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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchsspiel bis fuchsteufelswild (Bd. 4, Sp. 356 bis 357)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsspiel, n. eine spielart beim billard, bei welcher auch für den spielenden zählt, wenn sein spielball mit in das loch läuft oder über den rand der billardtafel springt.
 
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fuchsspitz, m. der kleinere spitzhund mit fuchsrothen haaren und einem schwanze, der dem des fuchses ähnlich ist. vgl. DWB wolfsspitz.
 
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fuchssterz, m. alopecurus agrestis, der ackerfuchsschwanz, eine art von fuchsschwanz 5). nd. vosstert.

[Bd. 4, Sp. 357]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsstiefel, m. ein stiefel mit fuchspelz versehen oder gefüttert: (ich stellte dich mir vor) eine dicke bratenkrause um den hals, ein paar mächtige fuchsstiefeln an füszen, dich in einen dicken schafpelz eingewickelt, im rücken ein kopfküssen, im groszvaterstuhle hingestreckt. Weisze briefwechsel des kinderfr. 4, 64.
 
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fuchsstimme, f. das belfern des fuchses. Stieler 2167.
 
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fuchsstoszen, ein gewölbe, einen keller aufbrechen. in der gaunersprache. Anton 37a. s. DWB fuchs 10).
 
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fuchsstreich, m.
1) ein listiger streich, wie ihn der fuchs macht: war es von dir nicht etwa so ein fuchsstreich, wo Reineke den raben mit seiner schönen stimme schmeichelt, dasz er den käse, den er im schnabel hielt, möchte fallen lassen, um ihn für sich zu erhaschen, so lasz ich es mir gefallen. Weisze briefw. des kinderfr. 4, 65.
2) ein streich eines angehenden studenten, ein im studentenleben alberner oder dummer streich. vgl. DWB fuchs 7). das war ein rechter fuchsstreich, den macht kein bursche mehr.
 
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fuchsstreifen, n.
1) das abstreifen des fuchses.
2) ein spiel desz fuchsstreifens, das Fischart Garg. (1608) V 3b anführt.
 
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fuchsstute, f. eine fuchsfarbige stute. vgl. DWB fuchshengst.
 
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fuchssucht, f. alopecia, das ausfallen der haare bei den füchsen, die raude. Henisch 1273, 23. auch das ausfallen der haare des kopfes, bartes, der augenbraunen bei den menschen.
 
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fuchsteufelswild, adj. so aufgebracht, als wenn man ganz des teufels wäre, im höchsten grade aufgebracht: da wurd dir nun das männchen fuchsteufelswild. Fr. Müller 1, 233. der ausdruck ist demnach stärker als fuchswild. tirolisch, bei Schöpf 157; kärnt. fuchstoiflwilde. Lexer 104; zu Iglau fuxtaiflswild. Frommann mundarten 5, 469.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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