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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futternoth bis futterreh (Bd. 4, Sp. 1093 bis 1094)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futternoth, f. noth an futter, ein solcher mangel an futter dasz nur sehr wenig oder keins zu beschaffen ist. futternoth in der Bretagne. Augsb. allgem. zeit. 1870 s. 3007a. durch die überaus grosze trockenheit des sommers herscht nicht blosz futtermangel, sondern eine wahre futternoth.
 
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futterpelz, m. ein pelz der zu futter unter ein kleidungsstück brauchbar, bestimmt oder zubereitet ist. futterpelze machen. aus dem schragen der rigischen körszner (kürschner) v. j. 1588 bei Gutzeit 1, 303b.
 
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futterpflanze, f. eine zu futter taugliche pflanze, mag sie nun wild wachsen oder gebaut werden. wildwachsende futterpflanzen sind z. b. die brennnesseln, die im ersten sprossen klein zerschnitten mit jungen gänsen verfüttert werden, die gänsedistel, viele grasarten u. s. w. vgl. Lübeck ökonom. lex. 1, 248.
insbesondere eine pflanze die auf ackerland zu weide, grünfütterung oder heu in menge angesät und gezogen wird. die grasarten, der klee, die wicke sind futterpflanzen. die stoppelrübe,

[Bd. 4, Sp. 1094]


die runkelrübe, die untererdige kohlrabe, die möhre, sind futterpflanzen, die den winter hindurch verfüttert werden. der kürbisz ist eine rankende futterpflanze. Vgl. DWB futtergewächs.
 
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futterplatz, m. ein platz an dem fütterung gehalten wird. nnl. (aus dem deutschen) voederplaats. ein futterplatz für vögel beim schnee im winter. auch von einer stelle, einer tafel, an der viele gespeist werden, doch mit dem anstriche des unedeln in beziehung auf die die gespeist werden: sie waren von dem edelmanne, der ihnen, seit Wenzels eremitenschaft, atzung gereicht hatte, wegen ihrer täglichen zudringlichkeit, fortgescheucht worden, und kehrten nun auf ihren vorigen futterplatz zurück. Langbein der bieresel.
 
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futterpreis, m. der preis von viehfutter, besonders von dürrem, als heu, gedörrtem klee u. dgl. die futterpreise waren im frühjahre sehr in die höhe gegangen.
 
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futterrahme, gewöhnlich jetzt futterrahmen,m. die ausfüllende holzeinfassung eines fensters, einer thür u. dgl. sechs lucht grundirte futterramen mit beschlägen. rigaische zeitung von 1859, bei Gutzeit 1, 304a. auch mit dem unorganischen umlaut im pl., wie bei bögen statt bogen (s.boge): fensterbeschläge zu futterrämen. aus dem rigaischen anzeiger v. jahre 1821 172, bei Gutzeit a. a. o. Vgl. auch futterschlenge.
 
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futterration, f. das futter das für einen tag oder auch nur für ein einmaliges füttern des viehes oder eines stückes gegeben wird, besonders bei der reiterei das bestimmte masz an haber, heu u. s. w., das zum füttern für ein pferd oder die pferde gegeben wird.
 
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futterraufe, f. eine raufe zum aufstecken des futters, wie heu, stroh, klee u. s. w., für das vieh das dieses aus ihr herauszieht und friszt. sie ist im stalle angebracht, oder wird zur zeit, wann das austreiben des viehes unterbleibt, zumal zur winterzeit, diesem auf den hof gestellt, dasz es daraus das vorgeworfene stroh oder anderes futter fresse. s. Zincke öconom. lex. 845. diese auf dem hofe stehenden, meist doppelten raufen aber sind entweder unbeweglich, auf zwei groszen hölzernen kreuzböcken angebracht, oder an dem einen ende an einem pfahl und an dem andern mit einem rade versehen, damit sie auf der ganzen miststätte herum gedreht werden können. 2359.

(nimmer vergesz ich) in der mitte des hofs der futterraufe, die müszig
oft ich herumgedreht.
Schmidt v. Werneuchen ged. 9.


 
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futterrech, adj. nach dem volksglauben von schlechtem oder unzeitigem futter in den gelenken steif. nur von pferden und rindvieh gesagt: wann ein rosz futterrech wird, das soltu darbey erkennen, wann sich das rosz auffblehet und streckt alle vier von sich. Seuter roszarznei 140. s. DWB rech. s. DWB futterreh.
 
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futterreche, f. die nach dem volksglauben von schlechtem oder unzeitigem futter herrührende steifheit in den gelenken des pferdes oder des rindviehes. s. reche. heute futterrehe. Zincke öconom. lex. (1764) 845. Lübeck allgem. ökonom. lex. 1, 250 schreibt futterräh.
 
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futterreh, adj., s. DWB futterrech.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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