Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futtermacher bis futtermehl (Bd. 4, Sp. 1085)
Abschnitt zurück Abschnitt vor

[Bd. 4, Sp. 1085]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futtermacher, m.
1) ein weber der zeug zu unterfutter webt. so z. b. die flanell-, die raschweber. Krünitz 15 (1786), 577.
2) was futteralmacher. Ludwig 681.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermagazin, n. eine niederlage von vorrath an viehfutter. auch in gemeiner rede oder im scherze auf einen vorrathsbehälter zu speise für menschen angewandt. in diesem sinne z. b. wenn der bediente Johann spricht: es grauet mir so, in meine schubsäcke wieder fourage zu stecken, seitdem ich die klebrichten blätter (die schreibtafel des poeten Dunkel) drinne verwahret und meine futtermagazine so besudelt habe. Weisze lustsp. 1, 66.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermais, m. mais zu futter.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermalve, f. die, weil sehr zur milch schlagend, als grünfutter für kühe sich eignende, auf schlechtem boden wachsende wilde jährige malve mit aufrechtem stengel, vielen groszen blättern und rothen blüten, malva verticillata. auch französische futtermalve. Weber ökonom. lex. 176a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermane, f. was futterkorb (s. d.). wetterauisch.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermangel, m. mangel an futter für das vieh, penuria pabuli. Stieler 1229. Ludwig 681. nun gab es in den dreisziger jahren trockene jahre: grosz ward manchmal der futtermangel ... . da zwang die noth, alle kunst dem grasbau zuzuwenden. Gotthelf die käserei (1850) 21. Vgl. DWB futternoth.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermarschalk, heute nur futtermarschall,m. an fürstlichen höfen ein diener, der den für den hofstaat festgesetzten vorrath an hartem und rauhem futter in empfang nimmt, das für den fürstlichen marstall erforderliche an diesen so wie auszerdem das, was einzelne zu empfangen haben, an dieselben verabreichen läszt, und über alles tage- oder wochenzettel und jahresrechnungen führt. Krünitz 15 (1786), 589 f. bei Schottelius 78a futtermarschalk.
an manchen höfen ist der futtermarschall mit dem futtermeister (s. d.) einerlei, an andern aber demselben vorgesetzt. in jenem sinne bei Ludwig, der sp. 681 ausdrücklich hat futtermarschalck bey hofe (der), der futtermeister, der die aufsicht auf haber und heu in den königlichen marställen hat.
Aus dem deutschen wol dän. fodermarskalk so wie, diesem gleichgeltend, fodermester; schw. fodermarsk.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermasse, f. eine grosze menge an viehfutter. hannöver. magazin 1842, 634a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermäszig, adj. zu futter tauglich, gutem futter gemäsz. du sprichst: wo was do (als Christus die 5000 mann in der wüste mit 5 gerstenbroten und 2 fischen speiste) der win und der käsz? ich antwurt: dz (das) brot was käszmässig, glich als wenn ein rüter gt how hatt, so spricht er, es ist ftermässig. wenn disze spisz was also bereitet und gemacht von gott, das es jnen schmackt als sye wolten. Keisersberg postill 2, 76b. noch bair. fuettermäszig, zum füttern brauchbar. Schmeller 2, 626.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermauer, f. im bauwesen eine mauer, mit der eine schwächere wand gefüttert, d. h. zu stütze und halt bekleidet wird, frz. chemise. auch, wol aus dem deutschen, schw. fodermur. sie dient besonders zu stütze und halt bei erdwänden an kanälen, terrassen und fluszufern u. s. w. bildlich: eine futtermauer der kritischen philosophie. J. Paul Kampanerthal 19. im festungsbau die mauer, mit der die wälle und gräben eingefaszt und von auszen bekleidet werden, damit die erde nicht herunterrutschen oder vom regen weggespült werden kann, der mauermantel: ein wall ... gegen den graben mit einer futtermauer von werkstücken gekleidet. Niebuhr röm. gesch. 1, 437. auch ein fahrdamm hat seine futtermauer.
im bergbau die zu wiederholtem einsetzen eines neuen gestelles viereckige mauer an einem schacht- oder schmelzofen, die zwischen diesem und seinen pfeilern zu seiner befestigung aufgeführt wird und zur verhütung dasz ihn das heftige feuer zertreibe. Richter 1, 347. in der östreich. berg- und hüttensprache eine sehr lockere mauerung, welche das innere, d. h. den schmelzraum, bildende feuerfeste mauerwerk (den kernschacht) umgibt und dazu dient dasz die in der groszen hitze entweichenden dämpfe leichteren abzug haben. Scheuchenstuel 87 f. auch blosz futter, s. dieses II 12).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermehl, n. mehl zur fütterung. vgl. DWB fuszmehl.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer