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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuderweise bis füdliburger (Bd. 4, Sp. 370)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuderweise, adv. in fudern, nach fudern. auch bildlich: in übergroszer menge. s. DWB fuder, vehes. fuderweisz, par charrées ou chartées. Rädlein 308b. cimbrisch hört man vudermes. Schmeller cimbr. wb. 123a. 147a. Steinbach, Frisch und Adelung haben das wort nicht aufgenommen, aber Campe verzeichnet es mit recht und führt an etwas fuderweise kaufen, verkaufen.
 
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fuderzahl, f. die zahl von fudern. s. DWB fuder, vehes.
 
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fuderzeug, n. weidmännisch das jagdzeug, das einen wagenvoll ausmacht. Hartig forst- u. weidmannsspr. (Tübingen 1821) 112.
 
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fudesel, m., könnte eine eselstute sein, kommt aber, da der esel schon bei Otfried (s. die oben 3, 1145 angeführte stelle iv, 5, 7) als ein sehr geiles, auf die fleischliche vermischung vor andern versessenes thier galt, für den geilen wollüstling vor:

der prankierer han ich vil erkent,
die hinnach wurn füdesel genent. fastnachtsp. 786, 19.

vgl. DWB futnarr und wegen des ü der schreibung füdesel oben sp. 363.
 
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fudhechel, f. ononis spinosa, s. DWB futhechel.
 
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fudhosen, ein pl., s. DWB futhosen.
 
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füdle, n. was füdlein 2). Fischart schreibt fidle, wobei er wol der aussprache des volkes folgt: der (teufel) zerreisz dir das fidle. Garg. 94a = (1608) L 4b; nemm dafür rephünerflügel oder das fidle von einer nonnen. 241a = (1608) Ffiija.
 
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füdlein, n.
1) vulvula. s. DWB fütlein.
2) der hintere, culus, anus, podex. Schmeller 1, 514, der das wort aus dem schwäbischen theil Baierns hat. s. DWB fud.
 
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füdlepantscher, m., in Schwaben spottend für einen schullehrer, der gern schläge auf »das füdle«, den hintern, gibt. Schmid 207. vgl. DWB pantschen, schlagen.
 
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füdli, n., was füdlein 2). s. DWB fud.
 
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füdliburger, m. was spieszbürger, ein bürger der gleichsam mit dem »füdli« am heimatsorte haftet. zu Zürich u. s. w.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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