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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fugenhaut bis fuger (Bd. 4, Sp. 392 bis 393)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fugenhaut, f. die haut, mit welcher die schienen oder schuppen der an dem hinterleibe der biene befindlichen sechs ringel an diesem festsitzen. die schuppen der bienen wurden dadurch ganz in die höhe gehoben und die blättchen ragten hervor. beim nachsehen fand ich, dasz diese dicken blättchen, welche unter der lupe mehrere lamellen zeigten, nach dem kopfe der biene hin von oben nach unten und nach der schwanzspitze hin von unten nach oben eine schiefe fläche hatten. es war also das sich zuerst gebildete blättchen durch das nächstfolgende und, weil da, wo die schuppen an der fugenhaut festsitzen, kein raum für zwei blättchen vorhanden ist, etwas abgeschoben worden. Gundelach naturgesch. der honigbienen 16. vgl. s. 11.
 
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fugenhöhlung [fugenhölung], f. eine höhlung oder wölbung, wo zwei theile zusammengefügt sind:

denn schon sandt ich ihm einen (pfeil) entgegen und traf an der rechten
schulter tief hinein zur fugenhöhlung des panzers.
Bürger 222b (Il. 5, 189).


 
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fugenkäfer, m. byrrhus, cistela. der name daher, dasz das fast kugelrunde käferchen bei einer berührung die glieder und gliedertheile in die wie fugen aussehenden länglichen vertiefungen des körpers

[Bd. 4, Sp. 393]


und selbst wieder einzelner gliedertheile, nemlich der schenkel und schienbeine, einzieht, wodurch es ganz einem kügelchen gleicht.
 
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fugenkunst, f. die kunst, eine fuge zu componieren oder, wie man sich deutsch ausdrückt, zu setzen. da aber die kunst, indem sie aus dem unendlichen kommt, wieder das unendliche sucht, so ist auch die fugenkunst demselben naturgesetze gemäsz und es entsteht die doppelfuge. Zelter an Göthe im briefwechsel 2, 124. vgl. DWB fugensatz und DWB doppelfuge.
 
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fugenleim, m. ein zäher saft, mit welchem die bienen die fugen und ritzen des bienenstockes überziehen, das stopfwachs der bienen. Verschieden davon ist fugeleim, ein dünner leim bei den schreinern. Hübner handlungslex. (1712) s. 1435.
 
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fugensatz, f. die art und weise wie der tonkünstler eine fuge zu setzen hat oder setzt. der fugensatz von Joh. Sebastian Bach, Mozart, Haydn. vgl. DWB fugenkunst.
 
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fugenschnitt, m.
1) die formierung der flächen an den werkstücken, dasz diese sich ohne verbindungsmittel in geraden, schiefen oder runden mauern, in bogen und wölbungen halten können und so die beabsichtigte form eines bauwerkes möglich wird.
2) in der wappenkunde eine theilung des schildes, bei der die zinne aufrecht steht.
 
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fugenstein, m. was kreuzstein, silex cruciformis.
 
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fugenweise, adv. in der weise eines fuge genannten tonstücks. der lobgesang der menschheit, dem die gottheit so gerne zuhören mag, ist niemals verstummt, und wir selbst fühlen ein göttliches glück, wenn wir die durch alle zeiten und gegenden vertheilten harmonischen ausströmungen bald in einzelnen stimmen, in einzelnen chören, bald fugenweise, bald in einem herrlichen vollgesang vernehmen. Göthe 53, 75.
 
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fugenwerk, n. im seewesen die sämmtlichen inhölzer d. h. die rippen des schiffes. bei den zimmerleuten und schreinern das verschiedentlich zusammengefügte, insofern es ein ganzes bildet.
 
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fuger, m. einer der willfährig ist, der nachgibig ist, »obsecundans, connivens, permittens, consentiens«. Stieler 577. von fugen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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