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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterfäszlein bis futtergerüste (Bd. 4, Sp. 1079 bis 1080)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterfäszlein, n., das dim. des vorigen, findet sich in culleus, ein futter feslin bei Diefenbach 161c, der dies aus dem vocabularium archonium v. j. 1487 anführt. das wort bezeichnet aber hier einen ledernen sack, in den ein übelthäter bis zum kopfe gesteckt wurde, wol um ertränkt oder gefoltert zu werden. Bracks vocabularius (1487) g 5a setzt bei jenem culleus geradezu ein folter oder ein tumelfeszlin. sollte hiernach futterfeslin vielleicht für fulterfeslin gesetzt sein?
 
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futterfell, n. ein als unterfutter verwendetes fell. ein futterfell unter den sitz. wagenbauerrechnungen von 1650—1651 auf der rigaer stadtbibliothek, s. Gutzeit 1, 303b.
 
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futterfisch, m.
1) ein sich von pflanzen oder theilen derselben nährender fisch. auch weidefisch. im gegensatze zu raubfisch und schlammfisch, sich von raub oder aus dem schlamme nährender fisch. Krünitz 15 (1786), 584. Bose wb. der fischerei 64a.
2) ein fisch der mit andern seiner art zur vermehrung in einen teich gesetzt wird, damit sie für andere, z. b. hechte, futter seien.
 
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futterflanell, m. flanell der als futter gebraucht wird, besonders aber der flanell dessen kette von einschüriger waschwolle und dessen einschlag von strichwolle ist. Campe.
 
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futterfrucht, f. pflanze die zu viehfutter gebaut wird. Weber ökonom. lex. 175b.
 
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futtergang, m. der zu aufbewahrung und zurüstung des täglichen bedarfs von futter für das vieh so wie zur aufsteckung des futters bestimmte raum zwischen tenne und stall oder an der seite der stallung. wie die folgenden stellen zeigen, am badischen Oberrhein, an dem zu Renchen der verfasser des Simplicissimus schultheisz

[Bd. 4, Sp. 1080]


war, und in der Schweiz geläufig. Rütte 27. Stalder 1, 408. als ich nun des dings bald satt gesehen, gieng ich aus der scheuer, darinn man dantzte, in den futtergang an einen stall und legte mich in das hinterste eck auff ein wenig streu. Simpliciss. 2, 274 (Keller 3, 397);

aber wo meinetder mög sel zit der Friederli gsi sy?
öbben im fuetergang? by's meisters stieren und rosse?
Hebel 124 (statth. v. Schopfh.);

im futtergang hatte die tochter gelauscht. Gotthelf käserei (1850) 153; er blickte in den futtergang und konnte lange seine augen nicht herausbringen, als er die schönen runden appetitlichen futterwalmen sah und den gesäuberten gang dazwischen. dessen Uli der knecht 137. schw. fodergng.
auch der gang zur aufsteckung des futters in die raufen rechts und links zwischen zwei reihen vieh, das so gestellt ist, dasz sich die köpfe jeder reihe gegen die der andern kehren.
 
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futtergeber, m. einer der dem vieh futter zu geben, es zu füttern hat. futerer, futergaber, waydner oder speyser, pabulator. voc. theut. von 1482 i 8a, aber futergaber scheint verdruckt für futergeber, zumal da »futern oder futergeben, waidnen oder speysen, pabulare« unmittelbar vorausgeht.
 
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futtergeld, n. geld das für futter so wie auch für fütterung eines thieres oder einer anzahl thiere zu zahlen ist. ein zugelaufenes schwein kann der eigenthümer für das futtergeld wieder in empfang nehmen.
 
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futtergemenge, n. eine entweder zu grünem futter, oder zu heut oder körnerfutter für das vieh ausgesäte mischung von gerste, haber, klee, erbsen, bohnen, wicken u. dgl. auch mengefutter oder blosz gemenge. Weber ökonom. lex. 189b.
 
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futtergerste, f. gerste zu oder als viehfutter. im besondern die zweizeilige gerste, frühgerste, hordeum distichon. zweyschichtige gersten, die gemein futter gerst, nur mit zweyen zihen, quod duos ordines habet. Henisch 1521, 52. futtergersten (sg.). Stieler 605.
 
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futtergerüste, n. ein gerüste zur aufbewahrung des futters: aus der raufe und dem futtergerüste des letternkastens ernähren. Jean Paul leben Fibels 1, 140. besonders das gerüste über der tenne der scheuer, in so fern auf dasselbe futter gelegt und aufgehäuft wird.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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