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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterlinnen bis futtermasse (Bd. 4, Sp. 1084 bis 1085)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterlinnen, n. was futterleinen. nnl. voederlinnen, voerlinnen.
 
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futterlohn, m., auch n., die bezahlung für das füttern mit pelz. so heiszt es in der Leipziger stadtordnung von 1544 D 1a in der ordnung für die kürschner von einem gemeinen mannesrocke ... futerlon viij groschen, und so öfter.
 
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futtermachen, n. ein verhüllender ausdruck der müller oder, wie Adrian Beier in seinem lex. 135a sagt, »ein mühlenwort « für das leiten eines theiles des von den steinen herabgehenden mehles in einen heimlich angebrachten seiten- oder nebenweg oder in einen heimlich angebrachten nebenbeutel zum schaden der mahlkunden.

[Bd. 4, Sp. 1085]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futtermacher, m.
1) ein weber der zeug zu unterfutter webt. so z. b. die flanell-, die raschweber. Krünitz 15 (1786), 577.
2) was futteralmacher. Ludwig 681.
 
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futtermagazin, n. eine niederlage von vorrath an viehfutter. auch in gemeiner rede oder im scherze auf einen vorrathsbehälter zu speise für menschen angewandt. in diesem sinne z. b. wenn der bediente Johann spricht: es grauet mir so, in meine schubsäcke wieder fourage zu stecken, seitdem ich die klebrichten blätter (die schreibtafel des poeten Dunkel) drinne verwahret und meine futtermagazine so besudelt habe. Weisze lustsp. 1, 66.
 
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futtermais, m. mais zu futter.
 
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futtermalve, f. die, weil sehr zur milch schlagend, als grünfutter für kühe sich eignende, auf schlechtem boden wachsende wilde jährige malve mit aufrechtem stengel, vielen groszen blättern und rothen blüten, malva verticillata. auch französische futtermalve. Weber ökonom. lex. 176a.
 
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futtermane, f. was futterkorb (s. d.). wetterauisch.
 
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futtermangel, m. mangel an futter für das vieh, penuria pabuli. Stieler 1229. Ludwig 681. nun gab es in den dreisziger jahren trockene jahre: grosz ward manchmal der futtermangel ... . da zwang die noth, alle kunst dem grasbau zuzuwenden. Gotthelf die käserei (1850) 21. Vgl. DWB futternoth.
 
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futtermarschalk, heute nur futtermarschall,m. an fürstlichen höfen ein diener, der den für den hofstaat festgesetzten vorrath an hartem und rauhem futter in empfang nimmt, das für den fürstlichen marstall erforderliche an diesen so wie auszerdem das, was einzelne zu empfangen haben, an dieselben verabreichen läszt, und über alles tage- oder wochenzettel und jahresrechnungen führt. Krünitz 15 (1786), 589 f. bei Schottelius 78a futtermarschalk.
an manchen höfen ist der futtermarschall mit dem futtermeister (s. d.) einerlei, an andern aber demselben vorgesetzt. in jenem sinne bei Ludwig, der sp. 681 ausdrücklich hat futtermarschalck bey hofe (der), der futtermeister, der die aufsicht auf haber und heu in den königlichen marställen hat.
Aus dem deutschen wol dän. fodermarskalk so wie, diesem gleichgeltend, fodermester; schw. fodermarsk.
 
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futtermasse, f. eine grosze menge an viehfutter. hannöver. magazin 1842, 634a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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