Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuhrmannsknecht bis fuhrmannsruf (Bd. 4, Sp. 471 bis 472)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuhrmannsknecht, m. der knecht eines fuhrmanns.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannskneipe, f. geringes wirthshaus, in dem die fuhrleute einkehren. Böttiger lit. zustände 1, 20.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannskraut, n. gnaphalium arenarium. Weber ö. l. 1, 174b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannslaut, m. ein laut oder zuruf, den der fuhrmann bei dem zugvieh, namentlich den pferden gebraucht: ein leibhaftes wortjähnen, da man den mund zur rechten und linken, auf- und abwärts zieht, und immer doch nichts als den jähnenden fuhrmannslaut: ahi! oho! saget. Herder phil. u. gesch. 12, 209. so sind har! hott! ji! je! fuhrmannslaute, und wenn Jacob Grueszbeütel zu Augsburg in seinem 1536 zu Nürnberg durch Kunegund Hergotin aufs neu gedruckten besunder fast nützlich stymmen bchlein mit figuren, einem bilderabcbuch, beim o das bild eines die peitsche schwingenden fuhrmanns mit pferd und wagen setzt, so bezeichnet er diesen buchstaben als den fuhrmannslaut. vgl. DWB fuhrmannsruf.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannslerche, f., kommt nur in der redensart vor die fuhrmannslerchen singen. man sagt dies von dem weit hörbaren knirren der räder eines fuhrwerks, wenn diese sich über den gefrornen schnee, überhaupt auf einem gefrornen wege bewegen. s. liter. centralbl. 1865 sp. 670. die peitsche knallte und wir fuhren dahin durch die schneebedeckte landschaft. die räder gaben jenes unheimliche kreischen von sich, von dem man sagt: die fuhrmannslerchen singen. im feuilleton der Leipz. modenzeitung 1865 nr. 4 s. 31. gewöhnlich jedoch hört man nur die lerchen singen, zumal da im winter, bei schnee und eis, an den vogel selbst sich nicht denken läszt.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannsmütze, f., oder latzmütze, petasunculus scorteus. Stieler 1316. es ist, wie sich hiernach schlieszen läszt, eine lederne, gegen die sonne schützende mütze mit klappen, die man niederschlagen kann. s. auch DWB magenzipfel.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannspeitsche, f. die starke, gewöhnlich mit einer langen schmitze versehene peitsche eines fuhrmanns. auf diese schmitze spielt wol die spöttisch auf einen, der verschmitzt zu sein glaubt, zielende sprichwörtliche redensart an er ist verschmitzt wie eine fuhrmannspeitsche. zeitvertreiber 510. complimentierbüchlein v. j. 1654 im Weim. jahrb. 1, 326.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannspferd, n. das pferd eines fuhrmanns. dann überhaupt ein groszes starkes pferd, wie es fuhrleute haben.

[Bd. 4, Sp. 472]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuhrmannsrecht, n. das das verhalten und die verbindlichkeit des fuhrmanns bei übernahme und beförderung von gütern und waaren betreffende recht. das fuhrmannsrecht von Salander (Frankf. 1715).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannsrock, m. ein besonderer langer rock, wie ihn fuhrleute tragen. furmannsrock, palla Suevica. Stieler 1573.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
fuhrmannsruf, m. der zuruf des fuhrmanns an die zugthiere, besonders die pferde: weil Sie doch das haho! (str. 19 der Lenore setzte nemlich Bürger zuerst haho! haho! ha hop hop hop) nicht leiden mögen, ob ich schon hier den fuhrmannsruf nicht, sondern einen reiterruf höre, so lesen Sie in dieser strofe: und als sie saszen, hop! hop! hop! (so im götting. musenalm. 1774 s. 221). Bürger an Boie 16. sept. 1773, i. d. werken 468b. aber die unter fuhrmannslaut (s. d.) angeführten har! hott! ji! je! oha! sind wirkliche fuhrmannsrufe.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
Artikel 11 bis 20 von 237 Nächste Treffer Vorherige Treffer