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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futfeiern bis futlos (Bd. 4, Sp. 1063 bis 1064)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futfeiern, sich frauenzimmern gefällig bezeigen. das als pöbelhaft geltende hamburg. futfîren (Richey 56. brem. wb. 1, 395) ins hochdeutsche umgesetzt. das u ist kurz und fîren hochd. feiern, hier in der unter diesem worte nachzutragenden bedeutung verehrung bezeigen, schönes sagen, schön thun, mit dat.: wie verzeihlich war diese letztere (die selbstgefälligkeit) bey einem manne (es ist Gellert gemeint), dem, wie man auch aus diesen briefen sieht, von allen seiten her, von jedem stande und geschlechte, so sehr gefeyert und geopfert wurde. allgem. deutsche bibliothek 27, 2 s. 490.
 
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futhechel, f. die hauhechel, ononis spinosa. futthechel. Lonicerus kräuterb. 103b. der zweite theil des wortes, hechel, geht auf die an der pflanze sitzenden zahlreichen stachelspitzen, und der erste theil dürfte sich aus den ihr auch beigelegten namen weiberkrieg, weibergeklatsche erklären. vgl. hierbei fut 2).
 
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futhosen, ein pl., in den sechziger bis siebenziger jahren des 18. jh. männerhosen die vom bunde an bis zwischen die beine mit einer reihe von knöpfen zugeknöpft wurden. Schmeller 1, 513, in der 2. ausg. sp. 694 die später hinzugefügte bemerkung »neueste mode 1837« und diese dauert noch heute fort. vgl. schnellficker.
 
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futieren, östr., mit kurzem u, weshalb auch futtieren geschrieben: durch unbequem- oder lästigwerden in unruhe setzen. was futtirt mich der kerl da! Höfer 1, 256. gewöhnlich reflexiv, sich futieren um etwas, darüber in sorge und unruhe sein, sich darum bekümmern. Loritza 46b. futtiren Sie sich nicht um eine solche kleinigkeit! Höfer a. a. o.; ih futiar mi nix um ihm. Castelli 134.
aus mittellat. futare, widerlegen, strafen, tadeln, woraus sich dann bei entlehnung ins östr. der sinn von peinigen, beunruhigen, entwickelt zu haben scheint.
 
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futig, adj. tief verächtlich. fudig. Schmeller, 2. ausg. 1, 694.
 
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futigel, m. im würtembergischen unterland eine art unkraut unter dem dinkel. Schmid 208. ob feldmannstreu, eryngium campestre? diese pflanze nemlich hat oben eine gute zahl kleiner stachelknöpfe und soll kräfte zum beischlaf verleihen. Nemnich 2, 1527).
 
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fütin, f. ein schamloses weib, feiges weib. auch füttin (s. d.). bei Vintler auf einen tief verächtlichen mann angewandt:

das (daʒ) man gëren halt dën man
nâch dëm und ër sich halten kan:
halt ër sich als ein wülfin,
sô halt man in als ein füttin.
Haupt 9, 107.


 
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fütisch, adj. weibisch feig, nichtswürdig. auch füttisch:

ich hett mich lust mit jhm zureissen,
dasz ich jhn übers maul solt schmeissen,
er ist ein füttisch lumpen mann.
H. Sachs I (1590), 334c.

s. auch hundsfüttisch, hundsföttisch.

[Bd. 4, Sp. 1064]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futlappe, m. labium vulvae. labrum, futlap. voc. opt. nr. 1, 202.
 
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fütlein, n. vulvula. s. füdlein und fütchen.
 
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futlos, adj. als weibliche person ihres geschlechtsgliedes ermangelnd, expers cunni. mhd. vutlôs. GA. 3, 26, 196 u. 198.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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