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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
füllenfleisch bis füllenstute (Bd. 4, Sp. 511 bis 512)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füllenfleisch, n. das fleisch eines füllens: das schlimmste, was ihnen (den pferde angreifenden wölfen in den steppen Südruszlands) begegnen kann, ist, dasz sie sich den gedanken an füllenfleisch aus dem sinne schlagen müssen. Kohl reis. in Südruszland

[Bd. 4, Sp. 512]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füllenfresser, m. ein reiszendes thier, von welchem ein füllen gefressen wird. so vom wolfe:

ich sah es wol, wie der bösewicht
das arme füllen so gräulich frasz.
ich schrie ihm zu ohn unterlasz:
füllenfresser! füllenfresser!
Hoffmanns gesellschaftsl. 186 (1860 2, 4).


 
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füllenfusz, m. der gemüseportulak, portulaca oleracea. Holl 113a u. 287b. woher der name? beruht er etwa auf dem gebrauche des krautes oder seines saftes an den füszen der füllen? aus Hieronymus Bock, Lonicerus und andern läszt sich darüber nichts entnehmen.
 
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füllengarte, füllengarten, m. ein eingezäunter platz zum weiden und springen für die füllen. vgl. DWB füllenweide.
 
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fullenhirt, m. ein hirt für füllen, pullarius. Weismann lex. 1, 438b, dagegen 2, 134b (im deutsch-lat. theil) fülleshirt, welches landschaftliche form sein mag. vgl. DWB füllenhüter.
 
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füllenhüter, m. einer der die füllen auf der weide hütet. füllinhüter, pullarius. Henisch 1284, 58. vgl. füllenhirt.
 
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füllenleder, n. aus den häuten der füllen bereitetes leder: in der regel tragen sie (die pferdehirten in den steppen Südruszlands) pantalons von behaartem füllen- oder kalbsleder. Kohl reisen in Südruszland.
 
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füllenmonat, m. der merz: der merz wird auch genannt der frühlingmonat, pferdmonat und füllinmonat. Scherz 449 aus der teutschen sprach ehrenkranz von Chorion. ob der name, weil die pferde und füllen zur frischen weide getrieben werden?
 
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füllensack, m. Hugo von Trimberg sagt im Renner 9035 vom päpstlichen hofe:

Lærenbiutel und Füllensac
pflëgent dës hoves naht und tac,

und bezeichnet in dem beigelegten ersten eigennamen einen der, um sich zu bereichern, ungetreu und räuberisch andern den beutel leert, in dem zweiten dagegen einen der in gleicher absicht und weise andrer gut und geld an sich nimmt und sich so den sack füllt, einen räuber. s. mhd. dën sac vüllen in dem sinne von »rauben« unter füllen I 1) a). beide lebendige und treffende namen übrigens sind durch zusammenziehung ganzer redensarten gebildet, in welchen das verbum im imperativ steht, aus mhd. lære dën biutel, leere den beutel, und fülle (vülle) dën sac, fülle den sack. vgl. gramm. 2, 962, auch W. Wackernagel in Pfeiffers Germ. 5, 292. 301.
 
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füllenstall, m. ein stall, in welchen die von ihren müttern genommenen füllen gebracht werden und von den andern pferden gesondert bleiben, bis sie zum gebrauche tauglich sind. Hübner ökonom. lex. (1764) 805. eben so wol fohlenstall.
 
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füllenstute, f. eine stute die ein saugendes füllen hat Zincke ökonom. lex. (1764) 805. auch fohlenstute, s. d.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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