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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterklinge bis futterkraut (Bd. 4, Sp. 1083)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterklinge, f. die an der futterbank oder futterlade unten in einem gewinde (charnier) sich bewegende, oben aber mit einem hölzernen griffe versehene etwa ellen lange und ungefähr einen halben fusz breite klinge, das stroh damit zu häcksel zu schneiden. futterklinge, falx stramentaria. Kirsch (1723) 2, 127b und danach Matthiä (1761) 2, 163. seine (des auerhahns) pfaltz oder geschrey, sagt er, klinget, als wenn man auf eine sense oder futterklinge schlägt. bei Büchting (1768) s. 122;

im stalle klappt des knechtes futterklinge.
Schmidt v. Werneuchen alm. 1802 s. 98.

auch futtermesser, siedeschneide. vgl. noch futterschneider, strohschneider.
 
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futterklobe, jetzt gewöhnlich futterkloben,m. bei den glasern ein länglich viereckiges stück holz in der mitte mit einer rinne, die so breit ist, dasz die eine breite seite des fensterbleies hineingelegt werden kann, um dieses vorläufig zum zug (s. d.) vorzubereiten. der glaser nemlich beschneidet dann eine jede breite seite des fensterbleies mit einem schneidemesser. Jacobsson 1, 815.
 
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futterknecht, m. ein knecht zur fütterung des viehes, besonders der pferde. in jenem allgemeinern sinne und zumal in dem von futtersammler bei Kirsch (1723) 2, 127b und danach bei Matthiä (1761) 2, 163b.
nnl. voederknecht, dänisch foderknegt.
 
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futterknochenmehl, n. ein durch zermalmung von knochen hervorgebrachtes »mehl«, das als sehr kräftigend und nahrhaft unter das »futter« für schweine, schafe, junges rindvieh, pferde und federvieh gestreut wird.
 
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futterkohl, m. kohl zu futter, ackerkohl, brassica campestris.
 
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futterkolik, f., s. futtercholik.
 
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futterkoppel, f. eine in der nähe eines hofes oder bei höfen oder sonst an einem passlichen, günstigen orte, als an einem wall, einem damm u. dgl. gelegene oder auch aus einer feldreihe eigens herausgenommene und eingezäunte oder doch abgeschlossene fläche, die für immer oder auch nur für längere zeit zum anbau von futterpflanzen, als überwinternden kleearten, esparsette, luzerne, grasarten u. dgl. m., bestimmt ist und verwendet wird. Weber ökonom. lex. 176a. Vgl. auch koppel 4).
 
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futterkorb, m. ein runder sehr hoher, oben offener, grob geflochtener korb zum futtertragen für das vieh. pabulatoria corbis, ein fterkorb oder zeinen, dareyn man dem vych das fter tht. Frisius (1556) 938b, danach Maaler 152d, der aber wannen für zeinen hat, und hiernach ohne zeinen und wannen bei Henisch 1325, 23. auch Stieler 114 hat futterkorb. in der Wetterau futtermane f. wegen der höhe läszt sich der korb nur auf dem rücken tragen, indem er oben mit einer hand oder auch, wenn er schwer ist, mit beiden händen gehalten wird.
Nnl. lautet das wort voederkorf, dän. foderkurv, schwedisch foderkorg.
 
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futterkorn, n.
1) alles getreide, als roggen, gerste, haber u. s. w., welches zum futter für das vieh, besonders für pferde, ochsen, überhaupt rindvieh, schafe und federvieh dient. Weber ökonom. lex. 176a. nnl. voederkoren, schwedisch und dänisch foderkorn.
2) zu grünfutter angesäter roggen.
 
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futterkraft, f. die im futter enthaltene kraft. hannöver. magazin 1842 s. 635. das baumlaub steht in der futterkraft dem besten heu nicht nach. 636; das dieszjährige heu ist von vorzüglicher güte und futterkraft. 634.
 
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futterkraut, n. jede pflanze die zu futter für das vieh sich eignet und zu futter gebaut wird. nnl. voederkruid. im besondern aber die wicke, der klee, die dickwurzel, die untererdige kohlrabe, die alle blosz oder doch vorzugsweise zu futter gebaut werden, auch kohl. sie haben ihm den bau verschiedener futterkräuter ... deutlich und begreiflich gemacht. Möser 2, 281;

[Bd. 4, Sp. 1084]


alles ward zu gleicher zeit im groszen gebaut: ölgewächse, futterkräuter, pflanzgemüse u. s. w. Mercks schriften (Stahr) 213.
bildlich: aus den vielen futterkräutern der seele. Jean Paui liter. nachlasz 4, 133.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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