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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchswurst bis füchte (Bd. 4, Sp. 358)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchswurst, f. eine wurst aus herz, lunge und leber des fuchses, welche mit etwas zahmem fleisch zusammengehackt, mit salz, pfeffer, kümmel und ingwer vermengt, gekocht und in einen fuchsdarm gefüllt worden sind. wer diese wurst verzehrt, wird unter dem blasen der hifthörner und einem den hunden und füchsen nachgeahmten gebelle der jäger ausgelacht. Fleming teutscher jäger 2, 170a. ein alter edelmann, der manche fuchswurst bei hofe gefressen hatte. Schuppius 108.
 
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fuchswurz, f. aconitum napellus, blaues eisenhütlein. der name, weil die pflanze giftig und so dem fuchse und andern thieren beim genusse tödtlich ist, vornehmlich aber mit der wurzel der fuchs vergiftet wird. sie heiszt auch fuchstodsturmhut (s. d.), dann noch hundetod, ziegentod, würgling. die beiden letzten namen neben fuchswurz und lat. vulpicida, vulparia bei Henisch 1273, 65 f.
 
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fuchswurzel, f. was fuchswurz. Nemnich 1, 52. 5, 173.
 
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fuchszagel, m., der fuchsschwanz, liesze sich im nhd. nach mhd. fuhszagel erwarten, ist aber nicht nachzuweisen, während sich z. b. noch hundszagel, katzenzagel als kräuternamen, wetterauisch rothzählchen für rothschwänzchen, säuzagel als schimpfwort und für wirbelwind, schlangenzahl d. i. schlangenzagel als flurname finden. s. DWB zagel.
 
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fuchszange, f. eine zange, mit welcher beim ausgraben der füchse das thier im baue gepackt und herausgezogen wird.
 
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fuchsziemer, m. das zeugungsglied oder die ruthe des fuchses.
 
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fuchszunderroth, adj. überaus fuchsroth. ein fuchszunderrother bart ist ein feuerbart, wie er in der jungfernanatomie 127 heiszt. davon das gleichlautende adv.
 
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fuchszunge, f. die zunge des fuchses: die gedörrete fuchszunge in warmem wein geweichet zeucht ausz dorn, pfeil unnd stacheln ausz dem fleisch. Lonicerus 326a.
 
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fuchszwinger, m. ein umzäunter oder sonst wolverwahrter fleck zur aufbehaltung lebendiger füchse, besonders um sie zum prellen zu gebrauchen.
 
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fucht, f.
1) streit, hastige bewegung. bernisch, s. Stalder 1, 402. entsprossen aus mhd. vuhten (vgl. DWB fuchtel), dem pl. praet. von vëhten nhd. fechten; der streitende nemlich ficht mit den händen d. h. bewegt arme und hände lebhaft und heftig in der luft. s. DWB fechten 2), aber auch fuchten, fuchtig.
2) der fächer, franz. éventail. Rädlein 308b. in der Wetterau focht mit einem wielautenden kurzen schwebelaut zwischen o und a, in sonnefocht, sonnenfächer. schwäbisch windfucht, f., = fächer. Schmid 532. s. DWB fuchtel 4).
 
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füchte, f. für fichte (s. d.), scheint nur schweizerisch. die füchten. Frisius, Maaler und Dentzler 116b. erst nach jenen beiden auch bei Henisch neben ficht, feuchte.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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