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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuhrmannswirthschaft bis fuhrsattel (Bd. 4, Sp. 472 bis 473)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuhrmannswirthschaft, f. eine wirthschaft, die besonders von den auf der landstrasze fahrenden fuhrleuten besucht wird, so wol blosz einkehrenden als auch übernachtenden.
 
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fuhrmannswinde, f. eine winde der fuhrleute, nach erfordernis den wagen in die höhe zu winden. es geschieht dies z. b. beim schmieren der räder.
 
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fuhrmasz, n. ein masz der erzader, mensura venae metallicae. Frischlinus nomencl. 114, wie Frisch 1, 305b anführt. ob ursprünglich so viel als ein masz, das eine fuhre ausmacht?
 
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fuhrmeister, m. ein inhaber von fuhrwerken zur beförderung von personen oder gut: dann weil die leute und fuhrmeister, auch wir selbst zaghaftig waren, haben wir uns nicht wollen in das wasser (die übergetretene, grosze eisschollen treibende, über steinwege rauschende Saale) begeben und gott versuchen. Luther br. 5, 780.
 
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führohin, adv., mit völlig unnöthigem h, bei Butschky kanzl. 521. 599 und öfter. s. DWB fürohin.
 
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fuhrpacht, f. eine in übernahme und leitung von fuhren bestehende pacht.
 
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fuhrpachtwesen, n., erklärt sich aus fuhrpacht, s. d.
 
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fuhrpech, n. ein wagen- oder karrenschmierer, ein fuhrmann: jeder Schweizerbaur hetts (der gordische knoten ist gemeint) mit seiner fochtel auch also auflösen können. auch können noch zur knopfnot die fuhrpech mit jhren sebelmässigen karrenmessern unnd die fischer mit jhren salmenplötzen sehr fertig die notknöpf aufnöten und auftödten, wie ein nusz mit dem arsz. Fischart Garg. (1608) Ll 5b; Hans Pfriem, fuhrpech. Hayneccius Hansoframea, in den personen der spieler. vgl. DWB fuhrgespan. Ursprünglich wol so viel als wagenschmer und dann spöttisch und scheltend auf die person übergetragen, die denselben verwenden musz.

[Bd. 4, Sp. 473]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuhrpferd, n. ein pferd zum fahren, ein fahrpferd, equus vectarius. Kirsch 2, 123a. furpferd, vehiculares equi. Alberus dictionar. dd ija. im gegensatze zum reitpferd. im besondern ein pferd zu fuhren auf der strasze. noch in der mark Brandenburg.
 
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fuhrsal, n. nahrung, alimentum. ein hübsches wort, das sich nach dem, freilich einsam stehenden ahd. fuorsal (gl. blas. 96a), im 12. jh. am Niederrhein foursal (gl. trevir. 15, 13), erwarten lassen könnte, aber weder im mhd. noch nhd. begegnet.
 
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fuhrsattel, m. ein sattel, der einem der dem wagen vorgespannten pferde aufgelegt wird oder ist, damit der fuhrmann oder fuhrknecht auf diesem reiten kann. auch livländisch. s. Gutzeit 1, 300b. zum unterschiede von einem reitsattel und tragesattel.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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