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futteraschieren bis futterbeutel (Bd. 4, Sp. 1076 bis 1077)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futteraschieren, futter für vieh auftreiben und einfordern, auch diesem geben, dann überhaupt lebensmittel auftreiben und einfordern. volksmäszige umbildung des franz. von fourrage (s. DWB futterasche) abgeleiteten fourrager:

schwurs dem prinzen und zeigt an
dasz die Türken futragiren,
so viel als man kunt verspüren,
an die dreymalhunderttausend mann. prinz Eugen bei
Soltau 529.

futraschiren, pabulari. Frisch 1, 311c. futteraschiren. Moerbeek deutsch-holl. wörterb. (1768) 117a. nnl. voederageren neben voerageren.
Der inf. als subst. gesetzt: das futraschiren, pabulatio. Frisch a. a. o.
 
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futteraschierer, m. einer der futter für vieh, auch überhaupt lebensmittel auftreibt und einfordert. abgeleitet von futteraschieren (s. d.). futteragirer, frumentator, pabulator. Reyher lex. 2 F 3c. futteraschirer. Moerbeek a. a. o. futraschierer, pabulator. Frisch a. a. o.
 
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futteraschierung, f. auf- und eintreibung von futter für vieh, auch überhaupt von lebensmitteln. abgeleitet von futteraschieren (s. d.). futteragierung, frumentatio. Reyher a. a. o. futteraschirung. Moerbeek a. a. o.
 
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futterband, n. bei den perückenmachern ein band über dem die haartressen tragenden netze. Adelung. Campe.
 
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futterbank, f. ein mit einem gestelle unten versehener oben und an den beiden enden offener bankartiger kasten, wider dessen vorderem ende eine unten befestigte klinge mit der hand bewegt werden kann, um das in die bank gelegte und mit der andern hand vorwärts geschobene stroh u. s. w. zu »futter« für das vieh klein zu schneiden. Adelung. Krünitz 15 (1786), 583. nnl. voederbank. in Niedersachsen futterlade f., in der Wetterau häckselbank f., anderwärts häckerlingsbank. s. futterklinge und strohschneider.
 
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futterbann, m. zu Augsburg eine von den futteren jährlich an den burggrafen zu entrichtende abgabe. mhd. fuoterban. Augsburger stadtbuch s. 124. auch hökerbann. s. DWB futterer I 3).
 
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futterbarn, m. die futterkrippe:

ein tag ich im (dem ross) kein futer gab
und sprach dan, das ichsz gefutert hab,
und schlaf vier stund im futerparn. fastnachtsp. 562, 26.

[Bd. 4, Sp. 1077]


bairisch blosz barn, s. Schmeller 1, 200. auch die aus bretern gemachte kurze krippe auf einem gestelle, die pferden eines fuhrwerkes vor dem wirthshause vorgestellt wird, dasz sie daraus ihr futter empfangen, heiszt futterbarn. der hausknecht füllte den futterbarn und stellte ihn den pferden zurecht.
obscen verwendet s. DWB futter I 4).
 
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futterbau, m. der bau, das pflanzen, das ziehen des futters. die gegend hat treflichen futterbau. futterbau auf sandboden von Löbe.
 
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futterbedarf, m. das was zu einem bestimmten zweck an futter nöthig ist. bei einem stalle voll vieh ist der futterbedarf grosz.
 
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futterbedürfnis, n.: beschienen (vom monde) waren die schlafenden menschen, die pferde vom futterbedürfnisz wach gehalten. Göthe 30, 99.
 
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futterbeutel, m. ein dem pferde so vorgehängter beutel mit futter, dasz das maul des pferdes in demselben ist. ein futterbeutel mit schnallengurte. auch freszbeutel (s. d.).

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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