum streuen. das ist kein stroh zum streuen, sondern futterstroh.
im besondern aber auch 3) zum füttern zugeschnittenes stroh, häcksel. Moerbeek (1768) 2, 117b. nnl. voederstroo.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterstufe, f. was futterbret, setzstufe. Mothes baulex. (1863) 2, 105a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtersuchung, f. das suchen von futter für vieh. Moerbeek (1768) 2, 117b.

[Bd. 4, Sp. 1097]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futtertaffet, futtertafft, m. ein leichter dünner taffet zu futter unter kleider und kleidungsstücke. auch futtertaffent. Luccheser taffente oder ermesini heiszt man eine andere gattung leichter italienischer futtertaffente. Schedels waarenlex. (1797) 2, 655a. schw. fodertaft. Vgl. zindeltaffet.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterteller, m. ein in Baden gebräuchlicher kleiner teller, um den bienen darauf futter zu reichen. bestimmter badenscher futterteller. Weber ökonom. lex. 176b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtertenn, n. in Luzern die seitentenne um das futter (heu) aufzuschütten und dem vieh vorzulegen. Stalder 2, 516.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtertrespe, f. bromus giganteus. der name, weil sie ein nahrhaftes, gesundes gras zu futter ist.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtertrog, m.
1) ein trog aus dem das vieh sein futter friszt. auch von einer krippe: als sie von ohngefehr in den futtertrog (der ziege) sahe und einen ganzen hauffen goldner blätter darinnen erblickte. Musäus (1787) 2, 95.
dagegen schw. fodertrg, dän. fodertrug, ein trog zum brühen des viehfutters, ein trog zum bereiten des viehfutters. in manchen gegenden Deutschlands, z. b. an und auf dem Vogelsberge, geschieht jenes brühen in einem ausgehauenen groszen steine, der deshalb futterstein genannt wird.
2) ein trog, in dem wurzelgewächse zu viehfutter klein gestoszen oder mit dem futterstampfeisen ganz klein zum verfüttern zerschnitten werden.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtertuch, n.
1) ein tuch, in das beim holen von viehfutter dieses gebunden wird, besonders wenn dasselbe nach hause getragen werden musz.
2) ein tuch etwas hineinzuschlagen, ein tuch als futter über etwas, es zu um- und überdecken. so von einem stück tuch als »futter« einer kugel. s. DWB futter II 2). bey der büchssen hat er nicht wol gewischt, oder das pulver het gepflischt, oder der schusz versagt, oder jhn verwagt, oder nicht recht eingeraumt, oder der filtz versaumt, oder das pulver wer zu feucht, oder das futtertuch zu leicht, oder der schwamm nicht brennt u. s. w. Fischart Garg. (1608) X 8b.
3) tuch zu unterfutter, pannus subsuendo serviens. dies die geläufigste und älteste bedeutung, wie denn schon mhd. fuotertuoch = futterleinwand im Münchner stadtrecht 321 sich findet. nhd. ftertch. Dasypodius 334c. »pannus subdititius, futter, futterthch«. Alberus dict. 664a. futertuch, it. fodra. Junius nomencl. (1577) 132b. ihme kuntschaft und zeugknüs z geben wie hoch in der zal die ftertch bey uns zu Villingen bis her geübt, gebrucht und gemacht worden seyent. Mone zeitschrift 9, 147; die ftertch an der zal der tragen und veden nit schmeler noch minder berayten noch machen. ebenda. sprichwörtlich in folgender stelle: wann man ain lugen zgibt, so lauffen jhr wol hundert mit, das msz zm letzten ain frecher weltspruch, ja des teuffels fttertch genannt werden. Nasus Nasenesel 60a = was dem teufel zunächst an der haut ist, teuflisches wesen völlig an sich hat, ähnlich wie man auch sagt »stiefmutter, teufels unterfutter«.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer