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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fütisch bis futrasche (Bd. 4, Sp. 1063 bis 1064)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fütisch, adj. weibisch feig, nichtswürdig. auch füttisch:

ich hett mich lust mit jhm zureissen,
dasz ich jhn übers maul solt schmeissen,
er ist ein füttisch lumpen mann.
H. Sachs I (1590), 334c.

s. auch hundsfüttisch, hundsföttisch.

[Bd. 4, Sp. 1064]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futlappe, m. labium vulvae. labrum, futlap. voc. opt. nr. 1, 202.
 
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fütlein, n. vulvula. s. füdlein und fütchen.
 
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futlos, adj. als weibliche person ihres geschlechtsgliedes ermangelnd, expers cunni. mhd. vutlôs. GA. 3, 26, 196 u. 198.
 
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futnacket, futnackt, adj. ohne alle, auch die geringste bekleidung. natürlich von einer weiblichen person:

thut sie doch selbs so ermklich leben,
dasz sie schier gar futnacket geht.
H. Sachs 4, 13c (1591 10c).


 
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futnarr, m. eine weiblichen personen aus liederlichkeit nachlaufende männliche, weibertoller, weibsbildernärrischer mensch, cunnilingus. eine im volk übliche schelte. s. DWB futnärrisch.
narr hat hier die im volksmund übliche bedeutung: einer der aus liebhaberei auf etwas wie unsinnig versessen ist, der sich demselben als seiner liebhaberei mit aller leidenschaft hingibt. das so wol in der redensart ein narr auf etwas sein, als auch als letztes wort in zusammensetzungen wie geldnarr, kleidernarr, steinnarr, fafelnarr (s. Arnold pfingstmontag 107) u. s. w. s. DWB narr.
 
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futnärrisch, adj. 1) weiblichen personen aus liederlichkeit nachlaufend, mit aller leidenschaft auf sie versessen. auch weibertoll, weibsbildernärrisch, weiberthöricht (s. Frommann 6, 330, 385), pumpelthöricht, welches letzte aber nach Schmeller 1, 294 nürnbergisch »mit dem furor uterinus behaftet.«
von jener bedeutung dann 2) die abgeleitete: sehr lustig, überaus komisch. so siebenbürgisch-sächsisch futnärresch. Haltrich plan 11b.
 
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futneid, m. eifersucht einer weiblichen person auf eine andere, zumal in hinsicht geschlechtlicher beiwohnung.
 
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futneidig, adj. futneid habend (s. futneid). fudneidig, derber ausdruck für eifersüchtig.« Schmeller 1, 414. ulmisch fudneidig, überhaupt so viel als eifersüchtig, misgünstig. Schmid 207.
Davon ein gleichlautendes adv.
 
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futnol, m., s.fudenol oben sp. 363 unter fud.
 
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futrasche, f., s.futterashe.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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