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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterboden bis futtereimer (Bd. 4, Sp. 1077 bis 1078)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterboden, m. ein boden zur aufbewahrung des futters für das vieh. Krünitz 15 (1786), 583. futterboden, palearium. Reyher 2 F 3c.
 
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futterbohle, f. was futterbret 1). Moerbeek (1768) 2, 117a.
 
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futterbohne, f. die pferdebohne, saubohne, vicia faba.
 
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futterbrei, m. eine von den bienen aus blumenstaub, honig, wasser und mistjauche bereitete weiche masse, die sie ihren maden bis zu deren verpuppung zutragen. das weibchen legt eier und trägt futterbrei dabei, von welchem die maden, so wie sie aus den eiern schliefen, bis zu ihrer verpuppung leben können. Gundelach honigbiene s. xiii; alle behaupten, den maden zu den königinnen werde besserer futterbrei von den bienen gereicht, als den maden in den kleinen bienenzellen, er sehe wie eiweisz aus. ich für meine person bin der meinung, dasz dem nicht so ist, und dasz der futterbrei für alle maden ganz einerlei ist. 67.
 
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futterbret, n. 1) was futterbank. Moerbeek (1768) 2, 117a. 2) an hölzernen treppen ein den raum zwischen zwei stufen oder tritten schlieszend ausfüllendes in die quere aufrechtstehendes bret.
 
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fütterchen, n. , dim. von futter (s. d.).
I. von nahrung für menschen oder thiere, um auszudrücken, dasz dieselbe aus wenig bestehe, oder in traulicher sprechweise. einem das fütterchen höher thun. hierher scheint auch Wilhelm Grimm das in beziehung auf ein gewünschtes frauenzimmer sprichwörtliche ein fütterchen unter etwas sein zu setzen, wenn er ein fütterchen unter mein peltzgen bei aufzeichnung der hernach folgenden stelle aus Weises erznarren durch »etwas für meinen schnabel« erklärt, und unten die stelle aus der insel Felsenburg würde schön passen, dennoch möchten die stellen unter II 2) gehören, wofür auch die daselbst weiter angeführten sprechen werden.
II.
1) von einem kleinen anpassenden überzug über etwas zu dessen schutz und verwahrung. ein fütterchen für eine vorstecknadel, einen ring u. s. w.
2) von dem womit ein kleid, ein kleidungsstück oder überhaupt ein bekleidungsstück inwendig bezogen oder überzogen ist oder wird, wenn es wenig oder geringhaltig ist, oder auch in traulicher sprechweise. das ist ein schönes fütterchen für den rock. sprichwörtlich, wie vorhin bemerkt, in beziehung auf ein frauenzimmer, das sich ein mann sehnlich wünscht, ein fütterchen unter ein pelzchen, einen brustlatz sein, ein fütterchen für jemand, für einen brustlatz sein oder werden, für jemand aufs beste passen, für jemand aufs beste anstehn, jemand schnlich wünschenswerth sein, ursprünglich wol so viel als zum an- oder beiliegen begehren oder wünschen. danach gehörte denn die sprichwörtliche redensart um so mehr hierher. zuerst erklärt findet sie sich bei Rädlein 316a, wenn er disz wäre ein füttergen unter seinen beltz mit dem beisatze disz weibsen (frauenzimmer) stünde ihm an hat und ital. und franz. übersetzt questa fanciulla (donzella, donna) l'accomoderebbe benissimo, farebbe per lui, sarebbe il fatto suo, cette fille (femme) l'accommoderoit bien, lui reviendroit bien, seroit bien son fait. weil ich nun des courtoisirens schon lang gewohnet war, dacht ich, da würde auch ein füttergen unter mein peltzgen seyn. Weise erznarren 80; dessen tochter schien ein füttergen vor meinen brustlatz zu seyn. dessen polit. näscher 163; wer was finden will, der musz was suchen: ich höre, dasz ein freyes wittweibgen in der nachbarschafft wohnt, die möchte sich wohl als ein delicat füttergen unter meinen brustlatz schicken. dessen körbelmacher

[Bd. 4, Sp. 1078]


159; herr, aus allen umständen kann ich mercken, dasz mir ein reich mädgen bescheret ist. wolt ihr nicht in spiegel sehen, dasz ich nur weisz, an welchem ende der welt meine seele das füttergen unter ihrem brustlatze finden soll? dessen freim. redner 323, = unter ihrem brustlatze sie als das fütterchen d. h. die unter meinen brustlatz aufs beste passende, sehnlichst gewünschte für mich; wenn der eigensinnige man in Leuwarden seine frau nicht wieder haben wolte, solte das nicht ein schön fütterchen vor mich werden können, denn sie war ... ein ungemein schönes bild. Felsenburg 3, 143.
3) was futter II 3).
 
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futtercholik, f. eine mit krampf und groszen schmerzen verbundene krankheit in den gedärmen des pferdes, das sich dabei heftig umherwirft, die darmgicht des pferdes. Weber ökonom. lex. 175b. gewöhnlich futterkolik geschrieben.
 
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futterdämpfer, m. eine vorrichtung, mittelst welcher viehfutter durch comprimierte heisze dämpfe schnell gekocht werden kann. eine erfindung jüngster zeit.
 
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futterdiele, f. bret der inneren verkleidung eines schiffes. Krünitz 15 (1786), 584.
 
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fütterei, f. das füttern eines thieres oder von thieren, dann auch das futter: dasz (dem vieh) an fütterey, streu und wartung nichts abgehe. Hohberg 2, 247a. von füttern I 1).
 
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futtereimer, m. ein eimer in welchem dem vieh getränke, d. h. flüssiges futter, in den stall gebracht wird.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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