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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fuchsscheide bis fuchsschwanzartig (Bd. 4, Sp. 351 bis 354)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fuchsscheide, f. drei lange flache oben in eine spitze zusammengehende hölzer, den fuchsbalg darüber auszuspannen und so zu trocknen. bei den kürschnern.
 
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fuchsschieszen, n. , s. oben sp. 334 einen fuchs schieszen.
1) das schieszen der füchse, indem der jäger sie durch reizen anlockt, dann ihnen in der schieszhütte (s. DWB fuchshütte) auflauert, sie auch erst in tellereisen fängt u. s. w.
2) bergmännisch: das herausfahren des entzündeten pulvers zum bohrloch ohne sprengung des gesteines. Frisch 1, 302b.
 
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fuchsschlau, adj. überaus schlau. davon das gleichlautende und gleichbedeutende adv.
 
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fuchsschleppen, n. , s. oben sp. 333 den fuchs schleppen.
1) das schleifen einer gebratenen katze, eines gebratenen fuchses, in frischer butter gebratener heringe, des frischen gescheides von hasen oder anderem wilde nach einem platze, um den fuchs zum fange dahin- und anzulocken. weidmännisch.
2) das faule, lässige arbeiten. Frisch 1, 302b, der aber fuchsschlappen schreibt. zunächst bergmännisch.
3) eine art des trinkens, die oben sp. 333 angegeben wurde. die dort angezogene stelle lautet facet. facetiar. 74 vollständig: ... qualis est permagna illa humpa, quam vocant das römische reich, cujus potentia non est exigua in prosternendis etiam viris fortissimis. sic in inferioris Saxoniae locis quatuor ex uno et quidem pleno vino vel cerevisia repleto cantharo bibunt, ita ut tres priores semel tantum bibant, quartus vero solus totum quod reliquum est exsiccet, quae forma potandi vulgo nominatur den fuchsz schleppen.
 
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fuchsschlinge, f. eine zum fange des fuchses befestigte schlinge, in welche derselbe durch einen vogel, eine traube u. dgl. gelockt wird.
 
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fuchsschmalz, n. zubereitetes fuchsfett. fuchsschmalz ist gut den zitterenden gliedern, für den krampf unnd für das gesücht oder schmerzen der glieder, warm darmit gerieben vnd geschmieret. Lonicerus 326a.
 
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fuchsschnauze, f. die schnauze des fuchses. aber auch eine schnauze wie die des fuchses. die maki sind halbaffen und haben eine spitze fuchsschnauze.
 
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fuchsschnauzig, adj. in ansehung der schnauze dem fuchse ähnlich. fuchsschnauzige affen.
 
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fuchsschrot, n. ein grobes schrot zum schieszen der füchse. bei den jägern.
 
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fuchsschwanz, m.
1) der buschige schwanz des fuchses. mhd. sagte man fuhszagel. vgl. dieses wort und schwanz, zagel. sich einen fuchsschwanz um den hals binden, um diesen gegen kälte zu schützen.

hab ich dirs nicht vor gesagt
bleib mir bei der wiegen,
nimb den fuchszschwanz in die hand
und wehr dem kind die mucken. siben lächerliche geschnälz oder gickes gackes ofenloch (Ulm 1620).

wenn es sprichwörtlich mhd. heiszt:

diu glocke muoʒ dën klüpfel hân,
sol si grôʒen dôn begân.
Freidank 126, 15 f.,

so schlieszt sich hieran nhd. als gegensatz erweitert

ein glock on klüpfel gibt nit thon,
ob dar inn hangt ein fuchszschwanz schon
darumb losz red für oren gon.
Brant narrensch. 41, 26,

d. h. lasz die rede eines verläumdenden kläffers an den ohren vorbei gehn, mache dir nichts aus ihr, die lautlos verhallt, wie eine glocke, in der statt des klöpfels ein fuchsschwanz hängt. noch stärker aber wird dieses klanglose läuten schon mhd. durch das bild mit der ledernen glocke ausgedrückt:

mit liderînen glocken
muoʒ man ze kirchen locken.
si hangent alsô hô,
daʒ man si liut mit strô
mit eim fuhszagele. wachtelmäre 69,

und diese glocke von leder drängte sich auch bei jener stelle Brants in der niederdeutschen übersetzung des narrenschifs ein, denn hier liest man bl. 66:

wor de glocke van ladder is
unde de knepel ein vos stert is,
de klank nicht verne gehöret is.

vgl. Zarncke in seiner ausg. von Brants narrensch. s. 376 f. überhaupt ist ein widerschlagender fuchsschwanz wirkungslos, weshalb weiter sprichwörtlich: man kann keinen stein mit einem fuchsschwanz

[Bd. 4, Sp. 352]


auszhauen. Lehmann 1, 60. so auch, wenn fuchsschwanz in beziehung auf zu gelinde und damit wirkungslose strafe, eine nur mit freundlichen worten strafende ermahnung gesagt wird. einen mit einem fuchsschwanz schlagen, einen zu gelind strafen, lenius punire aliquem. Frisch 1, 302b. wer mit einem fuchsschwanz schlägt, der macht keine wunden: also kommen von einer unartigen (d. h. zu gelinden, zu nachsichtigen) mutter keine kinder, die den spiesz recht brauchen können. Lehmann 2, 403, 11. mancher ist so demutig, wann er hört andere leute schmähen und lästern, so straft ers mit einem fuchsschwanz, gilts aber ihme, so musz es der henker strafen. 1, 135; also meinte Eli auch, er habe seinen kindern tapfer ins kraut geredet, da er sagte: nicht meine kinder, das ist nicht ein gut geschrei, das ich von euch höre. da er hatte prügel oder harte ernste wort brauchen sollen, da brauchte er einen fuchsschwanz. Schuppius 299. eben so mit dem fuchsschwanz streichen d. h. streiche geben:

umb unser schalkeit und finanz (spricht Elis sohn Hophni)
streicht er (Eli) uns nur mit dem fuchsschwanz,
wie er denn allmal hat gethan,
da keren wir uns wenig an.
H. Sachs III, 1, 64b = (1588) 48c.

aber auch mit dem fuchsschwanz streichen, mit ihm einem auf der haut hinstreichen, was schon wegen der weichheit des fuchsschwanzes (vgl. hernach die stelle von Rompler) eine wolthuende empfindung verursacht, also in dem sinne von schön thun, schmeicheln:

also (wie der hund seinem herrn schmeichelt) ein weib noch mehr und viel
sich schmeichlen und liebkosen kan,
wenn sie was bgert von ihrem mann,
das er ihr etwas kaufen soll,
kans mit dem fuchsschwanz streichen wol,
kan in eim gleisznerischen schein
dem mann wol falsch und freundlich sein.
H. Sachs II, 4, 54d.

dann von derselben handlung und in derselben bedeutung, indem statt der praeposition mit dem dat. kürzer der acc. steht, einen fuchsschwanz streichen:

thet aber einer dir deszgleichen
und wolt dir auch ein fuchs schwanz streichen,
so th eben als hörstus nit
und sag im glat nichts z darmit.
Grobianus P 2b.

diese begebenheit — um einen fuchsschwanz zu streichen, an den rector verrathen. avanturier 1, 94. doch sagt man gewöhnlicher den fuchsschwanz streichen: aber so sie vor den herren selbst sind, ziehen sie ihnen das helmlin fein wol durch das maul, können auch den fuchsschwanz dermassen streichen, dasz man ire böse tück nicht an ihnen merken kan. wegkürzer 21b, in welcher stelle die vorausgehende redensart das hälmlein durch das maul ziehen (s. Schmeller 2, 181. 1, 508) auf die vorhin angegebene entstehung von der einen fuchsschwanz streichen oder den fuchsschwanz streichen schlieszen läszt;

und die so maisterlich den waichen fuxschwanz streichen.
Rompler erstes gebüsch 26;

er strich den fuchsschwanz vorn, doch hinter jemands rücken
wuszt er der unschuld selbst am zeuge was zu flicken.
Kl. Schmidt kom. dicht. 264.

gleichbedeutend, aber ursprünglich vom glattstreichen der haare zu nehmen ist die unter fuchs 2) angeführte redensart den fuchs streichen, mit welcher den fuchsschwanz streicheln in entstehung und sinn übereinkommt:

doch dieses goldne vlies
kriegt keiner in besitz, der nicht den fuchsschwanz streichelt
und der Medea nicht mit seiner liebe schmeichelt,
der nicht die zauberkunst der heuchelei versteht.
Günther 989.

eine andere redensart für schmeicheln, adulari, die aber mit den fuchsschwanz streichen stimmt, indem sie von gleicher handlung ausgeht, ist den fuchsschwanz ziehen. Maaler 145a und danach Henisch 1273, 33. übrigens wird der angegebene ursprung dieser redensarten bestätigt durch die deutlicheren mit dem fuchsschwanze drüber hin fahren, aliquid molli brachio percurrere (Kirsch. Steinbach 2, 534) und er fährt mit dem fuchsschwanze darüber, palpo percutit (Steinbach ebenda). mit ihnen scheint dann das sprichwort zusammenzuhängen fuchsschwänz geben gute seil und garn, damit man klugheit binden kann. Lehmann 105, d. h. durch schmeichelei wird selbst der kluge berückt und gefangen gehalten.
eine weitere redensart in dem sinne: zu gefallen reden, schmeicheln, ist mit dem fuchsschwanz hauen, welche sich an die vorhin angeführte mit dem fuchsschwanz schlagen anschlieszt:

ich musz nur mit dem fuchsschwanz hawen
und reden was sie geren hört.
H. Sachs II, 1, 31b.

[Bd. 4, Sp. 353]



(will) mit dem fuxschwanz umb mich hawen,
loben was schon nie löblich ward,
ob ich durch schmeichlerische art
der welt möcht werdn anguem und werd. I (1590), 341b.

gleiche bedeutung hat mit dem fuchsschwanz scheren im gedanken daran, dasz der fuchsschwanz nicht schneidet und wehe, sondern vielmehr wol thut. so im vergleiche mit scharfer strafe:

allein tragens (tragen sie d. i. die groszen herrn) dem schmeichler gunst,
der hat die schnur und süssen kunst
und kan wol mit dem fuchsschwanz schern,
der redet was sie hören gern,
heisst all ihr sach billich und recht:
derselb ist ihn ein rechter knecht.
H. Sachs II, 2, 95c = (1591) 71d.

in dem sinne einem andern zu gefallen lügen, falsch aussagen:

mit Judas fuchsschwanz können wir schern
das eim die augen uberlaufen. III, 1, 108c = (1588) 81c.

ebenfalls für schön thun, schmeicheln kommt einen oder den fuchsschwanz verkaufen vor: (ich) fuchsschwentz, verkauff ein fuchs schwantz, subblandior .i. (i. e.) parum blandior, palpo, proprie tactu. Alberus dict. z iija. im fall ich aber unnötige krieg unnd zwytracht anheben wolte, verkaufe mir keinen fuchsschwanz (= erkläre dich offen, rede frei gegen mich. W. Grimm). ... sag mir on scheuwen die warheit. Kirchhof wendunm. 33a; weil ich solches vernahm, verkaufte ich der herzogin einen fuchsschwanz. Schweinichen 2, 87, d. h. betrug ich mich nach ihrem gefallen (W. Grimm);

o fuchsschwanz, wie bist du so roth,
wer dich verkauft, der hat kein noth.
Henisch 1273, 52 f.

einem einen fuchsschwanz verkaufen, subblandiri vel suppalpari alicui (Stieler 1954), kriechend schmeicheln, schmarotzen, adulari, parasitari, caudam jactare (Kirsch). für schmeicheln wie für hinterrücks verleumden steht den fuchsschwanz feil tragen:

da siht man die verleumbder,
die fuchsschwänz tragen feil.
Schuppius 806.

daneben findet sich für schmeicheln, namentlich lügnerisch schmeicheln auch den fuchsschwanz ansetzen:

wer fuchsschwenz recht ansetzen kan,
der ist zu hof ein lieber man.
Henisch 1273, 58.

ferner im fuchsschwanz gehn: an der herrn höfe sind die höflichen und gehen in fuchsschwänzen. Müller erquickst. 212. das verkaufen und tragen der fuchsschwänze auf dem kopfe, um damit den schönthuer, den schmeichler anzudeuten, zeigt in scherzhaftem bilde das titelblatt der Rostocker ausg. des Reineke Vos von 1549.
damit hängt zusammen einen fuchsschwanz bei einem verdienen = »sich bei einem einfuchsschwänzen, einem nach dem maule reden« (Rädlein 308a), also sich einschmeichelnd gunst erwerben: so dachten einige von meinen leuten, sie wolten bei meiner liebsten immer dann und wann einen fuchsschwanz verdienen und ihrem verlangen genüge thun. ehe eines mannes 137.
Nach diesen redensarten und bildlichen darstellungen erhält dann fuchsschwanz die nächsten drei bedeutungen:
2) eine gut gemeinte, mit freundlichen worten strafende ermahnung: wil doch gott, das (dasz) wir den tod gerne leiden und alle leiden lieben, wie viel mehr sollen wir diesen fuchsschwanz und mutterruten lieben und gerne haben. Luther 1, 421b (grund und ursach aller artikel u. s. w.); als ein väterliche ruthe oder fuchsschwanz. briefe 1, 427; ey lieber, es ist nichts das sterben, es ist allein ein veterliche rute. es ist nicht zorn, es ist der fuchsschwanz. es ist nicht ernst u. s. w. werke 5, 62b; solchs ist nu den andern zum exempel geschehen und zur warnung und ein fuchsschwanz gewesen. 4, 508b; wenn er (gott) straft, sollen wir wissen, das (dasz) es nur ein fuchsschwanz ist. ebenda; es möcht jemand wol gern fluchen ..., aber das sind eitel fuchsschwenze, und gott ist lengest zuvor komen. 8, 217b. mitunter kann das wort aber auch überhaupt so viel als freundliche ermahnung bedeuten.
3) schmeichelei: mit diesem fuxschwanz (der äuszerung einer jeden mund wäre hundert tausend mal küssens werth) machte die alte, dasz ich dieselbe vor die vornehmste hielte und sie auch desto eiferiger betrachtete. Simplic. 368 (I, 4, 5). besonders niedrige schmeichelei, niedrige schönthuerei, heuchlerisch freundliches bezeigen:

es ist fein, dasz ein frembdling sich
kan in ein guttes haus einnisten
und mit dem fuchsschwanz listiglich
ausbutzet förtiglich (= mit fertigkeit) die küsten.
Weckherlin 146 (od. 1, 39, 16);

[Bd. 4, Sp. 354]



neid, hasz, geiz, zagheit, fuchsschwanz, betrug. 872;

der ist in wahrheit itz ein hofemann zu nennen,
der trefflich heuchlen kan; ist er gleich ungelehrt,
so wird der fuchsschwanz für die feder doch geehrt.
Rist parn. 304;

(mit einem guten gewissen) kannst du in deinem amt ohne fuchsschwanz und sclaverei desto kühner und eiferiger fortsetzen. Otho 272;

herr Velten stutzt und fängt den stachel an zu wetzen,
nachdem der fuchsschwanz nichts beim sünder ausgericht.
Canitz 87.


auch in dem sinne: zu gefallen suchende angeberei und heimliche verleumderei. was er dir gesagt hat, ist fuchsschwanz.
4) ein schmeichler, schönthuer zu seinem vortheil: so findt man allweg fäderwüsch und füchsschwenz, die den falwen hengst strichend. Frank sprichw. 2, 107a; aber herr doctor sanft fuchszschwanz tritt einher in eim gülden kleid. Kirchhof wendunm. 9a;

dasz mir vielmehr als dir gebricht,
das macht, ich bin kein fuchsschwanz nicht.
Seladon weltl. lieder 22 (anhang).

auch ein zu gefallen suchender angeber und heimlicher verleumder: wer unter der jägerei einen fuchsschwanz abgibt das ist einen solchen kerl, der alle kameraden sucht bei den obern einzuhauen und zu verschwärzen, der ist nicht mehrers werth, denn dasz man ihn auch, wie einen fuchs, prelle. Heppe wolred. jäger 135.
Nach ähnlichkeiten mit einem fuchsschwanze führen mehrere pflanzen den namen. diese sind:
5) alopecurus, weil die ähre sich einem fuchsschwanze vergleichen läszt, zumal wenn die röthlichen oder gelblich röthlichen staubfäden in den dicht zusammenstehenden blüten sich zeigen. nnl. vossestaart, engl. foxtail. s. Turner a new herbal (London 1551) 10.
6) lythrum salicaria, purpurweiderich. vgl. Wigand catalogus herbarum in Prussia crescentium (1583) 54, wo unter alopecurus fuchsschwanz diese pflanze gemeint ist. auch blauer fuchsschwanz. der name, weil die purpurrothen blüten einander gegenüber in einer ähre stehn, die so einem fuchsschwanz ähnlich ist.
7) panicum italicum. dies die bei Lonicerus 286b fuchszschwanz genannte pflanze, in deren ähre man wieder ähnlichkeit mit dem wirklichen fuchsschwanze fand.
8) phleum nodosum, das knotige lieschgras. der name von der walzenförmigen ähre. auch fuchsschwanzgras (s. d.).
9) lagurus ovatus, das sammetgras. hier der name, weil die mit grannen besetzte ähre gelblich ist. auch hasenschwanz.
10) syringa vulgaris, der spanische flieder, dessen schön blaue blütenbüschel in der gestalt einem fuchsschwanze ähneln.
11) amaranthus caudatus. dies die gartenpflanze, die man jetzt am gewöhnlichsten fuchsschwanz nennt, und der name von den zur erde herabhangenden, wie ein schwanz spitz zulaufenden langen rothen blütentrauben. in Östreich fuchsschweif. s. Castelli 134.
12) ein aus einem gewirre von kleinen fäserchen bestehendes gewächs in den wasserröhren, das diese leicht verstopft, das nixhaar.
Endlich heiszt fuchsschwanz nach der ähnlichkeit:
13) eine säge mit einem handgriffe und einem fein gezahnten starken breiten, vorn spitz zulaufenden blatte ohne bügel. s. Brosenius technologie 2, 6. Bei den blockmachern, d. i. den drehern von rollen, um welche die taue laufen, eine kurze handsäge, die einen hölzernen stiel mit einem zum handgriffe dienenden viereckigen loche hat. Bobrik 303b.
 
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fuchsschwanzartig, adj. wie ein fuchsschwanz aussehend, einem fuchsschwanze vergleichbar. die fuchsschwanzartige hauhechel, ononis alopecuroides.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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