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futterholz bis futterkaste (Bd. 4, Sp. 1081 bis 1082)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterholz, n. 1) holz zum futter z. b. an thüren, fenster u. s. w. vgl. DWB futter II 4) u. 8). 2) ein solches aus holz bestehendes

[Bd. 4, Sp. 1082]


futter selbst. 3) bergmännisch bei einem feldgestänge ein einen fusz langes, 6 bis 7 zoll dickes und 10 zoll breites hainbuchenes holz, das anstatt der eisernen büchse dient, worin die warze der kerbstange läuft, und als eine pfanne anzusehen ist. man nimmt hier deshalb holz, weil dadurch die reibung vermieden wird. Richter 1, 347. in der berg- und hüttensprache Österreichs »holzkeile, mit denen z. b. bei den eisenhammerwerken die ertlpauken (schwere guszeiserne cylinder) an den wellen, die wagringe an dem hammerhelme, die chabotten in den chabottenstöcken festgekeilt werden.« Scheuchenstuel 87. 69.
 
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futterhonig, m., auch n., honig womit die bienen im winter oder im frühlinge gefüttert werden. Krünitz 15 (1786), 584. im Oldenburgischen ist volksglaube: wenn man beim ersten füttern der bienen etwas erde unter den futterhonig mischt, so verhütet man dadurch, dasz der künftige schwarm sich an einen zu hohen gegenstand setzt. Strackerjan aberglaube u. sagen 1, 64, 70.
 
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futterhose, f. eine in form einer breitern viereckigen hölzernen röhre bestehende vorrichtung, das futter vom boden in den stall herabzulassen. Weber ökonom. lex. 710b. auch futterröhre.
 
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futtericht, adj. was futterig.
 
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futterig, adj.
1) stets ohne umlaut, als wenn ein ahd. fuotarac vorausgienge, von schafwolle: verunreinigt durch darauf- und dareingefallenes heugesäme, so wie durch darauf- und dareingefallene kleine strohtheilchen, blätter und blättertheilchen des dürren »futters«, was alles nur schwer herauszubringen ist und den werth vermindert. futterige wolle. die wolle ist futterig geworden. die haftenden futtertheilchen können theils von einem nicht fest gespündeten boden über dem schafstall herrühren, theils von nicht ganz zweckmäsziger einrichtung der futterraufe. Weber ökonom. lex. 176a.
2) ohne und mit umlaut, als wenn ein ahd. fuotarîc vorausgienge, dessen ableitendes -îc jenen wirken kann: zu futter sich eignend, zu futter tauglich. derselb nachthüter sol sinem maiden (zuchthengst) futer binden uff den drien marken, ainer dumellen prait in den drien kornen: roggen, vesen (gerste, hier schwerlich spelz) und habern, ie tzu der zeit als dann dieselben korn futtrig sint. bair. weisth. v. j. 1378, in weisth. 3, 645; der haber ... wird gemeiniglich bald nach der gersten im julio gehauen und eingebracht, und nachdeme das stroh fütterig ist, etwann zwey oder drey tage also im schwaden liegen gelassen, damit das futter noch dürre werde. Hohberg 3, 2, 35b. vom stroh sagt man nd. es sei voderig, vorig, osnabrück. vörig, d. i. hochd. futterig, fütterig, wenn es mit vielem gras, namentlich queckengras, und mit andern gedörrten kräutern, die unter dem getreide wachsen, untermischt ist, so dasz es dieser wegen das vieh gern friszt und gut füttert. brem. wb. 1, 432. Strodtmann 315.
 
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futterinnung, f., bei Rüdiger neuester zuwachs 2, 76, s. futtererinnung.
 
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futterjuppe, f. in Bündten in der Schweiz ein stallkittel. Stalder 1, 408.
 
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futterkammer, f. eine kammer, meist eine bodenkammer, in welcher futter für das vieh aufbewahrt wird. die futterkammer, der haberboden. Ludwig 681. nnl. voederkamer.
 
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futterkamp, m. ein kamp zu futterpflanzung. in Holstein name adelicher güter. Schütze 2, 220.
 
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futterkartoffel, f. eine gemeine schlechte, eigentlich nur zu vieh-, zumal schweinefutter taugliche kartoffelart. auch schweinkartoffel. Campe. in der Wetterau säukartoffel.
 
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futterkaste, jetzt gewöhnlich futterkasten,m.: palearium, ein ... sprüwerkast, fterkast. Frisius (1556) 940a. danach Maaler 152d und hiernach weiter Henisch 22. futterkasten. Stieler 933. Dentzler 2, 120b. ein gewöhnlich im pferdestall stehender groszer, häufig verschlieszbarer kasten zur aufbewahrung des habers, der die woche über verfüttert wird. Weber ökonom. lex. 176a. bildlich: futterkasten der gelehrten, ein mischmasch, ein durcheinander von allerlei. Rädlein 316b. futterkasten der gelöhrten. Castelli teutsch-it. wb. (1709) 1281a.
nnl. voederkast f. Vgl. DWB futterkiste.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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