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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
füllbaum bis fülle (Bd. 4, Sp. 483 bis 484)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füllbaum, m. im bergbau ein etwa fünf spannen langes holz, das über das hauptgevierte des schachtes gelegt wird. Richter 1, 343.

[Bd. 4, Sp. 484]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füllbecken, n. in den zuckersiedereien ein kupfernes, mit einer schnauze und zwei henkeln versehenes becken, oder ein solcher schöpfnapf, in welchem der gare sud des zuckers zum abkühlen in die füllstube getragen und in eine grosze kupferne kühlpfanne gegossen wird. Campe. s. DWB füllen I 4).
 
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füllbier, n. bier zum nachfüllen im fasse, um das aus demselben abgegangene zu ersetzen. Frisch 1, 305c. Adelung. Voigtel 1, 651. Campe. vgl. füllwein.
 
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füllblech, n. der aus eisenblech bestehende beschlag, überhaupt der eisenbeschlag der wagenachse, an dem das umdrehende rad sich reibt, eurae, ferra axi innitentia, quae a rota teruntur. Henisch 1286, 41. er füllt zwischen achse und rad aus.
 
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füllboden, m. ein säufer, ein trunkenbold: unser füllpoden aber und volle zapffen wöllen den wein drutzen und dautzen. Frank laster H ijb (kj, wo fülbodenn und trutzen und tautzen). der pl. füllboden hier ist der ursprünglich richtige und würde, wenn das wort sich erhalten hätte, auch jetzt, obgleich wir von boden (s. d.) den pl. böden bilden, nicht in füllböden sich wandeln dürfen; denn das wort in seiner zusammensetzung scheint eigentlich einen der einen boden füllt d. h. einschenkt, mit dem gedanken dasz dies ohne aufhören geschehe, auszudrücken, wofür die bei Henisch 443, 33 sich findende redensart »legt mir ein newen boden in das glasz, das ist, schenckt mir ein, haustum vitro infundite« spricht.
 
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füllbret, n. an den thüren das in rahmen gesetzte, den leeren raum zwischen diesen ausfüllende bret, welches auch füllung (s. d.), feld, spiegel heiszt. Adelung. Campe.
 
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füllbuch, n. bei fabricanten von getränken oder händlern mit diesen ein buch zum eintragen der mit angabe des maszes bei ihnen bestellten fässer, die dann gefüllt und versandt werden.
 
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füllchen, n. das dim. von füll, fülle n. (s. DWB füllen n.).
 
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fülldachstuhl, m. in der baukunst ein dachstuhl mit gebinden, dessen sparren nur durch den kehlbalken und dachrahm ihre haltbarkeit haben. Campe.
 
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füllde, f., liesze sich nach mhd. füllede, vüllede, vullede, f., das erfülltsein von einem wesen oder einem gegenstande (Eckhart 187, 1. 23. 31), die zukommende vollständigkeit, das die vollständigkeit übersteigende masz, die fülle (Leyser pred. 26, 36), im nhd. erwarten, kommt aber nirgends vor. auch findet sich neben füllede noch bei Eckhart 301, 9 ein vollide f., welches im nhd., wenn es nicht ebenfalls erloschen wäre, zu völlde geworden und völle neben fülle zu vergleichen sein würde. die ahd. form von füllede ist fullida und steht Tat. 67, 49 in der bedeutung erfüllung, ende, consummatio (in fullidu wëroltî, in consummatione seculi. Matth. 13, 49), 56, 7 (= Marc. 2, 21) aber in dem sinne von ergänzung, einfügung, aufgenähter lappen, supplementum. abgeleitet ist sie mittelst der endung -ida nhd. -de (s. d.) von fullan unserm nhd. füllen, von welchem auch, aber durch eine andere ableitungssilbe füllet f. sich bildete. s. DWB füllet, DWB füllot.
 
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fülle, m., neben und für fülle f., in schwacher biegung: wan sein churf. gn. gehn Rommerszdorf selb dritt kommen, mit einem knecht und wepelinck, soll man ihnnen geben convents speisz und tranck und dessen die fülle (= genug), seinen pferdten gewonlich futter und desz den füllen, seinen hunden brodt und des den füllen. weisth. 1, 618. doch dürfte sich für die stellung als masc., die überdies nicht zu empfehlen ist, schwerlich ein weiterer beleg beibringen lassen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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