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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuhrmannsgebet bis fuhrmannskneipe (Bd. 4, Sp. 471)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuhrmannsgebet, n. ironisch für einen schweren fluch oder auch eine reihe schwerer flüche: viel ungewitters miszt man den unholden zu, welchs ein durchelementringender fluch und schwur hat verursacht. disz furmans gebett treibt schiff und wagen, ein hauptmansfluch etzt durch neun harnisch. Fischart Garg. (1608) Ff 6b.
 
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fuhrmannsgeklüft, n., auf den offenen starken mund des fuhrmanns angewandt: ich liesz meinen bart mitten in der wirthsstube und unter käuenden fuhrmannsgeklüften abnehmen. Jean Paul lit. nachlasz 4, 177.
 
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fuhrmannsgelegenheit, f. eine gelegenheit zur sendung durch einen des weges fahrenden fuhrmann. etwas mit fuhrmannsgelegenheit schicken. kürzer fuhrgelegenheit, s. d.
 
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fuhrmannsgleise, f. die hergebrachte einschneidende breite fahrgleise, in welcher der fuhrmann fährt. bildlich: du kannst dich durchaus nicht entschlieszen, ein gemeiner kerl zu werden, in der fuhrmannsgleise fortzuziehn. Knigge umgang mit menschen 1, 126.
 
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fuhrmannshemd, n. was fuhrmannskittel.
 
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fuhrmannsherberge, f. ein wirthshaus, in welchem vorzugsweise fuhrleute übernachten.
 
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fuhrmannskappe, f. was fuhrmannsmütze. s. unter bauerngippe die stelle aus Uhlands volksl. 637 (Schade bergreien s. 32, 5).
 
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fuhrmannskittel, m. ein wie ein hemd und zwar gewöhnlich aus starker leinwand gemachter kittel, den der fuhrmann zu tragen pflegt, in manchen gegenden vorzugsweise von blauer farbe. früher ein lederner rock den die fuhrleute trugen, denn bei Comenius sprachenthür nr. 481 ein lederner rock (fuhrmannskittel), penula scortea. dann überhaupt ein hemdartiger grober kittel.
 
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fuhrmannsklub, m., besser fuhrmannsclub, s. d.
 
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fuhrmannsknecht, m. der knecht eines fuhrmanns.
 
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fuhrmannskneipe, f. geringes wirthshaus, in dem die fuhrleute einkehren. Böttiger lit. zustände 1, 20.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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