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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterschneider bis futterstampfeisen (Bd. 4, Sp. 1095 bis 1096)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterschneider, m. ein arbeiter dem das häckerlingschneiden für das vieh obliegt. stroh- sive futterschneider, sector stramentarius. Stieler 1900. futterschneider, falcarius. Hederich (1753) 1002 und danach Nieremberger Ddd 3c. nnl. voedersnijder. auch einer der das futter- d. h. häckerlingschneiden als gewerbe treibt (s. strohschneider).
 
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futterschneidmaschine, f. eine mit messern versehene maschine zum schneiden der wurzelgewächse und kartoffeln als viehfutter entweder in scheiben oder in würfel. Weber ökonom. wb. 176b.
 
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futterschober, m. ein aufgeschichteter haufe dürres viehfutters, besonders wenn er, gewöhnlich zum schutze mit stroh bedeckt, im freien bleibt. auch blosz was heuschober (s. d.).
 
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futterschreiber, m. an höfen ein schreiber bei dem »futteramte«, ein dem futtermarschall oder dem futtermeister untergeordneter »schreiber«. Krünitz 15 (1786), 590. vgl. DWB futtermarschall, DWB futtermeister.
schw. foderskrifvare, dän. foderskriver.
 
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futterschrot, n., auch m., auf schrotmühlen zu futter grob gemahlene erbsen, wicken oder auch grob gemahlene gerste, die besonders dem rindvieh und zumal den ochsen gegeben werden. Weber ökonom. wb. 176b. s. DWB schrot und schrotfutter.
 
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futterschrotmühle, f. eine mühle zum mahlen des futterschrotes (s. DWB futterschrot). befreiung der landwirthschaftlichen futterschrotmühlen von der lästigen controle. öffentl. blatt aus Baiern.
 
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futterschütten, n. das einschütten des futters in die krippe, besonders in die pferdekrippe.
 
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futterschwinge, f. ein aus weiden oder stroh länglichrund oder in gestalt einer muschel geflochtener, vorn offener aber hinten

[Bd. 4, Sp. 1096]


tieferer und geschlossener korb, worin der knecht dem pferde oder pferden den haber oder anderes körnerfutter bringt und diese vorher wiederholt aufschüttelt oder etwas in die höhe schnellt damit staub und spreu abfliegen. s. Zincke öconom. lex. (1764) 845. Krünitz 15 (1786), 591. Weber ökonom. lex. 176b. der pferdeknecht (der roszjung, stallbube) ... schwinget den haber mit einer futterschwinge, darnach füttert ers (das pferd) und führets aus zur träncke. Comenius sprachenthür (1639) 113, 450. s. DWB das futter schwingen, futter schwingen sp. 1067 und vgl. DWB schwingen. in der Lausitz futterschwinde. Krünitz ebenda. anderwärts futterwanne (s. d.).
 
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futtersieb, n. ein sieb zur reinigung und zum einschütten des habers oder anderes körnerfutters für die pferde. durch das sieben soll besonders von dem gereinigt werden, was durch das schwingen nicht hinweggeht (vgl. futterschwinge). Zincke öcon. lex. (1764) 846. Krünitz 15 (1786), 591. frachtfuhrleute pflegen es vorn an ihren wagen zu hängen: der hochgewölbte frachtwagen war mit einer weiszen blahe überspannt, an seiner vorderseite hieng das buntbemalte futtersieb. öffentl. blatt.
 
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futterspreu, f. spreu zu viehfutter. gute trockene futterspreu, die einspännige fuhre zu 2 fl. Wiesbadener tageblatt vom 11. sept. 1867 erste beilage.
 
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futterstampfeisen, n. ein, mitunter einem liegenden S gleiches stampfeisen, wurzelgewächse in einem troge durch stampfen zu viehfutter klein zu schneiden. wetterauisch das schtompeise, d. i. hochd. stumpfeisen (s. d.), zusammengesetzt mit schtompe, d. i. stumpfen (s. d.), stoszen, stampfen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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