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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterdiele bis futterertrag (Bd. 4, Sp. 1078 bis 1079)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterdiele, f. bret der inneren verkleidung eines schiffes. Krünitz 15 (1786), 584.
 
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fütterei, f. das füttern eines thieres oder von thieren, dann auch das futter: dasz (dem vieh) an fütterey, streu und wartung nichts abgehe. Hohberg 2, 247a. von füttern I 1).
 
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futtereimer, m. ein eimer in welchem dem vieh getränke, d. h. flüssiges futter, in den stall gebracht wird.
 
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futterekel, m. bei pferden unlust zum fressen, die sich oft bei krankhaftem zustande äuszert. Weber ökonom. lex. 175b.
 
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futterer, fütterer, m.
I. von füttern I, nur unter 3) von futter I 1) a).
1) einer der im kriege futter auftreibt und herbeischafft, fouragiert, pabulator. mhd. im 12. jh. fuoterere, pabulator. sumerl. 14, 61. in demselben jh. in mittelrhein. mundart vouterare. gl. trevir. 12, 10. dann am Oberrhein und in Östreich dô ir fuoterer verrietent in daʒ lant. Closener 118 (Hegel 143);

dër edel hôrte sagen
die heiden liste wielten
und auf die fuotrer hielten.
Suchenwirt nr. 18, 170.

mitteld. daʒ mit dën fûterêren riten
die rittere und sich wâgten alsô
arbeitlich um ein fûterstrô. Ludwigs kreuzf. 3869;

nû wâren die fûterêre
gerûwet nâch ir swêre,
die sie ê von dën heiden liten. 4476.

nhd. futerer, futergaber, waydner oder speyser, pabulator. voc. theut. 1482 i 8a. futrer. mm 7b.
2) einer dem die fütterung und besorgung von vieh obliegt. in diesem sinne scheint, nach dem lateinisch endigenden dat. pl. hengistfuotris in einer bei Meichelbeck hist. frising. 1, 151 abgedruckten urk. v. j. 903, schon ahd. fuotarâri vorgekommen zu sein. mhd. füetrær (d. i. vüeterære) im Münchner stadtrecht 58, s. Benecke 3, 444a. nhd. fütterer, curator pecoris. Stieler 527. noch heiszt in Baiern der knecht, der das vieh zu füttern und zu besorgen hat, fuetterer, und das mädchen singt:

mei schatz is e fuedere, sitzt unte de kue.

s. Schmeller 1, 578.
3) ehedem in Halle ein privilegierter futterhändler als mitglied der futtererinnung daselbst (s. futtererinnung). neue mittheil. des thüring.-sächs. vereins 11, 432 f. Rüdiger neuester zuwachs 2, 76. dieselbe bedeutung hat mhd. fueterer (d. i. vuoterære) im Augsburger stadtbuch s. 124, wo die fueterer neben den hökern vorkommen. vgl. DWB futterbann.
II. von füttern II.
1) einer der pelze be- und verarbeitet, der futterpelze fertigt, ein kürschner, auch überhaupt einer der mit pelz kleider füttert. nd. buntvoederer (brem. wb. 1, 166. 433), dessen bunt = fehwamme, pelzwerk.
2) ein futteralmacher. fütterer in dieser wie in jener bedeutung bei Stieler 527.
 
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futtererbse, f. zu viehfutter angebaute erbsen, es mag die ausgedroschene frucht verfüttert werden oder blosz die grüne pflanze vom acker.
 
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futterergebnis, n. das was bei der ernte des futters diese ausgibt. vgl. DWB futterertrag.
 
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füttererin, f. eine weibliche person der die fütterung des hausgeflügels, der kühe, schweine u. s. w. obliegt. Stieler 527.
 
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futtererinnung, f. eine ehedem in Halle bestehende von den erzbischöffen privilegierte innung, mit futter und allem, was zum marstall gehört, zu handeln. neue mittheil. des thür.-sächs.

[Bd. 4, Sp. 1079]


vereins a. a. o. Rüdiger neuester zuwachs a. a, o., wo aber futterinnung steht. s. DWB futterer I 3).
 
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futterernte, f. die ernte an futter für das vieh. die futterernte ist in diesem jahre sehr mangelhaft, die nachernte kann durch den regen vielleicht etwas günstiger werden.
 
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futterertrag, m. der ertrag an futter bei dessen ernte. vgl. DWB futterergebnis.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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