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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuhrpferd bis fuhrt (Bd. 4, Sp. 473)
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[Bd. 4, Sp. 473]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuhrpferd, n. ein pferd zum fahren, ein fahrpferd, equus vectarius. Kirsch 2, 123a. furpferd, vehiculares equi. Alberus dictionar. dd ija. im gegensatze zum reitpferd. im besondern ein pferd zu fuhren auf der strasze. noch in der mark Brandenburg.
 
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fuhrsal, n. nahrung, alimentum. ein hübsches wort, das sich nach dem, freilich einsam stehenden ahd. fuorsal (gl. blas. 96a), im 12. jh. am Niederrhein foursal (gl. trevir. 15, 13), erwarten lassen könnte, aber weder im mhd. noch nhd. begegnet.
 
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fuhrsattel, m. ein sattel, der einem der dem wagen vorgespannten pferde aufgelegt wird oder ist, damit der fuhrmann oder fuhrknecht auf diesem reiten kann. auch livländisch. s. Gutzeit 1, 300b. zum unterschiede von einem reitsattel und tragesattel.
 
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fuhrschein, m. ein erlaubnisschein für eine fuhre oder fuhren, die sonst nicht stattfinden dürfen. ohne fuhrschein darf kein holz aus dem walde gefahren werden. wer sand aus der städtischen sandgrube holen will, musz einen fuhrschein lösen.
 
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fuhrscheuer, f. eine futterscheuer, ein heuschoppen. in der Schweiz das diminutiv furscheurli. Stalder 1, 404.
 
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fuhrschlitte, fuhrschlitten, m. ein schlitte zum fortschaffen schwerer sachen, die auf ihn geladen sind. zum unterschiede von einem rennschlitten.
 
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führsmann, m. was anführer: sie haben unter ihrem führsmann Johann Ziska wol fünffmahl ihres kaysers heer zertrennet. Micrälius alt. Pommern 3, 360. eine unrichtige bildung, da die sprache kein subst. führe f. kennt. es sollte heiszen führmann (s. d.).
 
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fuhrsoldat, m. ein soldat, der das geschütz, den schieszbedarf (die munition), das gepäck u. s. w. zu fahren hat, ein trainsoldat. der fuhrsoldat muste von seinem pferde steigen und die kanone beim abbrennen mit bedienen helfen.
 
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fuhrstaat, m. in Livland ein bestand an fuhrwerken mit bespannung. gebildet für das halbfranzösische fuhretat, wie auch oft livländisch gesagt wird. der fuhrstaat eines regimentes. zum fuhrstaat gehörige pferde. ein soldat zum fuhrstaat, ein trainsoldat. Gutzeit 1, 300b.
 
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fuhrstrasze, f. eine strasze für fuhren, eine fahrstrasze, im besondern eine von den fuhrleuten befahrene landstrasze: wer nicht alle fürt, weg und steg weisz, der setze ausz der fuhrstrasz nicht. Mathesius Sar. 154a; wir, die wir die landstrasz oder gemeine fuszpfad reisen, können unnd sollen denen nicht nachsetzen, die ausz der furstrasz unnd gebenten wege setzen unnd querfeld durch gemösz, wasser, welder, berg unnd thal jre wege nemen. dessen Luth. (1566) 88a; also hab ich offt auch ausz der furstrasz gesetzt und ein starck vater unser fürgelegt oder zur brucken gebraucht. 88b;

die porten werden darzu nutzen
das man auf den fuhrstrassen fein
mög sicher zihen ausz und ein.
Spreng Il. (1610) 90a;

alle städte der erde lagen mit offenen thoren und mit breiten fuhrstraszen um ihn herum. Jean Paul. auch fuhrmannsstrasze.
 
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fuhrt, führt (Reyher lex., index F 2d), jetzt allgemein in besserer schreibung furt, s. d.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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