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futteralmacher bis futterbann (Bd. 4, Sp. 1076)
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[Bd. 4, Sp. 1076]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futteralmacher, m. einer der futterale zu verfertigen versteht und solche verfertigt, thecarum opifex. schon bei Kramer teutsch-ital. wb. (1678) 497a und Stieler 1193.
 
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futteramt, n. an höfen eine aus mehreren beamten bestehende behörde, welcher die anschaffung und verwaltung des futters für den herrschaftlichen marstall obliegt. vgl. DWB futtermarschall, DWB futterschreiber.
 
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futteranbau, m. anbau von futterkräutern. Campe.
 
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futterarm, adj., an futter für das vieh arm, d. h. 1) bis zum mangel geringen ertrag an futter darbietend. eine futterarme gegend. futterarmes gelände. 2) durch zu geringen ertrag an futter mangel mit sich bringend: ein futterarmes jahr, in welchem das für das vieh nöthige futter mangelt.
 
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futterasche, f. futter für vieh. mit langem a, auf dem auch der ton liegt. das wort ist nemlich volksmäszige umbildung des franz. fourrage m., das im span. forrage lautet und auf einem vorauszusetzenden, aber bis jetzt nicht nachweisbaren mittellat. foderaticum beruht, welches von einem von mittellat. foderum, fodrum, futter, pabulum, abgeleiteten ebenfalls mittellat. foderare, füttern, futter auftreiben und einfordern, herkommt. dieses foderum, fodrum aber ist entlehnung aus ahd. fuotar, mhd. vuoter, s. DWB futter I. jene umbildung zeigt sich bereits, auch mit beibehaltung des g im franz., also noch ohne umsetzung nach der aussprache in sch, im 17. jh., in welchem das franz. wort gleich marchieren, marschieren und andern wörtern aus dem franz. während des dreiszigjährigen hrieges recht bei uns eingedrungen zu sein scheint. so verzeichnen im 17. und im 18. jahrh. Reyher, Kirsch, Hederich, Nieremberger, Matthiä futterage, Kramer in seinem hoch-nd. wörterb. futterasche, endlich Frisch 1, 311c futrasche, und das volk hält noch an der umbildung fest: aber die gebildeten sind zu dem franz. worte zurückgekehrt, wie denn auch schon Rädlein 316a furasche, Kirsch, Nieremberger, Matthiä fourage, Hederich und Weber (1734 2, 269b) fourrage vorziehen. auff die futterage ziehen, pabulari, pastum ire. Reyher F 3c.
noch bair. fuedrâsche. Schmeller 1, 578; tirol. fuetrâsch, fuetrâschi, futter, proviant. Schöpf 160; wetterauisch furrerâsch. neuniederl. voederaadje, voederaasje, f.
 
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futteraschieren, futter für vieh auftreiben und einfordern, auch diesem geben, dann überhaupt lebensmittel auftreiben und einfordern. volksmäszige umbildung des franz. von fourrage (s. DWB futterasche) abgeleiteten fourrager:

schwurs dem prinzen und zeigt an
dasz die Türken futragiren,
so viel als man kunt verspüren,
an die dreymalhunderttausend mann. prinz Eugen bei
Soltau 529.

futraschiren, pabulari. Frisch 1, 311c. futteraschiren. Moerbeek deutsch-holl. wörterb. (1768) 117a. nnl. voederageren neben voerageren.
Der inf. als subst. gesetzt: das futraschiren, pabulatio. Frisch a. a. o.
 
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futteraschierer, m. einer der futter für vieh, auch überhaupt lebensmittel auftreibt und einfordert. abgeleitet von futteraschieren (s. d.). futteragirer, frumentator, pabulator. Reyher lex. 2 F 3c. futteraschirer. Moerbeek a. a. o. futraschierer, pabulator. Frisch a. a. o.
 
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futteraschierung, f. auf- und eintreibung von futter für vieh, auch überhaupt von lebensmitteln. abgeleitet von futteraschieren (s. d.). futteragierung, frumentatio. Reyher a. a. o. futteraschirung. Moerbeek a. a. o.
 
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futterband, n. bei den perückenmachern ein band über dem die haartressen tragenden netze. Adelung. Campe.
 
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futterbank, f. ein mit einem gestelle unten versehener oben und an den beiden enden offener bankartiger kasten, wider dessen vorderem ende eine unten befestigte klinge mit der hand bewegt werden kann, um das in die bank gelegte und mit der andern hand vorwärts geschobene stroh u. s. w. zu »futter« für das vieh klein zu schneiden. Adelung. Krünitz 15 (1786), 583. nnl. voederbank. in Niedersachsen futterlade f., in der Wetterau häckselbank f., anderwärts häckerlingsbank. s. futterklinge und strohschneider.
 
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futterbann, m. zu Augsburg eine von den futteren jährlich an den burggrafen zu entrichtende abgabe. mhd. fuoterban. Augsburger stadtbuch s. 124. auch hökerbann. s. DWB futterer I 3).

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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