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futterkraut bis futterlinnen (Bd. 4, Sp. 1083 bis 1084)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterkraut, n. jede pflanze die zu futter für das vieh sich eignet und zu futter gebaut wird. nnl. voederkruid. im besondern aber die wicke, der klee, die dickwurzel, die untererdige kohlrabe, die alle blosz oder doch vorzugsweise zu futter gebaut werden, auch kohl. sie haben ihm den bau verschiedener futterkräuter ... deutlich und begreiflich gemacht. Möser 2, 281;

[Bd. 4, Sp. 1084]


alles ward zu gleicher zeit im groszen gebaut: ölgewächse, futterkräuter, pflanzgemüse u. s. w. Mercks schriften (Stahr) 213.
bildlich: aus den vielen futterkräutern der seele. Jean Paui liter. nachlasz 4, 133.
 
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futterkrebe, m., auch f., futterkorb. anwendung in geschlechtlicher beziehung, also obscen gebraucht:

und wil sie dir morn zu eim weib geben,
wann sie hat gar ainn volln futerkreben. fastnachtsp. 734, 1.

eben so als f.:

kein andere sol meinem esel futer geben,
bei dir (der ehefrau) fint er ein folle futergreben. 167, 9,

s. DWB futter I 4), wo aber bei dieser stelle die zahl 28 in die eben angeführte zu bessern ist.
S. auch krebe 2) c).
 
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futterkrippe, f. Schmeller 1, 200. in der zusammensetzung mit futter bestimmterer ausdruck.
 
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futterkumme, f. was futterkaste (s. d.). Jacobsson 1, 815b.
 
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futterlade, f. was futterbank (s. d.).
aus dem niedersächs., woraus auch schw. foderlda.
 
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futterleder, n. leder das als futter unter anderes gesetzt wird, corium subdititium. Stieler 1106.
 
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futterlein, meist aber und heute nur fütterlein,n. , dim. von futter (s. d.).
I. von nahrung für thiere, um ein weniges an futter, ein kleines futter auszudrücken, oder auch, wie nachher in der stelle von Luther und bei Zaupser und Schmeller, futter in traulicher sprechweise. fütterlein, ein kleines futter. Ludwig 681. etzten si (die reiter) eilents zu Rackersburg ein fütterlein, mocht iedlicher, dem es werden mocht, auch ein pissen essen und trinken. Wilwolt v. Schaumburg 76;

ach gott ich bsorg mich nhun gar sehr,
meim rösslein sey das futterlein
empfaln, das düncket mich nicht fein.
Adrians mittheil. 408;

sie hatte für ihr vieh geholt ein fütterlein.
Rückert ges. ged. I, 160 im reim auf mütterlein.

das fütterlein sticht, ähnlich wie man sagt das futter sticht (s. oben sp. 1068) und, wie dieses, auf menschen angewandt: also ist es mit einem jeden menschen. wenn er gute tage hat, ist nicht wohl mit ihm umzukommen, bis er ein unglück anrichtet und gott ihm die groszen federn ausrupft, denn das fütterlein sticht ihn, es ist ihm zu wohl. Luther (Walch) 3, 2584. das fütterlein höher legen oder, wie es bair. heiszt, s füederl höcha legen, einen einschränken (Zaupser nachlese 18), oder bei Schmeller einem das fuetterlein höher hängen, legen, anfangen ihn strenger zu halten. vgl. oben sp. 1067 das futter höher legen, dem gleich die redensart mit dem dim. auch auf menschen angewandt wird.
überhaupt kann fütterlein auch von nahrung für menschen stehn.
II. was fütterchen 1) und 2). fütterlein, ein futterälgen. Ludwig 681.
 
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futterleinen, n. was futterleinwand. in einer von der direction des zuchthauses zu Marienschlosz in der Wetterau ausgeschriebenen lieferung wird auch ungebleichte leinwand (s. g. futterleinen) genannt.
eben so wol futterlinnen, s. d. und leinen, linnen.
 
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futterleinwand, f. leinwand zu futter. graue futterleinwand. insbesondere bei den tapezierern eine grobe leinwand zur bedeckung der flocken, haare oder anderer materien, womit sie die polster, stühle, canapee und andern hausrath der art ausstopfen, die sie dann mit feinerem und kostbarem zeug überziehen. Krünitz 15 (1786), 589. zuweilen wird die glanzleinwand futterleinwand genannt. ebenda.
 
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fütterlen, das appenzellische füeterla, in traulicher hirtensprache: den kühen futter geben. Tobler 207. gefütterlet haben.
 
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futterlinnen, n. was futterleinen. nnl. voederlinnen, voerlinnen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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