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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterschütten bis futterstöszer (Bd. 4, Sp. 1095 bis 1096)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterschütten, n. das einschütten des futters in die krippe, besonders in die pferdekrippe.
 
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futterschwinge, f. ein aus weiden oder stroh länglichrund oder in gestalt einer muschel geflochtener, vorn offener aber hinten

[Bd. 4, Sp. 1096]


tieferer und geschlossener korb, worin der knecht dem pferde oder pferden den haber oder anderes körnerfutter bringt und diese vorher wiederholt aufschüttelt oder etwas in die höhe schnellt damit staub und spreu abfliegen. s. Zincke öconom. lex. (1764) 845. Krünitz 15 (1786), 591. Weber ökonom. lex. 176b. der pferdeknecht (der roszjung, stallbube) ... schwinget den haber mit einer futterschwinge, darnach füttert ers (das pferd) und führets aus zur träncke. Comenius sprachenthür (1639) 113, 450. s. DWB das futter schwingen, futter schwingen sp. 1067 und vgl. DWB schwingen. in der Lausitz futterschwinde. Krünitz ebenda. anderwärts futterwanne (s. d.).
 
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futtersieb, n. ein sieb zur reinigung und zum einschütten des habers oder anderes körnerfutters für die pferde. durch das sieben soll besonders von dem gereinigt werden, was durch das schwingen nicht hinweggeht (vgl. futterschwinge). Zincke öcon. lex. (1764) 846. Krünitz 15 (1786), 591. frachtfuhrleute pflegen es vorn an ihren wagen zu hängen: der hochgewölbte frachtwagen war mit einer weiszen blahe überspannt, an seiner vorderseite hieng das buntbemalte futtersieb. öffentl. blatt.
 
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futterspreu, f. spreu zu viehfutter. gute trockene futterspreu, die einspännige fuhre zu 2 fl. Wiesbadener tageblatt vom 11. sept. 1867 erste beilage.
 
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futterstampfeisen, n. ein, mitunter einem liegenden S gleiches stampfeisen, wurzelgewächse in einem troge durch stampfen zu viehfutter klein zu schneiden. wetterauisch das schtompeise, d. i. hochd. stumpfeisen (s. d.), zusammengesetzt mit schtompe, d. i. stumpfen (s. d.), stoszen, stampfen.
 
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futterstätte, f. ein ort an dem thiere gefüttert werden. vgl. DWB futterplatz. im besondern in den fasanerien der ort an dem die fasanen gefüttert werden.
 
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futterstein, m. ein zum »ausfüttern«, d. h. ausfüllen von fugen die sich zwischen den die schräge fläche eines deiches bekleidenden steinen befinden, tauglicher kleinerer stein. auch stopfstein, zwickstein. Benzler 1, 168. 2, 188. S. noch futtertrog 1).
 
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futterstichig, adj. von zu vielem oder zu gutem futter springend: auf das (dasz) sie nicht mit dem mutwilligen, futerstichigen esel auf das eis spaziren gingen. Fischart podagr. trostb. (1577) E 6b = 685. eben so wol von einem gut oder vielmehr zu gut gefütterten pferde. s. DWB das futter sticht oben sp. 1068 und vgl. DWB stechen.
davon dann auf menschen angewandt so viel als von guter nahrung, von gutem leben oder wolleben muthwillig, ja das eseltreibig, lonforgig, augendiensthafft gesind ist jhm kaum gehorsam, ist murrisch, widerlefftzig, diebraumisch, unvertreglich, futterstichig. Fischart Garg. 69a (1608 Hiiijb).
 
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futterstock, m. bair. das masz eines futterholzes am fensterfutter, auch der aufrechte schenkel an diesem. Mothes baulex. (1863) 2, 106b.
 
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futterstoff, m. als futter bei kleidungsstücken gebrauchtes zeug. die ermel sind mit rothweiszem futterstoffe gefüttert.
 
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futterstöszer, m. ein werkzeug zum kleinstoszen von wurzelgewächsen, die gefüttert werden sollen, in einem troge, sei es nun ein futterstampfeisen oder ein mit einem stiele versehenes hohes und dickes rundes holz zum zerquetschen. s. futterstampfeisen und stöszer.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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