Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterkumme bis futtermacher (Bd. 4, Sp. 1084 bis 1085)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterkumme, f. was futterkaste (s. d.). Jacobsson 1, 815b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterlade, f. was futterbank (s. d.).
aus dem niedersächs., woraus auch schw. foderlda.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterleder, n. leder das als futter unter anderes gesetzt wird, corium subdititium. Stieler 1106.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterlein, meist aber und heute nur fütterlein,n. , dim. von futter (s. d.).
I. von nahrung für thiere, um ein weniges an futter, ein kleines futter auszudrücken, oder auch, wie nachher in der stelle von Luther und bei Zaupser und Schmeller, futter in traulicher sprechweise. fütterlein, ein kleines futter. Ludwig 681. etzten si (die reiter) eilents zu Rackersburg ein fütterlein, mocht iedlicher, dem es werden mocht, auch ein pissen essen und trinken. Wilwolt v. Schaumburg 76;

ach gott ich bsorg mich nhun gar sehr,
meim rösslein sey das futterlein
empfaln, das düncket mich nicht fein.
Adrians mittheil. 408;

sie hatte für ihr vieh geholt ein fütterlein.
Rückert ges. ged. I, 160 im reim auf mütterlein.

das fütterlein sticht, ähnlich wie man sagt das futter sticht (s. oben sp. 1068) und, wie dieses, auf menschen angewandt: also ist es mit einem jeden menschen. wenn er gute tage hat, ist nicht wohl mit ihm umzukommen, bis er ein unglück anrichtet und gott ihm die groszen federn ausrupft, denn das fütterlein sticht ihn, es ist ihm zu wohl. Luther (Walch) 3, 2584. das fütterlein höher legen oder, wie es bair. heiszt, s füederl höcha legen, einen einschränken (Zaupser nachlese 18), oder bei Schmeller einem das fuetterlein höher hängen, legen, anfangen ihn strenger zu halten. vgl. oben sp. 1067 das futter höher legen, dem gleich die redensart mit dem dim. auch auf menschen angewandt wird.
überhaupt kann fütterlein auch von nahrung für menschen stehn.
II. was fütterchen 1) und 2). fütterlein, ein futterälgen. Ludwig 681.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterleinen, n. was futterleinwand. in einer von der direction des zuchthauses zu Marienschlosz in der Wetterau ausgeschriebenen lieferung wird auch ungebleichte leinwand (s. g. futterleinen) genannt.
eben so wol futterlinnen, s. d. und leinen, linnen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterleinwand, f. leinwand zu futter. graue futterleinwand. insbesondere bei den tapezierern eine grobe leinwand zur bedeckung der flocken, haare oder anderer materien, womit sie die polster, stühle, canapee und andern hausrath der art ausstopfen, die sie dann mit feinerem und kostbarem zeug überziehen. Krünitz 15 (1786), 589. zuweilen wird die glanzleinwand futterleinwand genannt. ebenda.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fütterlen, das appenzellische füeterla, in traulicher hirtensprache: den kühen futter geben. Tobler 207. gefütterlet haben.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterlinnen, n. was futterleinen. nnl. voederlinnen, voerlinnen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futterlohn, m., auch n., die bezahlung für das füttern mit pelz. so heiszt es in der Leipziger stadtordnung von 1544 D 1a in der ordnung für die kürschner von einem gemeinen mannesrocke ... futerlon viij groschen, und so öfter.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
futtermachen, n. ein verhüllender ausdruck der müller oder, wie Adrian Beier in seinem lex. 135a sagt, »ein mühlenwort « für das leiten eines theiles des von den steinen herabgehenden mehles in einen heimlich angebrachten seiten- oder nebenweg oder in einen heimlich angebrachten nebenbeutel zum schaden der mahlkunden.

[Bd. 4, Sp. 1085]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futtermacher, m.
1) ein weber der zeug zu unterfutter webt. so z. b. die flanell-, die raschweber. Krünitz 15 (1786), 577.
2) was futteralmacher. Ludwig 681.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer