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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
füllbas bis fülldachstuhl (Bd. 4, Sp. 483 bis 484)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füllbas, füllbasz, m. ein ausfüllender bas, ein blosz zur ausfüllung, zur begleitung dienender bas. ein von J. F. Reichardt für it. basso ripieno gebildeter kunstausdruck. vgl. DWB füllstimme.
sz fordert die übliche schreibung, aber die richtigere wäre füllbass. Jacob Grimm dagegen, der 1, 1146 bas schreibt, würde, bei aufnahme des wortes, füllbas gesetzt haben, wie hier voransteht.
 
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füllbauch, m. einer der gerne den bauch füllt, der speise und trank übermäszig zu genieszen pflegt und darauf hält, der bauchfülle liebt. zusammengesetzt aus füllen und bauch, das hier zugleich für den träger des bauchs (1, 1164) steht. s. DWB bauchfülle, DWB füllen I 1) c), füller, füllerei, freszbauch. »füllbauch, der niemer ersettiget oder erfült wirt, venter avarus«. Maaler 145b nach Frisius 136a, der aber füllbauch selbst nicht hat. ist er ain füllbauch, so ist der bauch sein gott. Franck par. 170a;

der iszt und trinckt, ist sanfft und lind,
der selb muosz üch ein füllbauch sein,
der suff und fresze vil hinein. Johannes d. t. pvj.


 
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füllbaum, m. im bergbau ein etwa fünf spannen langes holz, das über das hauptgevierte des schachtes gelegt wird. Richter 1, 343.

[Bd. 4, Sp. 484]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) füllbecken, n. in den zuckersiedereien ein kupfernes, mit einer schnauze und zwei henkeln versehenes becken, oder ein solcher schöpfnapf, in welchem der gare sud des zuckers zum abkühlen in die füllstube getragen und in eine grosze kupferne kühlpfanne gegossen wird. Campe. s. DWB füllen I 4).
 
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füllbier, n. bier zum nachfüllen im fasse, um das aus demselben abgegangene zu ersetzen. Frisch 1, 305c. Adelung. Voigtel 1, 651. Campe. vgl. füllwein.
 
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füllblech, n. der aus eisenblech bestehende beschlag, überhaupt der eisenbeschlag der wagenachse, an dem das umdrehende rad sich reibt, eurae, ferra axi innitentia, quae a rota teruntur. Henisch 1286, 41. er füllt zwischen achse und rad aus.
 
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füllboden, m. ein säufer, ein trunkenbold: unser füllpoden aber und volle zapffen wöllen den wein drutzen und dautzen. Frank laster H ijb (kj, wo fülbodenn und trutzen und tautzen). der pl. füllboden hier ist der ursprünglich richtige und würde, wenn das wort sich erhalten hätte, auch jetzt, obgleich wir von boden (s. d.) den pl. böden bilden, nicht in füllböden sich wandeln dürfen; denn das wort in seiner zusammensetzung scheint eigentlich einen der einen boden füllt d. h. einschenkt, mit dem gedanken dasz dies ohne aufhören geschehe, auszudrücken, wofür die bei Henisch 443, 33 sich findende redensart »legt mir ein newen boden in das glasz, das ist, schenckt mir ein, haustum vitro infundite« spricht.
 
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füllbret, n. an den thüren das in rahmen gesetzte, den leeren raum zwischen diesen ausfüllende bret, welches auch füllung (s. d.), feld, spiegel heiszt. Adelung. Campe.
 
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füllbuch, n. bei fabricanten von getränken oder händlern mit diesen ein buch zum eintragen der mit angabe des maszes bei ihnen bestellten fässer, die dann gefüllt und versandt werden.
 
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füllchen, n. das dim. von füll, fülle n. (s. DWB füllen n.).
 
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fülldachstuhl, m. in der baukunst ein dachstuhl mit gebinden, dessen sparren nur durch den kehlbalken und dachrahm ihre haltbarkeit haben. Campe.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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