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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterkaste bis futterknochenmehl (Bd. 4, Sp. 1082 bis 1083)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterkaste, jetzt gewöhnlich futterkasten,m.: palearium, ein ... sprüwerkast, fterkast. Frisius (1556) 940a. danach Maaler 152d und hiernach weiter Henisch 22. futterkasten. Stieler 933. Dentzler 2, 120b. ein gewöhnlich im pferdestall stehender groszer, häufig verschlieszbarer kasten zur aufbewahrung des habers, der die woche über verfüttert wird. Weber ökonom. lex. 176a. bildlich: futterkasten der gelehrten, ein mischmasch, ein durcheinander von allerlei. Rädlein 316b. futterkasten der gelöhrten. Castelli teutsch-it. wb. (1709) 1281a.
nnl. voederkast f. Vgl. DWB futterkiste.
 
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futterkattun, m. eine geringe sorte kattun zu unterfutter.
 
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futterkegel, m. ein häufchen futter auf der wiese oder z. b. bei klee auf dem acker, das beim dörren abends zusammengerecht und morgens wieder auseinandergeworfen wird, damit es weiter oder völlig dörre. verschieden von futterhaufe (s. d.).
 
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futterkind, n. ein kind das zum aufziehen in kost gegeben ist, ein pflegekind. zwar nhd. nicht nachzuweisen, aber möglich nach ahd. fôtarchind, alumnus (Docen miscell. 1, 211b).

[Bd. 4, Sp. 1083]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterkiste, f. eine kiste zur aufbewahrung von futter. schw. foderkista, dän. foderkiste. vgl. futterkaste.
auch auf eine kiste angewendet, in der blosz speisen für menschen enthalten sind oder aufbewahrt werden.
 
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futterkittel, m. ein bis an die knie reichender mit ermeln versehener weiter überwurf für erwachsene mannspersonen, an der Rhön von weiszem ungefärbtem, hennebergisch und am Thüringerwald von meist blaugefärbtem leinenem tuche. auch fuhrmannskittel (s. d.), woher sich die benennung futterkittel erklärt. s. Frommann 6, 421.
 
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futterklee, m. ein zu futter besonders guter klee. damit zusammengesetzt futterkleeart f.
 
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futterklinge, f. die an der futterbank oder futterlade unten in einem gewinde (charnier) sich bewegende, oben aber mit einem hölzernen griffe versehene etwa ellen lange und ungefähr einen halben fusz breite klinge, das stroh damit zu häcksel zu schneiden. futterklinge, falx stramentaria. Kirsch (1723) 2, 127b und danach Matthiä (1761) 2, 163. seine (des auerhahns) pfaltz oder geschrey, sagt er, klinget, als wenn man auf eine sense oder futterklinge schlägt. bei Büchting (1768) s. 122;

im stalle klappt des knechtes futterklinge.
Schmidt v. Werneuchen alm. 1802 s. 98.

auch futtermesser, siedeschneide. vgl. noch futterschneider, strohschneider.
 
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futterklobe, jetzt gewöhnlich futterkloben,m. bei den glasern ein länglich viereckiges stück holz in der mitte mit einer rinne, die so breit ist, dasz die eine breite seite des fensterbleies hineingelegt werden kann, um dieses vorläufig zum zug (s. d.) vorzubereiten. der glaser nemlich beschneidet dann eine jede breite seite des fensterbleies mit einem schneidemesser. Jacobsson 1, 815.
 
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futterknecht, m. ein knecht zur fütterung des viehes, besonders der pferde. in jenem allgemeinern sinne und zumal in dem von futtersammler bei Kirsch (1723) 2, 127b und danach bei Matthiä (1761) 2, 163b.
nnl. voederknecht, dänisch foderknegt.
 
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futterknochenmehl, n. ein durch zermalmung von knochen hervorgebrachtes »mehl«, das als sehr kräftigend und nahrhaft unter das »futter« für schweine, schafe, junges rindvieh, pferde und federvieh gestreut wird.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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